mini|hochkant|Roman Jagieliński (2008) Roman Jagieliński (* 2. Januar 1947 in Wichradz) ist ein polnischer Politiker (ZSL, PSL, PLD). Er gehörte von 1991 bis 2005 dem Sejm in der I., II., III. und IV. Wahlperiode an. Von 1995 bis 1997 war er Landwirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Polens.

Leben und Beruf Jagieliński studierte Gartenbau an der Warschauer Naturwissenschaftlichen Universität und schloss das Studium 1969 ab. Anschließend bewirtschaftete er einen Bauernhof in Świniokierz Dworski. Von 1989 bis 1991 war er Richter am Staatsgerichtshof.„KADENCJA TRYBUNAŁU STANU 1989 - 1991“ auf trybunalstanu.pl, abgerufen am 3. Februar 2025. Er ist verheiratet und hat einen Sohn.

Politische Laufbahn Jagieliński wurde 1970 Mitglied der Blockpartei „Zjednoczone Stronnictwo Ludowe“ (ZSL), die 1990 in die Polskie Stronnictwo Ludowe (PSL) übergegangen ist. 1990/91 war er Vorsitzender des obersten Rates der PSL. Bei den Parlamentswahlen 1991,Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 437. 1993Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 704. und 1997Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 3. Februar 2025. wurde er jeweils für die PSL in den Sejm gewählt. Am 4. Juni 1992 übergab der damalige Innenminister Antoni Macierewicz dem Ältestenrat des Sejms eine Liste angeblicher ehemaliger Mitarbeiter der kommunistisch kontrollierten Geheimdienste UB und SB. Diese wurde noch am selben Tag den Medien zugespielt. Auf dieser Liste war auch Jagieliński aufgeführt.„Lista Macierewicza“ auf www.glos.com.pl, abgerufen am 4. Mai 2026. Von März 1995 bis April 1997 war er Landwirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident in den Kabinetten von Józef Oleksy und Włodzimierz Cimoszewicz.

1998 verließ er die PSL und gründete (unter anderem mit Mikołaj Kozakiewicz) die sozialdemokratisch ausgerichtete Partia Ludowo-Demokratyczna (PLD), deren Vorsitzender er wurde.„Roman Jagieliński szefem ugrupowania“ auf archiwum.rp.pl, abgerufen am 3. Februar 2025. Bei der Parlamentswahl 2001 wurde er auf der Gemeinschaftsliste von Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD) und Unia Pracy (UP), an der sich auch die PLD beteiligt hatte, erneut in den Sejm gewählt.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 3. Februar 2025. 2002 schied er aus der SLD-Fraktion aus und gründete gemeinsam mit Krzysztof Rutkowski und Józef Głowa eine parlamentarische Gruppe der PLD.„Ludowo-demokratyczne koło w Sejmie“ auf wiadomosci.wp.pl, abgerufen am 3. Februar 2025. 2004 gründeten diese mit anderen ehemaligen Abgeordneten von PSL, SLD und Samoobrona die Fraktion „Federacyjny Klub Parlamentarny“, deren Vorsitzender Jagieliński wurde. Bei der Europawahl 2004 kandidierte er für die Gemeinschaftsliste von PLD und Krajowa Partia Emerytów i Rencistów, die aber mit nur 0,8 % der Stimmen an der Sperrklausel scheiterte.Ergebnis in Dziennik Ustaw 2004, Nr. 137, S. 9556. Bei der Wahl 2005 zum Sejm (für die SLD)Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 3. Februar 2025. und der Wahl zum Senat 2007 (für das Wahlbündnis Lewica i Demokraci)Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 3. Februar 2025. kandidierte er jeweils erfolglos. 2008 kehrte er zur PSL zurück.„Roman Jagieliński marzy o powrocie na Wiejską“ auf tomaszowmazowiecki.naszemiasto.pl, abgerufen am 3. Februar 2025.

Ehrungen 2015 Offizier des Ordens Polonia RestitutaVerleihnachricht in Monitor Polski, 2015, S. 844.

Einzelnachweise

Kategorie:Sejm-Abgeordneter (Dritte Republik) Kategorie:Landwirtschaftsminister (Polen) Kategorie:PSL-Mitglied Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Ordens Polonia Restituta (Offizier) Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1947 Kategorie:Mann