Escherlich ist ein Gemeindeteil der Stadt Bad Berneck im Fichtelgebirge im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Escherlich hat eine Fläche von 3,021 km². Sie ist in 614 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4920,08 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Brandleithen, Bruckmühle, Degmann, Föllmar, Föllmarsberg, Fornenmühle, Hinterröhrenhof, Juliusthal, Schmelz, Steinbühl und Vorderröhrenhof.
Geografie Das Dorf bildet mit Fornenmühle im Westen und Schmelz im Osten eine geschlossene Siedlung. Diese liegt am Südhang des Frankenbergs () südlich des Weißen Mains. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Bruckmühle zur Staatsstraße 2163 (0,8 km westlich), zur Bundesstraße 303 (0,4 km nördlich), nach Schmelz (0,4 km nordöstlich), nach Frankenberg (0,8 km südöstlich) und nach Brandholz (1 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1404 als „zum Eschereichs“ erstmals urkundlich erwähnt.D. Hermann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 144.
Zur Realgemeinde Escherlich gehörte Steinbühl. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Escherlich aus 9 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Goldkronach zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Gefrees. Grundherren waren das Kastenamt Gefrees: 3 Salzscheibengüter, 1 halbes Salzscheibengut, 2 Häuser; die Hofkanzlei Bayreuth: 1 Gut, 1 Gütlein, 1 Söldengütlein.R. Winkler: Bayreuth, S. 354.
Von 1797 bis 1810 unterstand Escherlich dem Justiz- und Kammeramt Gefrees. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Escherlich dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Goldkronach zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Escherlich. Zu dieser gehörten die Orte Brandleithen, Bruckmühle, Fornenmühle, Schmelz und Steinbühl. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gefrees zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Gefrees. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurden die Gemeinden Föllmar mit Degmann und Föllmarsberg und Röhrenhof mit Hinterröhrenhof, Juliusthal und Vorderröhrenhof eingegliedert. 1840 wurde die Gemeinde Escherlich an das Landgericht Berneck und an das Rentamt Marktschorgast überwiesen (1919 in Finanzamt Marktschorgast umbenannt). Ab 1862 gehörte Escherlich zum Bezirksamt Berneck. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Berneck (1879 in Amtsgericht Berneck umgewandelt). 1929 wurde die Gemeinde schließlich an das Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt) und das Finanzamt Bayreuth abgegeben.R. Winkler: Bayreuth, S. 470. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,005 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Escherlich am 1. Mai 1978 in Bad Berneck im Fichtelgebirge eingegliedert.
Baudenkmäler Steinbühlweg 4: Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung Gemeinde Escherlich Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 231 289 315 309 334 342 421 343 348 375 367 358 395 380 397 352 369 346 330 407 425 421 464 568HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 38 49 48 50 48 51 51 61 Quelle
Ort Escherlich Jahr 1818 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 46 97 58 61 66 70 88 86 115 328 289Häuser 8 10 10 12 14 25 72Quelle
Religion Escherlich ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Erhard (Goldkronach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Bad Berneck im Fichtelgebirge) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth Kategorie:Ersterwähnung 1404