mini|Luzia Schmid (links) mit Yana Höhnerbach bei der Verleihung des Grimme-Preises 2024 Luzia Schmid (* 1966 in Zürich) ist eine deutsch-Schweizer Dokumentarfilmregisseurin. Sie lebt in Köln.

Werdegang Luzia Schmid studierte in der Schweiz berufsbegleitend Journalismus. Nach mehreren Jahren beim Schweizer Radio und Fernsehen als Moderatorin und Redakteurin wechselte sie an die Kunsthochschule für Medien in Köln, um im Fachbereich Fernsehen/Film Regie zu studieren. Seit 1997 arbeitet sie freiberuflich als Dokumentarfilmerin. In ihrem Film Drei Frauen – Ein Krieg aus dem Jahr 2022 zeigt Luzia Schmid, wie die amerikanischen Journalistinnen Martha Gellhorn, Lee Miller und Margaret Bourke-White darum ringen, ihren männlichen Kollegen gleichgestellt zu sein, um als Kriegsreporterinnen aus dem Zweiten Weltkrieg zu berichten.

Schmid äußerte sich in einem Interview zu ihrem Film Drei Frauen – Ein Krieg: „Es gibt immer noch so viele Geschichten, die nur aus der Perspektive von Männern beschrieben wurden. Und der Zweite Weltkrieg ist eine davon. Als ich mich auf diese drei Frauen einließ, war für mich klar, dass ich ihre Geschichte unbedingt erzählen wollte. Weil es eine weibliche Perspektive auf den Krieg ist und weil es wichtig ist, zu erzählen, wie hart diese Frauen dafür gekämpft haben, ihre Arbeit machen zu dürfen.“

Ihr Film Ich will alles. Hildegard Knef wurde für die Kategorie „Panorama Dokumente“ der Berlinale 2025 ausgewählt.

Filmografie

1998: Solidarcity – Dakar 1999: Haemmerli 2000: Stundenhotel 2000: Ganz Schön 2001: Groundspeed 2001: Hin und Her 2005: Geschwister Vogelbach 2005: Funny Help 2007: Lost in Liberia 2011: Geschlossene Gesellschaft – Der Missbrauch an der Odenwaldschule 2012: Ein Tag Leben in NRW 2013: Geheimnisvolle Orte 2013: 24h Jerusalem 2014: Deine Arbeit! Dein Leben! 2015: Zum Glück Deutschland 2020: Der Ast, auf dem ich sitze – Ein Steuerparadies in der Schweiz 2021: Hin und Her 2022: ungewollt schwanger in Deutschland, der § und ich 2022: Drei Frauen – Ein Krieg (Trained to see – three women and the war) 2025: Ich will alles. Hildegard Knef

Preise/Ehrungen 2001: First Steps Award für Groundspeed 2003: Weitwinkel Förderpreis für bestes Treatment Geschwister Vogelbach 2003: Gerd Ruge Stipendium der Filmstiftung NRW 2005: Ravensburger Stiftung 1. Preis für Geschwister Vogelbach 2012: Grimme-Preis für Geschlossene Gesellschaft – Der Missbrauch an der Odenwaldschule 2016: Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen für Zum Glück Deutschland 2020: Grimme-Preis für Der Ast, auf dem ich sitze – Ein Steuerparadies in der Schweiz 2024: Grimme Preis sowie Publikumspreis der Marler Gruppe für Drei Frauen – Ein Krieg

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Deutscher Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1966 Kategorie:Frau