Fredo E. Dannenbring (* 17. Dezember 1926 in Bremen; † 27. Oktober 2014 in Bonn) war ein deutscher Diplomat.

Leben Dannenbring studierte Rechtswissenschaft, Staatswissenschaft sowie Volkswirtschaft in Würzburg, Freiburg und Kiel. 1952 promovierte er an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zum Dr. jur. mit einer Arbeit über das Fischereirecht seiner Heimatstadt Bremen. Von 1953 bis 1954 lehrte er an der Southern Methodist University in Texas. 1955 trat er in das Auswärtige Amt in Bonn ein. Neben Tätigkeiten in Bonn war er im Laufe der Jahre in Tokio, Kingston, Ottawa, Ankara und Washington, D.C. im diplomatischen Dienst.Hans-Dietrich Genscher. "Überleben Der Menschheit Verlangt Kooperative Lösungen: Rede Des Bundesaußenministers Vor Der 41. UN-Generalversammlung" (25. September 1986). Vereinte Nationen: German Review on the United Nations 34, no. 6 (1986): 207–10.

In den 1970er Jahren war er im Auswärtigen Amt unter anderem als Referatsleiter für NATO-Fragen und als Leiter des Nordamerikanischen Büros beschäftigt. Ende der 1970er-Jahre war Dannenbring in der Deutschen Botschaft Washington als Chargé d’affaires und somit als Stellvertreter des deutschen Botschafters in den USA tätig. In dieser Position richtete er u. a. während der Verhandlungen um die amerikanischen Geiseln in Teheran Botschaften von Hans-Dietrich Genscher an die Washingtoner Verantwortlichen aus.America Held Hostage: The Secret Negotiations, 1981. S. 263–265. Zwischen 1982 und 1986 fungierte Dannenbring als stellvertretender Generalsekretär für politische Angelegenheiten im NATO-Generalsekretariat Brüssel.

Von 1986 bis zu seiner Pensionierung 1991 war er schließlich Botschafter Deutschlands bei den Vereinten Nationen in Genf. Dabei wurde er 1989 zum Vorsitzenden des Exekutivausschusses für das UNHCR-Programm gewählt, welcher die allgemeine Politik des UNHCR vorgibt, die Verwendung der Spenden bewilligt und den Hochkommissar berät. In Dannenbrings Amtszeit als Vorsitzender fielen dabei der Rücktritt des umstrittenen UNHCR-Kommissars Jean-Pierre Hocké und darauffolgende Reformen.Erich Rheyhl: Die merkwuerdigen Finanzpraktiken im Uno-Fluechtlingshochkommissariat, Handelsblatt, 5. Oktober 1989, S. 2.

Dannenbring war zeitweise Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Sein älterer Bruder war der Rechtswissenschaftler Rolf Dannenbring.Wacke, A. (1999). Rolf Dannenbring: (9.12.1924-26.1.1998). Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte: Romanistische Abteilung, 116 (1), 664-668. Aus seiner Ehe mit Liselotte Dannenbring, die bis zu seinem Tod bestand, war er Vater von vier Kindern.

Bibliografie Fredo E. Dannenbring: Das geltende Fischereirecht in Bremen und seine geschichtliche Entwicklung. Kiel, 1952. Hochschulschrift, Rechts- u. staatswiss. Fakultät, Diss. v. 26. Mai 1952.

Einzelnachweise

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