mini|Filialkirche Mariä Geburt mini|Leppelsdorfer Straße 14: Bauernhaus
Deusdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Lauter im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Deusdorf hat eine Fläche von 5,808 km². Sie ist in 1679 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3459,17 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Deusdorfermühle, Krappenhof und Leppelsdorf.
Geografie Das Kirchdorf liegt im Tal der Lauter. Die Staatsstraße 2281 führt entlang der Lauter nach Leppelsdorf (1,4 km nordwestlich) bzw. nach Lauter (1,7 km südöstlich).
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1396 in einem Verzeichnis der Grafen von Truhendingen als „Dewesdorf“ aufgelistet.I. Maierhöfer: Ebern, S. 25. Deusdorf gehörte bereits Ende des 14. Jahrhunderts zum bambergischen Oberamt Baunach-Stufenberg.I. Maierhöfer: Ebern, S. 71. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Deusdorf aus 26 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Baunach. Grundherren waren das Kastenamt Baunach (1 Halbhof, 6 Sölden, 2 Söldenhäuser, 2 Söldenhäuslein, 4 Tropfhäuser, 1 Tropfhäuslein, 1 ganze Wohnung, 1 Mühle) und das Domkapitel Bamberg (1 Sölde). Außerdem gab es 3 Freihöfe, die nur Jagdfron zu leisten hatten. Der Gemeinde gehörten 4 Gemeindelehenhäuser.I. Maierhöfer: Ebern, S. 178.
Im Jahre 1802 kam Deusdorf an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde Deusdorf der Ruralgemeinde Leppelsdorf zugewiesen. 1875 wurde diese nach Verlegung des Gemeindesitzes nach Deusdorf umbenannt. Zu dieser gehörten Deusdorfermühle, Krappenhof und Leppelsdorf. Sie war in Gerichtsbarkeit dem Landgericht Baunach zugeordnet (1880 in Amtsgericht Baunach umbenannt, 1932 aufgelöst, bis 1972 Amtsgericht Ebern). In der Verwaltung war das Bezirksamt Ebern zuständig (1939 in Landkreis Ebern umbenannt) und in der Finanzverwaltung das Rentamt Ebern (1919 in Finanzamt Ebern umbenannt).I. Maierhöfer: Ebern, S. 296. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 5,800 km².
Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Deusdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Lauter eingemeindet.
Baudenkmäler In Deusdorf gibt es fünf Baudenkmäler: Am Kirchberg 1: Katholische Filialkirche Mariä Geburt, ein Satteldachbau mit großem Giebelreiter, eingezogenem Chor mit 5/8-Schluss und einem Sakristeianbau Kellerstraße 4: Ehemalige Schule Kellerstraße 7: Bauernhaus Leppelsdorfer Straße 14: Großbauernhaus
Bodendenkmäler In der Gemarkung Deusdorf gibt es zwei Bodendenkmäler.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Deusdorf (bis 1875 Gemeinde Leppelsdorf) Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 220 310 396 398 424 385 406 392 411 406 401 381 373 388 403 424 414 403 386 501 469 442 409 397HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1818 bis 1852 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 47 51 57 79 81 81 78 76 77 83 Quelle
Ort Deusdorf Jahr 1818 1840 1852 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2025Einwohner 119 173 222 254 241 226 216 255 296 276 283 235 286Häuser 26 32 32 49 48 46 49 55 62 Quelle
Religion Deusdorf ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach Mariä Himmelfahrt (Stettfeld) gepfarrt, seit den 1870er Jahren ist die Pfarrei St. Laurentius (Lauter) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Lauter, Oberfranken) Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Gemeindegründung 1875 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg