Die Eidechsenfische (Synodontidae) sind eine Familie bodenbewohnender kleiner Raubfische, die in tropischen und subtropischen Regionen aller Weltmeere vorkommen.

Aussehen Eidechsenfische sind kleine bis mittelgroße Fische mit schlankem, länglichem Körperbau. Sie erreichen eine Länge von 10 bis 54 Zentimeter. Der Kopf ist abgeflacht, das schräg stehende Maul ist groß und mit vielen feinen sehr spitzen Zähnen besetzt. Die Maxillare ist reduziert oder sehr schlank. Am Gaumen befindet sich ein einzelnes Zahnband. Die seitlich gerichteten Augen sind klein bis mittelgroß. Am vorderen und hinteren Augenrand befindet sich ein Fettlid. Die Rückenflosse befindet sich etwa in der Mitte des Rückens. Ihre erste beiden Strahlen sind unverzweigt. Eine Fettflosse ist in der Regel vorhanden. Sie befindet sich über der Basis der Afterflosse. Die Bauchflossen werden von acht Flossenstrahlen gestützt, wobei die inneren Strahlen deutlich länger sind als die äußeren. Die Schuppen entlang der Seitenlinie sind nicht vergrößert. Die Anzahl der als Zahnplatten ausgebildeten Kiemenrechen beträgt 8 bis 26. Arten, die in Korallenriffen vorkommen, sind oft bunt und auffällig gefärbt, in tieferen Regionen oder auf Sandböden lebende Arten sind normalerweise einfarbig.

Flossenformel: Dorsale 10-15, Anale 8-16.

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Lebensraum und Lebensweise Eidechsenfische lauern – entweder im Sandboden eingegraben oder zwischen Korallenbruch und aufgestützt auf ihre Bauchflossen – auf ihre Beute, die aus Krebstieren, kleinen Fischen oder Kopffüßern bestehen kann. Über die Vermehrung der Eidechsenfische ist nicht viel bekannt. Im Unterschied zu vielen anderen Eidechsenfischverwandten sind sie keine Hermaphroditen, sondern getrenntgeschlechtlich. Sie laichen im freien Wasser. Die nach zwei bis drei Tagen schlüpfenden transparenten Larven sind extrem langgestreckt. Sie leben zunächst planktonisch.

Systematik Die Familie Synodontidae wurde 1862 durch den US-amerikanischen Ichthyologen Theodore Nicholas Gill eingeführt. Der niederländische Ichthyologe Pieter Bleeker beschrieb im Jahr 1875 das Taxon Harpadontini innerhalb der Synodontidae, das von späteren Autoren als Unterfamilie (Harpadontinae) der Synodontidae oder als eigenständige Familie (Harpadontidae) angesehen wurde. In einer 2026 publizierten Arbeit über die Evolution der Eidechsenfische wurde schließlich nachgewiesen, dass die Synodontidae und die Harpadontidae völlig unterschiedliche Positionen im Stammbaum der Eidechsenfischartigen (Aulopiformes) einnehmen. Die Synodontidae trennten sich schon im Jura vor mehr als 135 Millionen Jahren von der Evolutionslinie, die zu den anderen Familien der Eidechsenfischartigen führte, und sind damit die basale Schwestergruppe einer von allen anderen Familien der Eidechsenfischartigen gebildeten Klade. Sie werden deshalb in eine monotypische Unterordnung Synodontoidei gestellt. Die Harpadontidae dagegen entwickelten sich erst während des Eozäns und bilden zusammen mit den Flaggenflossern (Aulopidae) und den Pseudotrichonotidae die Unterordnung Aulopoidei.

Gattungen und Arten Es gibt zwei Gattungen und über 50 Arten:

Gattung Synodus, die Schnauzenlänge entspricht dem Augendurchmesser oder ist größer. 8 bis 15 Strahlen in der Afterflosse. Synodus amaranthus Waples & Randall, 1988 Synodus binotatus Schultz, 1953 Synodus capricornis Cressey & Randall, 1978 Synodus dermatogenys Fowler, 1912 Synodus doaki Russell & Cressey, 1979 Synodus englemani Schultz, 1953 Synodus evermanni Jordan & Bollman, 1890 Synodus falcatus Waples & Randall, 1988 Synodus foetens (Linnaeus, 1766) Synodus fuscus Tanaka, 1917 Synodus gibbsi Cressey, 1981 Synodus hoshinonis Tanaka, 1917 Indischer Eidechsenfisch (Synodus indicus (Day, 1873)) Synodus intermedius (Spix & Agassiz, 1829) Schwanzfleck-Eidechsenfisch (Synodus jaculum Russell & Cressey, 1979) Synodus janus Waples & Randall, 1988 Synodus kaianus (Günther, 1880) Synodus lacertinus Gilbert, 1890 Synodus lobeli Waples & Randall, 1988 Synodus lucioceps (Ayres, 1855) Synodus macrocephalus Cressey, 1981 Synodus macrops Tanaka, 1917 Synodus macrostigmus Frable, Luther & Baldwin, 2013 Synodus marchenae Hildebrand, 1946 Synodus nigrotaeniatus Allen et al., 2017 Synodus oculeus Cressey, 1981 Synodus pacificus Ho et al., 2016 Synodus poeyi Jordan, 1887 Synodus randalli Cressey, 1981 Rotmarmorierter Eidechsenfisch (Synodus rubromarmoratus Russell & Cressey, 1979) Synodus sageneus Waite, 1905 Synodus saurus (Linnaeus, 1758) Synodus scituliceps Jordan & Gilbert, 1882 Synodus sechurae Hildebrand, 1946 Synodus similis McCulloch, 1921 Synodus synodus (Linnaeus, 1758) Synodus tectus Cressey, 1981 Synodus ulae Schultz, 1953 Synodus usitatus Cressey, 1981 Synodus variegatus (Lacepède, 1803) Gattung Trachinocephalus, die Schnauze ist relativ kurz. 15 bis 16 Strahlen in der Afterflosse. Trachinocephalus atrisignis Prokofiev, 2019 Trachinocephalus gauguini Polanco et al., 2016 Trachinocephalus myops (Forster, 1801) Trachinocephalus trachinus Temminck & Schlegel, 1846

Einzelnachweise Pieter Bleeker (1875): Atlas ichthyologique des Indes Orientales Néêrlandaises, publiés sous les auspices du Gouvernement colonial néêrlandais. Tome VI. Pleuronectes, Scombrésoces, Clupées, Clupésoces, Chauliodontes, Saurides. S. 141–170 (April 1875) Gill TN. (1861) Catalogue of the fishes of the eastern coast of North America, from Greenland to Georgia. Proceedings of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia, Supplement 13:1 63. Kurt Fiedler: Lehrbuch der Speziellen Zoologie, Band II, Teil 2: Fische. Gustav Fischer Verlag Jena, 1991, ISBN 3-334-00339-6. S. 303. Joseph S. Nelson: Terry C. Grande, Mark V. H. Wilson: Fishes of the World. John Wiley & Sons, 2016, ISBN 978-1118342336. S. 268. Shih-Yu Wang, Hsin Lee, Barry C Russell, Wei-Jen Chen: Beyond the sandy bottom: evolutionary and taxonomic insights into lizardfishes (Teleostei: Aulopiformes). PeerJ, März 2026, doi: 10.7717/peerj.20735

Kategorie:Eidechsenfischartige