Gleisenhof (oberfränkisch: GlaisnhufE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 199. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „glaisnhūf“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Himmelkron im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Gleisenhof liegt in der Gemarkung Lanzendorf.

Lage Der Weiler bildet mittlerweile mit Lanzendorf im Westen und dem Gewerbegebiet Himmelkron-Ost im Osten eine geschlossene Siedlung. Östlich von Gleisenhof gibt es eine Terrassenkante, die als Geotop ausgezeichnet ist.

Geschichte Der Ort wurde im Jahre 1476 als „Gleishof“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist glîzen (mhd. für gleißen, glänzen). Der Ort war damals der Schafhof von Lanzendorf.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 46f.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Gleisenhof aus zwei Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Berneck aus. Das Stiftskastenamt Himmelkron war Grundherr der beiden Halbhöfe.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 596.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Gleisenhof dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Himmelkron und der 1812 gebildeten Ruralgemeinde Lanzendorf zugewiesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 760. Am 1. Januar 1976 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Bayern die Eingemeindung von Gleisenhof nach Himmelkron.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 36 61 62 49 47 50 58 33 43 43HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 7 9 9 12 10 8 8Quelle

Religion Gleisenhof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Gallus (Lanzendorf) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Himmelkron) Kategorie:Weiler im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1476