Gerhard Pallmann (geboren 27. Juni 1906 in Leipzig;Deutsche Beiträge. Eine Zweimonatsschrift, Band 4, München: Nymphenburger Verlags-Handlung, 1950, S. 187ff., 240 gestorben 10. Oktober 1957 in München) war zur Zeit des Nationalsozialismus ein deutscher Herausgeber zahlreicher im Sinne der NS-Propaganda getexteter Kriegs- und Liederbücher für Soldaten der Wehrmacht.Pallmann, Gerhard, in: Werner Schuder (Hrsg.): Kürschners Deutscher Literatur-Kalender. Nekrolog 1936-1970, Berlin; New York: Walter de Gruyter, 1973, S. 496

Pallmann studierte an der Georg-August-Universität Göttingen und gehörte seither der schwarzen Verbindung Lunaburgia Göttingen im Miltenberger Ring an.Marc Schwenkert: Zwei Burschenschafter als Bürgermeister im Dritten Reich. Theo Memmel in Würzburg und Paul May in Halle im Vergleich, Dissertation Universität Würzburg 2024 (https://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/opus4-wuerzburg/frontdoor/deliver/index/docId/36096/file/Schwenkert_Marc_Dissertation.pdf), S. 329. Zum 1. Mai 1932 trat Pallmann der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 1.128.829).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/31620078Verordnungsblatt der Reichsleitung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei, München: Verlag Franz Eher Nachfolger, 1937, S. 490; Vorschau über Google-Books Ihm wurden jedoch 1932 und 1933 „parteischädliche Äußerungen“ vorgehalten, was umfangreichen und langwierigen, großteils erhaltenen Schriftverkehr mit Beteiligten und Zeugen bis hin zum Obersten Parteigericht der NSDAP in München zur Folge hatte.22 O-Pau, Archivalien im Musikwissenschaftlichen Institut, Archiv Fred K. Prieberg; Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

mini|Werbeanzeige (Ausschnitt) von 1940 zur verbesserten Auflage des Liederbuchs „Flieger sind Sieger“; vom Verlag N. Simrock im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel

Während des Zweiten Weltkrieges gab Pallmann – teils mit dem Untertitel „Der Führer hat gerufen“ – weitere Schriften heraus, studierte jedoch zeitgleich an der Universität Leipzig. An deren Philosophischen Fakultät legte er 1942 seine Dissertation Das Soldatenlied in der Volksführung ab. Darin handelte er beispielsweise „die Entstehung der ersten Kampflieder der NSDAP“ ab und stellte Schlussfolgerung zum „[...] politischen Einsatz des Soldatenliedes in der Volksführung“ an.Angaben nebst Querverweis im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

In der Nachkriegszeit verfasste Pallmann Beiträge etwa zu Hölderlin und gab Werke des verstorbenen Komikers Karl Valentin heraus.Angaben nebst Querverweisen im Katalog der DNB An seinem Münchner Sitz firmierte er zeitweilig als „Pressedienst Doktor Gerhard Pallmann“.Angaben nebst Querverweisen im Archivportal-D

Zu dem im Alter von 51 Jahren in München Verstorbenen finden sich Quellen im Nachlass des Schriftstellers Iwan Heilbut.

Publikationen (Auswahl) Wohlauf Kameraden. Liederbuch der jungen Mannschaft, 1934 Glück ab Kameraden! Liederbuch der deutschen Flieger (= Bärenreiter-Ausgabe, Band 853), im Anschluß an das Liederbuch der jungen Mannschaft von Soldaten, Bauern, Arbeitern und Studenten "Wohlauf Kameraden" herausgegeben vom Präsidium des Deutschen Luftsport-Verbandes, Kassel: Bärenreiter-Verlag, 1935; Inhaltsverzeichnis Soldaten, Kameraden. Wehrmachtsliederbuch, 1936 mit Richard Eichenauer: Unser Land. Liederbuch des Reichsnährstandes, 1937 Seemannslieder, 1938 Die Wehrmacht singt. Soldatenlieder, 1939 Flieger sind Sieger. Neue Fliegerlieder, 1939 Der Führer hat gerufen. Kriegslieder des deutschen Volkes, 1939 Neue Kriegslieder, 1940 Singende Front. Soldatenlieder, 1940 Soldatenlieder von Front und Heimat, 1940 Blaujackenlieder, 1940 Volk in Waffen. Kriegslieder, 1941 Landserliebe, 1942 Das Soldatenlied in der Volksführung, Dissertation an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig, [o. O.]: 1942; Inhaltsverzeichnis

Weblinks

Gerhard Pallmann in der Deutschen Digitalen Bibliothek

Einzelnachweise

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