Satanische Sau ist ein Doku-Spielfilm von Rosa von Praunheim, der als Panorama Dokument der 75. Internationalen Filmfestspiele Berlin 2025 seine Weltpremiere gefeiert hat.

Handlung Rosa von Praunheim als Hauptfigur, verkörpert durch Armin Dallapiccola, wird zum lebendigen Spiegel seines eigenen abwechslungsreichen und facettenreichen Lebens.

Produktion Der Film feierte seine Premiere am 15. Februar 2025 bei der 75. Berlinale. Im selben Jahr wurde der Film unter anderem bei der Schwulen Filmwoche Freiburg, dem Pink Apple Filmfestival in Zürich und dem Internationalen LGBTIAQ Filmfestival in der Kinemathek von Madrid aufgeführt. Der Filmstart in den deutschen Kinos war am 27. November 2025.Eintrag in der Filmstart-Datenbank AllScreens Verband Filmverleih und Audiovisuelle Medien e.V.

Nach Angaben von Rosa von Praunheim handelt es sich um eine Low-Budget-Produktion, die in sechs Tagen abgedreht wurde.

Rezeption Die Berlinale beschreibt den Film „als Schwanengesang und Farce, traumhaft und faktisch zugleich, inszeniert Praunheim diesen verschmitzten, kinky und auch sanften hybriden Kinofilm.“ Die Zeitschrift Siegessäule hob den Film als queeres Highlight der Berlinale hervor: „Rosa von Praunheim überrascht mal wieder mit Ironie und Sarkasmus.“ Die Kritiker des Online-Portals Kino.de schlossen sich dem an: „Sein [Rosa von Praunheims] neuestes Werk, Satanische Sau, schwankt humorvoll zwischen Dokumentarfilm und absurdem Fiebertraum und reflektiert auf selbstironische Weise über Alter, Ruhm und Vergänglichkeit.“ Wild sei der Film, witzig und surreal, so der Filmkritiker Harald Mühlbeyer für die Kino-Zeit. Sein Kollege Maximilian Knade schrieb für die Online-Plattform Moviebreak: „Traumtänzerisch wandelt Sau zwischen Archivaufnahmen, Interviews, Dokumentarszenen und Spielfilm-Inszenierung. Er ist witzig, poetisch, nachdenklich und versöhnlich-unversöhnlich. Kurz: Er schöpft aus dem Leben in ganzer Fülle.“ In der LGBTIQ-Zeitschrift Lambda war zu lesen: „Der Film zeigt, dass Praunheim weiterhin viel Spaß an seiner Filmarbeit und an Auseinandersetzungen jeglicher Art hat. Er hat nichts von seinem Mut und seiner Entschlossenheit eingebüßt, sich immer wieder zu outen und sich mit eigenem Beispiel für eine diverse und menschliche Welt einzusetzen.“ Der Filmkritiker Fabian Lutz von critic.de schrieb: „Mit Satanische Sau legt er [Rosa von Praunheim] einen Film nach, der als Lebensrückblick durchgeht. Oder als höllisch geiles Kammerspiel. Grenzen sprengt sein neues Werk in jedem Fall.“ Die Jury des Teddy Award würdigte den Film als „Dokument der Vitalität, das Grenzen, Make-up und filmische Kohärenz verweigert.“ Im Magazin Schwulissimo war zu lesen: „Die queere Community feiert Praunheims Lust an der Grenzüberschreitung – gerade jetzt, da Konformität oft den Diskurs bestimmt.“ Die Junge Welt resümierte: „Rosa von Praunheim ist immer noch einer der interessantesten und vielseitigsten Filmemacher des Landes.“

Auszeichnungen Internationale Filmfestspiele Berlin 2025 Auszeichnung mit dem Teddy Award – Dokumentar- oder Essayfilm (Rosa von Praunheim)

Preis der deutschen Filmkritik 2025 Nominierung für Armin Dallapiccola als bester Darsteller

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2025 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Homosexualität im Film Kategorie:Rosa von Praunheim Kategorie:Filmbiografie Kategorie:Low-Budget-Film