mini|220px|Foto im Personalausweis (1936)

(* 15. Juni 1879 in , Region , Neuseeland; † 28. März 1971 in , Neuseeland) war eine neuseeländische Lehrerin, politische Aktivistin, Frauenrechtlerin und Journalistin.

Frühes Leben wurde am 15. Juni 1879 als Tochter und eins von acht Kindern der Eheleute und dem Schreiner in , in der Region geboren. Ihre Mutter war irischer Abstammung und ihr Vater in Schottland geboren. Das Problem unterschiedlicher Religionszugehörigkeiten lösten ihre Eltern, indem die beiden Söhne protestantisch erzogen wurden und die sechs Töchter katholisch, so auch . Sie besuchte die s in und und wurde nach ihrer Schulzeit Lehrerin.

Tätigkeit als Lehrerin unterrichtete ab dem 1. April 1896 zunächst an der , danach an der in , wechselte als sie 19 Jahre alt war zur in und später an die . In der Siedlung der dort lebte sie in einer gemischt --Familie und lernte die Kultur und die Sprache der kennen, die sie dadurch fließend sprechen lernte. Ihre Tätigkeit als Lehrerin wurde nur einmal unterbrochen, als sie ein Kind in zur Welt brachte.

Ehe Am 10. Juni 1908 heiratete in , wo sie eine Zeit als Hausmädchen gearbeitet hatte, den Restaurantbesitzer Peter Soljak. Ihr Mann kam aus Dalmatien und war noch nicht lange in Neuseeland. Er besaß keine gute Schulbildung und sein Englisch war schlecht, war aber praktisch veranlagt. bekam sieben Kinder.

Leben als Familie Sie lebten zunächst in und ließen sich dann später in nieder. 1910 zogen sie nach in , wo ab August 1911 wieder als Lehrerin und Betreuerin für -Kinder arbeitete. Ihr Mann indes fand eine Beschäftigung in einem Brückenbauprojekt in der Nähe von . 1912 musste ihre Lehrertätigkeit beenden, da ihr viertes Kind zur Geburt anstand. Sie zogen gemeinsam nach , wo ihr Mann die unterschiedlichsten Jobs annahm, aber das Geld ständig nicht reichte. Sie zogen ständig um, um der finanziellen Not durch bessere Arbeit zu entgehen.

Diskriminierung Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde mit ihrem Mann als feindliche österreichische Ausländer eingestuft. Er, obwohl er ausgewandert war, um der Einberufung in die Armee des verhassten österreichischen Kaiserreichs zu entgehen und sie, da sie durch Heirat mit einem Ausländer ihre britische Staatsbürgerschaft verwirkt hatte. In Folge mussten sie sich bei der Polizei registrieren lassen und Beschränkungen für Besitz und Aktivitäten hinnehmen. Als ihr siebtes und letztes Kind erwartete, verweigerte man ihr sogar ein Bett im Pflegeheim. Die Ausländerregistrierung wurde nach Ende des Kriegs bis 1923 beibehalten.

Politische Aktivistin Für war der Erste Weltkrieg und wie sie in Neuseeland, das eigentlich ihr Heimatland war, behandelt wurde, der Auslöser für ihren politischen Aktivismus. 1920 zog die Familie nach . Dort traf sie auf , die ein Mitglied der in war und später eine Freundin und politisch Verbündete wurde. Die und die hatten sich zu den zusammengeschlossen und wurden 1925 zur der . Das war dann auch für der Weg, ihr Staatsbürgerschaftsproblem auf die Tagesordnung der zu setzen. 1927 nahm sich der -Politiker des Problems an und brachte einen entsprechenden Gesetzentwurf ins Parlament ein, dass neuseeländische Frauen, die einen Ausländer heiraten, ihre Staatsbürgerschaft behalten können. Das neuseeländische Parlament änderte das Gesetz nicht.

