Leisau ist ein Gemeindeteil der Stadt Goldkronach im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Leisau hat eine Fläche von 3,074 km². Sie ist in 334 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9203,40 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Kottersreuth.
Geografie Das Dorf liegt am Osthang des Leisauer Berges (), der zu den Ausläufern des Fichtelgebirges zählt. Im Westen grenzt Acker- und Grünland an; das Gelände ist weiter leicht abschüssig. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt die Kreisstraße BT 12 kreuzend nach Kottersreuth (1,6 km südwestlich) bzw. nach Goldkronach zur Staatsstraße 2163 (0,9 km südöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Gesees (1,5 km nordwestlich).
Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Leisau aus 19 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Goldkronach zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftskastenamt Himmelkron. Grundherren waren das Stiftskastenamt Himmelkron (1 Halbhof) und das Rittergut Leisau (1 Schloss, 2 Halbhöfe, 9 Söldengüter, 1 Söldengütlein, 1 Gut, 4 Tropfhäuser).R. Winkler: Bayreuth, S. 371f.
Von 1797 bis 1810 unterstand Leisau dem Justiz- und Kammeramt Gefrees. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Leisau dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Neudorf zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Leisau. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gefrees zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Gefrees. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 21 Anwesen bis 1830 dem Patrimonialgericht Leisau. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde die Gemeinde Kottersreuth eingegliedert. 1840 wurde die Gemeinde Leisau an das Landgericht Berneck und an das Rentamt Marktschorgast überwiesen (1919 in Finanzamt Marktschorgast umbenannt). Ab 1862 gehörte Leisau zum Bezirksamt Berneck. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Berneck (1879 in Amtsgericht Berneck umgewandelt). 1929 wurde die Gemeinde schließlich an das Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt) und das Finanzamt Bayreuth abgegeben.R. Winkler: Bayreuth, S. 476. 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 3,076 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Leisau am 1. Januar 1976 in Goldkronach eingegliedert.
Baudenkmäler Haus Nr. 11: Schloss Leisau
Einwohnerentwicklung Gemeinde Leisau Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 163 272 276 275 265 251 220 222 229 221 212 221 205 220 212 210 197 189 182 230 268 244 214 196HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 35 38 37 38 36 34 35 38 Quelle
Ort Leisau Jahr 1818 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 100 133 160 136 137 127 127 175 154 137 143Häuser 22 22 23 21 22 25 37Quelle
Religion Leisau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Erhard (Goldkronach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Goldkronach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1975 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth