Das Critérium du Dauphiné 2025 war die 77. Austragung des französischen Etappenrennens. Das Radrennen fand vom 8. bis 15. Juni in acht Etappen statt und ist Teil der UCI WorldTour 2025. Die Rundfahrt überschnitt sich mit der Tour de Suisse 2025, die ebenfalls als wichtiges Vorbereitungsrennen für die Tour de France gilt.

In der Gesamtwertung setzte sich der Slowene Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) mit einem Vorsprung von 59 Sekunden vor Jonas Vingegaard (Team Visma-Lease a Bike) durch. Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) wurde als bester Nachwuchsfahrer mit einem Rückstand von zwei Minuten und 38 Sekunden Gesamtdritter. Tadej Pogačar setzte sich in der Punktewertung durch, während Bruno Armirail (Decathlon AG2R La Mondiale Team) die Bergwertung für sich entschied. Die Mannschaftswertung gewann das Team Visma-Lease a Bike.

Streckenführung Insgesamt mussten die Fahrer auf den acht Etappen 1201,9 Kilometer zurücklegen. Es standen vier hüglige Etappen, drei Bergankünfte und ein flaches Einzelzeitfahren auf dem Programm. Die Rundfahrt wurde im Département Allier mit einem hügligen Rundkurs um Montluçon gestartet. Die zweite Etappe führte auf großteils flachen Straßen ins südliche Issoire, ehe es tags drauf von Brioude über die Monts du Forez und den Mont Pilat nach Charantonnay ging. Am vierten Etappentag wurde in den Ausläufern des Zentralmassivs in der Nähe der Rhone ein 17,7 Kilometer langes Einzelzeitfahren zwischen Charmes-sur-Rhône und Saint-Péray ausgetragen. Nach einem hügeligen Abschnitt im Beaujolais erreichten die Fahrer auf der 6. Etappe die Alpen, wo drei Bergankünfte stattfanden. Die erste wurde in Combloux abgehalten, ehe die 7. Etappe über den Col de la Madeleine und Col de la Croix de Fer nach Valmeinier führte. Die abschließende 8. Etappe endete auf dem Plateau du Mont-Cenis, das mit einer Höhe von 2097 Metern den höchsten Punkt der Rundfahrt darstellte. Die Ziellinie befand sich dabei nach einem kurzen Flachstück unweit des Col du Mont Cenis. Etappe Datum Strecke Typ km1So, 8. Juni 2025Domérat – MontluçonMittelgebirgsetappe189,22Mo, 9. Juni 2025Prémilhat – IssoireMittelgebirgsetappe204,63Di, 10. Juni 2025Brioude – CharantonnayMittelgebirgsetappe202,84Mi, 11. Juni 2025Charmes-sur-Rhône – Saint-PérayEinzelzeitfahren17,75Do, 12. Juni 2025Saint-Priest – MâconMittelgebirgsetappe182,66Fr, 13. Juni 2025Valserhône – ComblouxHochgebirgsetappe139,17Sa, 14. Juni 2025Grand-Algueblanche – Valmeinier 1800Hochgebirgsetappe132,18So, 15. Juni 2025Val-d'Arc – Plateau du Mont-CenisHochgebirgsetappe133,8Gesamtdistanz:1201,9

Reglement Im Rahmen der 77. Auflage wurden Trikots für die Gesamtwertung (gelb), Punktewertung (grün), Bergwertung (blau mit weißen Punkten) und Nachwuchswertung (weiß) vergeben. Für die Teamwertung wurden die Zeiten der drei besten Fahrer pro Etappe zusammengezählt. Während der Etappen gab es die Möglichkeit Zeitbonifikationen zu gewinnen, um sich in der Gesamtwertung zu verbessern. Die genaue Vergabe der Punkte für die Punkte- und Bergwertung der vergangenen Austragung wird in der folgenden Tabelle erklärt: 1.2.3.4.5.6.7.8.9.10.PlatzPunktewertungZielankunft252220181614121086PunkteZwischensprint1064BergwertungHors Catégorie (HC)15121086543211. Kategorie10864212. Kategorie53213. Kategorie214. Kategorie1BonussekundenZielankunft1064SekundenZwischensprint321

Teilnehmende Mannschaften und Fahrer Neben den 18 UCI WorldTeams gingen auch vier UCI ProTeams bei der Rundfahrt an den Start. Für jede Mannschaft waren sieben Fahrer startberechtigt.

Mit Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG), Jonas Vingegaard (Team Visma-Lease a Bike) und Remco Evenepoel (Soudal Quick-Step), absolvierten die drei Favoriten auf den Tour-de-France-Sieg die 77. Austragung der Dauphiné. Weitere bekannte Gesamtklassement-Fahrer waren: Enric Mas (Movistar Team), Carlos Rodríguez (Ineos Grenadiers), Matteo Jorgenson, Sepp Kuss (beide Team Visma-Lease a Bike), Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe), Lenny Martinez, Santiago Buitrago (beide Bahrain Victorious), Guillaume Martin (Groupama-FDJ), Max Poole (Team Picnic PostNL), Eddie Dunbar (Team Jayco AlUla), Harold Tejada, Sergio Higuita (beide XDS Astana Team), Emanuel Buchmann (Cofidis), Louis Meintjes (Intermarché-Wanty) und Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility).

Von den Sprintern standen Jonathan Milan (Lidl-Trek), Pascal Ackermann (Israel-Premier Tech), Søren Wærenskjold (Uno-X Mobility), Emilien Jeannière (TotalEnergies) und Paul Penhoët (Groupama-FDJ) am Start. Hinzu kamen zahlreiche weitere endschnelle Fahrer wie Mathieu van der Poel (Alpecin-Deceuninck), Magnus Cort Nielsen (EF Education-EasyPost), Laurence Pithie (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Matteo Trentin (Tudor Pro Cycling Team), die auch auf hügligem Terrain zu den Siegesanwärtern zählten.

Weitere interessante Fahrer waren Ben Healy (EF Education-EasyPost), Maxim Van Gils (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Romain Bardet (Team Picnic PostNL), der seine Karriere nach der Rundfahrt beendete.

UCI WorldTeamsUCI ProTeamsADCIGDDFPIPTARKGFCTVLTENTBVLTKUADTUDCOFMOVXATUXMDATRBHEFESOQGFCJAY

Rennverlauf und Ergebnisse Auf der 1. Etappe setzten sich Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike), Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG), Remco Evenepoel (Soudal Quick-Step), Mathieu van der Poel (Alpecin-Deceuninck) und Santiago Buitrago (Bahrain Victorious) auf den letzten fünf Kilometern vom Hauptfeld ab, wobei der erstgenannte Däne die Attacke lancierte. Das Quintett rettete sich mit einem kleinen Vorsprung ins Ziel, wobei Mathieu van der Poel als endschnellster Fahrer den Sprint früh von der ersten Position eröffnete. Schlussendlich musste er sich jedoch Tadej Pogačar und Jonas Vingegaard geschlagen geben, die sich auf den letzten Metern an ihm vorbeischoben. Remco Evenepoel holte als Vierter keine Zeitbonifikationen. Tadej Pogačar schlüpfte als erster Fahrer in das Gelbe Trikot und lag nun vier Sekunden vor Jonas Vingegaard.

Die 2. Etappe endete in einem Massensprint, den Jonathan Milan (Lidl-Trek) vor Fred Wright (Bahrain Victorious) und Mathieu van der Poel gewann. Der Italiener übernahm zugleich aufgrund der Zeitgutschrift das Gelbe Trikot von Tadej Pogačar. Ansonsten brachte der zweite Abschnitt keine nennenswerten Veränderungen in der Gesamtwertung.

Auf der 3. Etappe setzte sich eine Ausreißergruppe durch, in der mit Mathieu van der Poel, Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe), Eddie Dunbar (Jayco AlUla) und Harold Tejada (XDS Astana) mehrere namhafte Fahrer vertreten waren. Der Etappensieg ging jedoch an den Spanier Iván Romeo (Movistar Team), der sich rund sechs Kilometer vor dem Ziel als Solist von seinen Fluchtgefährten absetzen konnte. Der 21-jährige gewann die Etappe mit einem Vorsprung von 14 Sekunden vor Harold Tejada und Louis Barré (Intermarché-Wanty) und übernahm zugleich die Führung in der Gesamtwertung. Das Hauptfeld erreichte das Ziel mit einem Rückstand von einer Minute und acht Sekunden.

Das Einzelzeitfahren der 4. Etappe gewann der Belgier Remco Evenepoel, womit er zugleich die Gesamtführung übernahm. Der Belgier setzte sich mit einem Vorsprung von 21 Sekunden vor Jonas Vingegaard und 38 Sekunden vor dessen Teamkollegen Matteo Jorgenson (Visma-Lease a Bike) durch. Tadej Pogačar verlor als Vierter 49 Sekunden auf den Etappensieger. Als einziger weiterer Fahrer blieb Florian Lipowitz mit einem Rückstand von 57 Sekunden unterhalb der 1-Minuten-Marke. Die meisten weiteren Gesamtklassement-Fahrer wiesen Rückstände von ein bis zwei Minuten auf, wobei Enric Mas (Movistar) zwei Minuten und zwei Sekunden verlor. Zu den Verlierern des Tages zählten Guillaume Martin (Groupama-FDJ), Sergio Higuita (XDS Astana) und Max Poole (Picnic PostNL) die rund drei Minuten verloren. In der Gesamtwertung lag Remco Evenepoel nun vier Sekunden vor Florian Lipowitz und neun Sekunden vor Iván Romeo. Jonas Vingegaard lag als Fünfter 16 Sekunden zurück, während Tadej Pogačar auf dem achten Gesamtrang einen Rückstand von 38 Sekunden aufwies.

Die 5. Etappe endete in einem Massensprint, den Jake Stewart (Israel-Premier Tech) vor Axel Laurance (Ineos Grenadiers) und Søren Wærenskjold (Uno-X Mobility) gewann. Remco Evenepoel verteidigte seine Gesamtführung trotz eines Sturzes auf den letzten Metern, während Harold Tejada die Rundfahrt aufgeben musste.

Die erste Bergankunft der 6. Etappe gewann der Weltmeister Tadej Pogačar, nachdem er sich rund sieben Kilometer vor dem Ziel in der Côte de Domancy von Jonas Vingegaard absetzte. Der Slowene überquerte den Zielstrich schlussendlich mit einem Vorsprung von einer Minute und einer Sekunde und übernahm zugleich die Gesamtführung. Hinter Jonas Vingegaard belegte Florian Lipowitz mit einem Rückstand von einer Minute und 22 Sekunden den dritten Etappenrang. Dahinter folgte Matteo Jorgensen mit einem Rückstand von eineinhalb Minuten. Remco Evenepoel büßte eine Minute und 50 Sekunden ein. In der Gesamtwertung lag Tadej Pogačar nun 43 Sekunden vor Jonas Vingegaard und 54 Sekunden vor Florian Lipowitz. Remco Evenepoel lag als Gesamtvierter bereits eine Minute und 22 Sekunden zurück.

Tags drauf gewann Tadej Pogačar auch die 7. Etappe, die mit einer Bergankunft in Valmeinier zu Ende ging. Der Slowene löste sich rund 12 Kilometer vor dem Ziel im Schlussanstieg und gewann mit einem Vorsprung von 14 Sekunden vor Jonas Vingegaard. Mit einem Rückstand von einer Minute und 21 Sekunden wurde Florian Lipowitz Dritter, ehe Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility) und Remco Evenepoel mit Abständen um die zweieinhalb Minuten auf den weiteren Plätzen folgten. Mit seinem dritten Etappensieg baute Tadej Pogačar seine Führung in der Gesamtwertung auf eine Minute und eine Sekunden gegenüber Jonas Vingegaard aus. Florian Lipowitz verblieb auf dem dritten Gesamtrang und lag bereits zwei Minuten und 21 Sekunden zurück. Als Gesamtfünfter wies Remco Evenepoel einen Rückstand von vier Minuten und elf Sekunden auf.

Die abschließende 8. Etappe am Mont Cenis gewann der Franzose Lenny Martinez (Bahrain Victorious), der sich im Schlussanstieg von der Favoritengruppe absetzte und das Ziel als Solist mit einem Vorsprung von 34 Sekunden erreichte. Dahinter folgten Jonas Vingegaard und Tadej Pogačar, womit der Slowene seinen Gesamtsieg fixierte. Wenige Sekunden dahinter überquerten Matteo Jorgenson und Remco Evenepoel den Zielstrich, wobei Florian Lipowitz als Tagessiebter seinen Podiumsplatz verteidigte.

Etappe 1: Domérat – Montluçon (189,2 km) Die erste Etappe startete in Domérat und führte über zwei hüglige Rundkurse nach Montluçon. Zunächst führte eine große, flache Schleife über La Chapelaude, Vallon-en-Sully, Meaulne-Vitray und Hérisson nach Chamblet, ehe die erste Bergwertung der 4. Kategorie auf der Côte de Sainte-Thérence (429 m) nach 107,5 Kilometern abgenommen wurde. Kurz darauf wurde die Côte d’Argenty (372 m) bei Kilometer 114 überquert. Nach 119,5 Kilometern erreichten die Fahrer den finalen Rundkurs, der 29,6 Kilometer lang war und nach der ersten Zieldurchfahrt dreimal absolviert werden musste. Dieser beinhaltete mit der Côte de Domérat (332 m) und Côte de Buffon (267 m) zwei Anstiege der 4. Kategorie, die im Finale drei bzw. vier Mal absolviert werden mussten. Die Côte de Domérat lag zwischen Domérat und Quinssaines, ehe es über Prémilhat zur Côte de Buffon ging, die sich auf der Rue Buffon befand. Letztere stieg für 600 Meter mit 8,6 % an und wurde das letzte Mal 4,5 Kilometer vor dem Ziel überquert. Der Zielstrich befand sich auf der Avenue Jean Nègre. Bei der ersten Zieldurchfahrt wurde nach 130 Kilometern der einzige Zwischensprint ausgefahren. Ergebnis 1. Etappe