mini|Kruzifix (Baunacher Straße 33, an der Staatsstraße 2277)

Appendorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Lauter im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Appendorf liegt teils auf dem Gemeindegebiet von Lauter, teils von Baunach. Sie hat eine Fläche von 3,750 km² und ist in 692 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5419,21 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Godeldorf und Godelhof.

Geografie Durch das Dorf fließt die Lauter und der Hirschgraben, der innerorts als rechter Zufluss in die Lauter mündet. Die Staatsstraße 2277 führt am Godelhof vorbei nach Baunach zur Bundesstraße 279 (4,1 km nordöstlich) bzw. nach Stettfeld (5,5 km westlich). Die Staatsstraße 2281 führt nach Lauter (1 km nordwestlich) bzw. als Kreisstraße BA 34 am Sandhof vorbei nach Oberhaid (4,1 km südlich).

Geschichte Appendorf gehörte bereits Ende des 14. Jahrhunderts zum bambergischen Oberamt Baunach-Stufenberg.I. Maierhöfer: Ebern, S. 71. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Appendorf aus 9 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Baunach. Grundherren waren das Kastenamt Baunach (1 Ganzhof, 3 Halbhöfe, 2 Viertelhöfe, 2 Sölden, 1 Mühle) und das Domkapitel Bamberg (1 Söldengut).I. Maierhöfer: Ebern, S. 170f.

Im Jahre 1802 kam Appendorf an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde die Ruralgemeinde Appendorf gebildet, zu der Godeldorf und Godelhof gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gleusdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ebern (1919 in Finanzamt Ebern umbenannt). Ab 1862 war das Bezirksamt Ebern (1939 in Landkreis Ebern umbenannt) für Appendorf zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Gleusdorf (1840 in Landgericht Baunach umbenannt und 1880 in Amtsgericht Baunach, 1932 aufgelöst, bis 1972 Amtsgericht Ebern).I. Maierhöfer: Ebern, S. 293. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,742 km².

Am 31. März 1971 wurde die Appendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst: Appendorf wurde nach Lauter eingemeindet, Godeldorf und Godelhof nach Baunach.

Baudenkmäler Kruzifix bei der Baunacher Straße 33

Einwohnerentwicklung Gemeinde Appendorf Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 148 193 192 206 204 239 247 241 251 228 218 213 206 195 197 192 209 210 197 314 284 255 234 240HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1818 bis 1852 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 31 35 37 38 39 43 43 37 41 42 Quelle

Ort Appendorf Jahr 1818 1840 1852 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2025Einwohner 95 123 122 136 172 161 143 140 213 184 187 205 242Häuser 20 23 25 28 30 28 31 32 46 Quelle

Religion Appendorf ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Oswald (Baunach) gepfarrt, seit den 1870er Jahren ist die Pfarrei St. Laurentius (Lauter) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Lauter, Oberfranken) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg