mini|Julie Hart Beers: Hudson River at Croton Point, 1869, Öl auf Leinwand, 31,1×51,4 Zentimeter Julie Hart Beers Kempson (* 28. Dezember 1834 in Pittsfield, Massachusetts, als Julie Hart; † 15. August 1913 in Trenton, New Jersey), meist nur Julie (Hart) Beers, auch Julia, war eine US-amerikanische Landschaftsmalerin der Hudson River School.

Leben Julie Hart wurde 1834 in Pittsfield im Westen von Massachusetts geboren. Ihre Eltern Marion Robertson und James Hart hatten neun weitere Kinder,Jennifer Krieger: Painting Her Way: The Remarkable Lives of Female Hudson River School Artists. In: Remember the Ladies: Women of the Hudson River School. Ausstellungskatalog. Thomas Cole National Historic Site, Catskill 2010, S. 23–33, hier S. 24. ISBN 978-0-9823444-5-3. darunter die Maler James Hart (1828–1901) und William Hart (1823–1894).Kempson, Julia, née Hart. In: Chris Petteys: Dictionary of Women Artists: An International Dictionary of Women Artists Born Before 1900. G. K. Hall, Boston 1985, S. 390. ISBN 0-8161-8456-9. Mit achtzehn Jahren heiratete Julie 1853 George Washington Beers und bekam mit ihm in den nächsten Jahren zwei Töchter. Als ihr Ehemann vier Jahre nach der Hochzeit verstarb, zog Julie mit ihren Töchtern zu ihrem Bruder William in Brooklyn, der sich zunächst um seine Schwester und seine Nichten kümmerte. Um selbst ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen zu können, ließ sich Julie Beers anschließend von William und James in der Malerei ausbilden. Bald gründete sie ein eigenes Studio in New York City, wo sie ihre beiden Töchter großzog. Neben der Malerei organisierte sie auch Gruppenreisen für künstlerisch interessierte junge Frauen aus reichen Familien in die Adirondack Mountains und nach Vermont, um dort in der Natur Skizzen anzufertigen.

In den späten 1860er Jahren stellte Beers ihre Gemälde an der National Academy of Design, dem Boston Athenæum, der Pennsylvania Academy of the Fine Arts und der Brooklyn Arts Association aus. Laut dem Eintrag zu Beers im Thieme-Becker von Edmund von Mach setzte Beers ihre Schauen in der National Academy auch später fort. Zu diesem Zeitpunkt war sie eine von wenigen US-amerikanischen Landschaftsmalerinnen, die sich mit der Malerei ihren Lebensunterhalt verdienen konnten.Hart, James MacDougal. In: Ann Lee Morgan: The Oxford Dictionary of American Art and Artists. Oxford University Press, New York 2007, S. 207–208, hier S. 208. ISBN 978-0-19-512878-9. Viele ihrer Gemälde zeigen ein großes Talent für Fragen der Bildkomposition, wenngleich Beers dennoch auf präraffaelitische Weise diverse Details aus der Natur in ihre Szenerien einarbeitete. Üblicherweise wird sie der Hudson River School zugerechnet. 1877 heiratete sie in zweiter Ehe Peter Kempson, mit dem sie 1882 nach Metuchen, einer Kleinstadt in New Jersey in der Nähe von New York zog. Dort arbeitete sie als Mallehrerin, setzte aber ihre eigene künstlerische Tätigkeit fort. Wenngleich sie offiziell nun Julie Kempson hieß, signierte sie ihre Gemälde weiterhin mit „Beers“. Julie Hart Beers Kempson starb 1913 in Trenton (New Jersey). Zeugnisse ihres Œuvres sind heute unter anderem im Metropolitan Museum of ArtSummer Woodlands. In: metmuseum.org, Metropolitan Museum of Art. Abgerufen am 23. Januar 2025. und im Art Institute of Chicago zu finden.Loking upon the River. In: artic.edu, Art Institute of Chicago. Abgerufen am 23. Januar 2025. Eine Retrospektive zu Beers und ihrem Bruder William Hart fand 2023 im Albany Institute of History & Art statt.Hudson River School Journeys: Watercolors and Drawings by William Hart and Julie Hart Beers. In: albanyinstitute.org, Albany Institute of History & Art, 2023. Abgerufen am 23. Januar 2025.

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Einzelnachweise

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