mini|Jesuitencolleg Vincentio Verda 1572–1597, re. Alte Universität, Pietro Valnegro 1607 nach Stich von Andreas Trost 1700 mini|hochkant|Heute Priester­seminar Graz Bürgergasse 2 mini|hochkant|Äußeres Eisernes Tor (Foto vor 1860) mini|hochkant|Lorenz Creuztaler, Rückseite der Grazer Burg, Dachreiter des Domes 1636 mini|hochkant|Ehem. Schlösschen Weitersfeld bei Mureck mini|hochkant|Ehem. Zollhaus Kremsbrücke 1591 mini|hochkant|Paulustor, Außenansicht (2023) Vincenz de Verda, auch Vincenzo de Verda (* in Gandria am Luganersee; † 1603Ursula Stevens: Verda Vicenzo de. 2017; tessinerkuenstler-ineuropa.ch) war ein schweizerisch-österreichischer Architekt, Steinmetz und Baumeister.

Leben Vincenzo de Verda, von der ‚Olivetis-Linie‘, stammte aus einer Familie von Architekten, Bildhauern, Steinschneidern und Stuckateuren. Er kam mit seinen Brüdern Alessandro, und Giovanni Antonio von Gandria am Luganersee nach Kärnten, die Steiermark, an den Grazer Hof. Vincenzo Verda war Sohn des Francesco Verda, ein Baupolier in Graz.

Werke (Auswahl)

Fürstenfeld Befestigungsbauten in Fürstenfeld Bei den Befestigungsbauten in Fürstenfeld entstand anlässlich einer Meisterkrise 1569 der Vorschlag, statt der ‚Streithänse‘, die bereits ‚geurlaubt‘ waren, Meister Vinzenz zu engagieren, er arbeite hier schon seit vier Jahren ‚guet und verstendig‘.Rochus Kohlbach: Steirische Baumeister. S. 299 f.

Graz Eisernes Tor Im Dezember 1571 erhielten für Arbeiten am Eisernen Tor die Meister Anthoni Verda 170 Pfund, Vincentio VerdaVerda, Vincenz. Artisti Italiani in Austria, Universität Innsbruck. Maurer 120 fl und Angelo de la Porta Steinmetz 1400 fl. Jesuitenkolleg Erzherzog Karl II. hatte 1572 die Jesuiten nach Graz berufen. Diese beauftragten Vinzenz de Verda mit dem Bau des Kollegiums, als Honorar wurden 3.957 fl vereinbart, ein Jahr später konnten sie den Trakt an der Bürgergasse beziehen. In einer Bittschrift vom 12. Juni 1587 an den Erzherzog,Rochus Kohlbach: Steirische Baumeister. S. 77. er möge die Jesuiten veranlassen, mit ihm endlich über den Bau des „Fürstlichen Collegij“ abzurechnen. Die Arbeiten waren 1597 abgeschlossen.Schweigert: Dehio Graz. S. 62.Geschichte des Hauses. Priesterseminar Graz. Steinerner Domturm Von 1580 bis 1582 erbaute er mit seinem Bruder Alessandro de Verda den steinernen Domturm (später Dachreiter).Rochus Kohlbach: Steirische Baumeister. S. X.Schweigert: Dehio Graz. S. 15. Äußeres Paulustor 1602 – Baumeister Giovanni BertolettiBertoletti, Hans. Artisti Italiani in Austria, Universität Innsbruck.Giovanni Bertoletti, Bartolomeo di Bosia baute mit Vincenzo Verda das Äußere Paulustor in Graz, das einzige, das von der Grazer Stadtbefestigung aus der Renaissance-Zeit noch erhalten ist. Nach seinem Tod stellte es 1618 Bartolomeo di Bosio fertig.Birgit Androschin: Die Paulusvorstadt in Graz als urbanistische Manifestation der Gegenreformation. Masterarbeit, Karl-Franzens-Universität Graz, 2018; uni-graz.at (PDF; 1,8 MB).

Steiermark und Kärnten Basilika Seckau – Habsburger Mausoleum Erzherzog Karl II. plante 1587 in der Basilika Seckau den Bau seines Mausoleums, er wählte Vinzenz’ Bruder Alexander de Verda als Baumeister. Zu Anfang wirkten 8 Steinmetze, später hatte De Verda 24 Mitarbeiter, auch seine Brüder. Schloss Weitersfeld Im Juni 1589 fertigte Vinzenz 3 Modelle von Schloss Weitersfeld an.Rochus Kohlbach: Steirische Baumeister. S. 103. Kremsbrücke in Kärnten, an der Grenze zu Salzburg und Steiermark Im Jahr 1591 werden dem Vincenz Verda, Steinmetz, vom Erzherzog Ernst in Vormundschaft für den jungen Erzherzog Ferdinand II., von der Einnahme der KremsbrückeInventar der Meiller-Akten (1397–1824). III. Mautwesen, Kremsbrücke, Mautamt 1559–1618. S. 56. landesarchiv.steiermark.at (PDF). 323 fl. für geleistete Arbeit angewiesen.Kremsbrücke. In: Josef Wastler: Die Baumeisterfamilie de Verda. In: Mittheilungen des Historischen Vereines für Steiermark, 1888, 36. Heft, S. 208 ff.; Mittheilungen (IA bub gb YhsTKBn7dbUC)

Literatur Verda. in Historisches Lexikon der Schweiz hls-dhs-dss.ch

Max Pfister, Bernard Anderes: Verda Vincenzo (d. Francesco). In: Repertorium Tessiner Künstler. Der vergessene größte Kulturbeitrag der Schweiz an Europa. Band 2. (alphabetisch) 1994. Rochus Kohlbach: Steirische Baumeister: tausendundein Werkmann. Grazer Domverlag 1961. Horst Schweigert: Verda Vincenz, Architekt. Baumeister. In: Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Graz. Verlag Ferdinand Berger, Horn / Wien 1979, ISBN 978-3-85028-401-1, S. 16. 62.

Weblinks Verda, Familie aus Gandria. Tessiner Künstler in Europa. Verda, Vincenz (de). Artisti Italiani in Austria, Universität Innsbruck.

Einzelnachweise

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