1926 geriet mit dem Bürgermeister von auf einer Protestveranstaltung aneinander, als es um die Arbeitslosenunterstützung für Arbeiterinnen ging, die ihnen vorenthalten wurde. Auch wollte sie die Sicht der Regierung nicht akzeptieren, dass die Arbeitslosigkeit der Frauen kein Problem sei, da es keine obdachlosen Frauen gäbe und sie sich auf private Wohltätigkeit verlassen könnten. politischer Stil wurde zunehmend konfrontativ und 1931 rechnete sie vor, dass es alleine in rund 10.000 arbeitslose Frauen gab. In dem Jahr war sie Mitglied des , trat aber zurück, da sie feststellte, dass die zur Verfügung stehenden Mittel gerade ausreichten, ein Register von arbeitslosen Frauen zu führen und zu mehr nicht. In den späten 1920er Jahren engagierte sich in ihren unterschiedlichen Funktionen des Frauenverbandes der in für ein breites Spektrum aktueller feministischer Themen, worunter die hohe Rate an Müttersterblichkeit, die Mutterschaftsvorsorge, die Kinderfürsorge und die Sexualerziehung der Kinder zählten. Auch für Abrüstung und gegen die Wehrpflicht setzte sie sich ein. Sie wurde als eine überzeugende Rednerin bekannt, erwarb einen Ruf als scharfsinnige freie Journalistin und engagierte sich für ihre Partei ein, den städtischen die Politik ihrer Partei zu erklären. 1928 kritisierte sie als Präsidentin der der öffentlich die Anwerbung von Rekruten an den Schulen für den Militärdienst. Auch kämpfte sie öffentlich dafür, dass Frauen den Männern gleichgestellt werden.

Im Mai 1930 wurde ein mit ihrem offiziellen Titel und als Sekretärin unterzeichnet öffentlicher Brief von ihr im abgedruckt, in dem sie gegen die Durchsuchung der Häuser von samoanischen Unabhängigkeitsführern protestierte. Da sie die Erklärung auch nicht zurücknehmen wollte, wurde sie von der gerügt und ihre Nominierung für die Mitgliedschaft auf Lebenszeit wurde zurückgenommen.

Radikalisierung In den 1930er Jahren arbeitete eine Zeit lang mit Mitgliedern der zusammen und engagierte sich auch in anderen radikalen Organisationen. „Unterwerfe dich oder enthalte dich“, war einst ein Ratschlag eines Priesters in Bezug das Thema Familienplanung an sie. Sie brach mit ihrer Kirche und schrieb unter dem Pseudonym „“ eine Reihe von Briefen an die Redaktion des , in denen sie sich für die Empfängnisverhütung aussprach. Auch brachte sie das Thema der Geburtenkontrolle auf der ersten 1934 in zur Sprache. Infolgedessen wurde die gegründet.

Reise nach Australien 1934 besuchte auch die mit ihr befreundete Schriftstellerin in Australien. Über einen Hinweis des Chefsprechers eines Radiosenders von Auckland, der sie als eine in Neuseeland mit Rundfungerfahrung bekannte Dozentin und Sozialarbeiterin pries, erhielt sie während ihres Aufenthalts in Australien eine Anstellung beim Rundfunk.

Reise nach England 1936 reiste nach London, um auch ihre Fragen nach dem Staatsbürgerrecht klären zu können. Auf der Konferenz der einflussreichen Frauenorganisation beschrieb sie 1937 den Teilnehmenden die neuseeländische Gesetzgebung zum Staatsbürgerrecht für Frauen. Daraufhin wurde ihr dir Ehre zuteil, zu der jährlichen Entschließung der Organisation ihren Antrag einzubringen, in dem das Recht einer verheirateten Frau auf eine eigene, unabhängige und persönliche Staatsangehörigkeit unter den gleichen Bedingungen wie bei einem Mann bekräftigt wurde.

Zurück in Neuseeland Nach ihrer Rückkehr nach Neuseeland ließ sich im Oktober 1939 von ihrem Mann scheiden, doch ihre neuseeländische Staatsbürgerschaft erhielt sie damit nicht zurück. In den späten 1930er Jahren schrieb für die neue linke Zeitschrift , übte scharfe Kritik an dem , weil in ihm die Ehefrauen diskriminiert als bloße Anhängsel ihrer Ehemänner behandelt wurden und plädiert leidenschaftlich für „Militanz“ im Kampf um den Frieden. 1940 wurde Gründungsmitglied des -Zweigs der und wurde Mitglied in der und der . Während des Zweiten Weltkriegs setzte sie ihre Friedensarbeit über die neuseeländischen Sektion der fort. Nach Kriegsende ging sie mit ihrem im Krieg versehrten Sohn nach . Auch mit dem Ende des Krieges wurde das britische Staatsbürgerrecht geändert und die Regelung von 1928 wieder aufgehoben, und dies sogar rückwirkend. versöhnte sich mit der , wurde wieder Mitglied und erhielt schließlich eine Auszeichnung für ihr langjähriges Engagement.

verstarb am 28. März 1971 in im Alter von 91 Jahren.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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