Waldhermes ist ein Gemeindeteil des Marktes Grafengehaig im oberfränkischen Landkreis Kulmbach. Waldhermes liegt in der Gemarkung Grünlas.
Geografie Der Weiler liegt im Tal des Kleinen Rehbachs. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Grünlas (0,7 km nordwestlich) bzw. zur Kreisstraße KU 13 (0,9 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde 1340 als „Waldhermanns das Dorf“ erstmals urkundlich erwähnt, als das Spital Kupferberg im Ort grundherrliche Ansprüche erhielt. Im 16. Jahrhundert ist auch die Rede von guttenbergischen Gütern in „Walthermans“, deren Zehnt dem Hochstift Bamberg zustand. 1609 bestand der Ort aus einer Mühle und einem Gut, die zu diesem Zeitpunkt Wolf von Guttenberg gehörten.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 742f. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Waldhermes aus vier Anwesen (1 Halbhof, 1 Mühle, 1 Drahthammer, 1 Tropfhaus). Das Hochgericht übte das Burggericht Guttenberg aus. Es hatte ggf. an das bambergische Centamt Marktschorgast auszuliefern. Das Burggericht Guttenberg war Grundherr sämtlicher Anwesen.
Mit dem Gemeindeedikt wurde Waldhermes dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Eppenreuth und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Grünlas zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Waldhermes am 1. Januar 1972 nach Grafengehaig eingegliedert.
Baudenkmäler Haus Nr. 5: Wohnhaus, sogenanntes Schulmeisterhäuslein
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 41 43 45 37 26 32 17 13 10HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 5 5 5 4 5 4 5Quelle
Religion Waldhermes ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und ist bis heute nach Zum Heiligen Geist (Grafengehaig) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Grafengehaig) Kategorie:Weiler im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1340