Paul Guilhaume (* 20. Jahrhundert) ist ein französischer Kameramann. Zu Anfang seiner Karriere war er auch als Regisseur tätig. Für seine Arbeit an dem Spielfilm Emilia Pérez (2024) wurde er für einen Oscar nominiert.

Leben und Karriere Paul Guilhaume verbrachte seine Jugend im 18. Arrondissement von Paris. Sein Vater, ein Musikliebhaber, geht einer normalen, geregelten Arbeit nach. Seine Mutter ist Kunstlehrerin und Fotografin. Das Paar hat zwei Kinder und bot ihrem Sohn einen komfortablen und intellektuell anspruchsvollen Lebensstil. Fortwährende Unterstützung auf seinem Berufsweg erhielt Guilhaume durch seinen Vater.Ariane Damain Vergallo: Paul Guilhaume, back to the future. In: afcinema.com, 25. November 2019 (abgerufen am 16. Januar 2025).

Bereits als Jugendlicher strebte Guilhaume ein Filmstudium an den Pariser Filmhochschulen La Fémis oder École Louis-Lumière an. Dafür entschied er sich das Baccalauréat in Naturwissenschaft abzulegen, obwohl seine schulischen Leistungen auf diesem Gebiet nicht zu den besten gehörten. Nach dem Abitur besuchte er eine Classe préparatoire in Literaturwissenschaft, während er für das Fach Film keinen Platz erhielt. Durch seine Dozentin Seloua Luste Boulbina entdeckte Guilhaume das Fach Philosophie für sich. Auch faszinieren ihn die Schriften von Søren Kierkegaard. Später schloss er die Sorbonne in den Fächern Philosophie und Film ab. Guilhaume entschied sich gegen ein Studium am renommierten Sciences Po und ließ sich stattdessen bis 2014 am La Fémis als Kameramann ausbilden.Paul Guilhaume. In: goodadsmatter.com (abgerufen am 16. Januar 2025).

Während seines Studiums an der La Fémis verbrachte Guilhaume ein Auslandspraktikum bei Panavision in Los Angeles. Eine dortige Begegnung mit einem „Guru“ und einigen Filmfans und Nachwuchsschauspielern in einem Anwesen am Mulholland Drive inspirierte ihn zu seinem Abschlussfilm One in a Million (2013). Der 31-minütige Dokumentarfilm, stellt einen 18-jährigen Jungschauspieler in den Mittelpunkt, der darauf hofft, in Hollywood Karriere zu machen. Das Werk, von Guilhaume nach einem Drehbuch von Léa Mysius inszeniert, sollte ihm 2015 einen Preis auf dem schweizerischen Filmfestival Visions du Réel in Nyon einbringen.

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen Gewonnene Preise und Nominierungen für seine Kameraarbeit:Paul Guilhaume – Auszeichnungen. In: imdb.com (abgerufen am 16. Januar 2025).

2016: Festival du Court-Métrage de Clermont-Ferrand – L’île jaune 2017: Filmfestival Stockholm – Ava 2021: Nominierung – César – Jugend (gemeinsam mit Antoine Parouty) 2022: Nominierung – César – Wo in Paris die Sonne aufgeht 2022: IDFA Award – Paradiese 2024: Prix AFC – Paradise 2024: Camerimage – Bronzener Frosch – Emilia Pérez (gemeinsam mit Jacques Audiard) 2025: Nominierung – Oscar – Emilia Pérez 2025: Nominierung – British Academy Film Award – Emilia Pérez 2025: Nominierung – Prix Lumière – Emilia Pérez

Erhaltene Auszeichnungen für Regiearbeiten: 2015: Visions du Réel – Bester Film – One in a Million 2016: Festival Premiers Plans d’Angers – Großer Preis der Jury – L’île jaune (gemeinsam mit Léa Mysius)

Weblinks Offizielle Website (englisch)

Profil bei allocine.fr (französisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Kameramann Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann