Der Grammy Award for Best Dance Pop Recording, auf Deutsch „Grammy-Auszeichnung für die beste Dance-Pop-Aufnahme“, ist ein Musikpreis, der 2024 von der amerikanischen Recording Academy eingeführt worden ist. Ausgezeichnet werden Interpreten, Produzenten und Mischtechniker von Musikstücken, die dem Genre Dance-Pop zuzuordnen sind. Dabei muss es sich um Gesangsstücke handeln, die zum größeren Teil Neukompositionen sind.
Geschichte und Hintergrund Das in den 1980er Jahren aufgekommene Genre Dance-Pop war ursprünglich in der Dance-Kategorie enthalten gewesen, aber ab 2012 nicht mehr berücksichtigt worden. In den 2020ern hatte es sich aber durch die Vermischung anderer moderner Musikrichtungen weiterentwickelt und durch erfolgreiche neue Popinterpreten viel an Bedeutung gewonnen. Dadurch entstand der Bedarf, als Ergänzung zum reinen Dance-Genre auch diesen Bereich abzudecken. Deshalb wurde im Jahr 2024 eine neue Kategorie, erst unter der Bezeichnung „Pop Dance Recording“ und ab dem Jahr darauf als „Dance Pop Recording“, definiert. Der Stil wird wie folgt beschrieben:
Mehr als 50 % des Musikstücks müssen neu komponiert sein, der wesentliche Teil der Aufnahme darf nicht älter als fünf Jahre sein und die Erstveröffentlichung muss im jeweiligen Auszeichnungszeitraum stattgefunden haben. Neuabmischungen von vorhandenen Musikstücken werden in der Kategorie beste Remix-Aufnahme berücksichtigt.
Trophäen gehen an die Interpreten, die Produzenten und die Mixer. Die beteiligten Techniker (Engineer, Immersive Producer, Immersive Engineer) sowie die Autoren bekommen ein Zertifikat ausgehändigt.
Erste Siegerin als Interpretin in dieser Kategorie war Kylie Minogue mit ihrem Stück Padam Padam. Die Australierin hatte 2004 bereits mit Come into My World in der damals noch vereinigten Dance-Kategorie gewonnen.
Gewinner und Nominierte Jahr Titel / InterpretProduzenten (P) / Mixer (M)Nominierte Bild des/der Gewinner(s) 2024 4. Februar 2024 Padam Padam von Kylie Minogue Lostboy (P), Guy Massey (M) Baby Don’t Hurt Me von David Guetta, Anne-Marie & Coi Leray (P: Johnny Goldstein, Toby Green, David Guetta, Mike Hawkins: M: Serban Ghenea) Miracle von Calvin Harris featuring Ellie Goulding (P: Burns, Calvin Harris; M: Calvin Harris) One in a Million von Bebe Rexha & David Guetta (P: Burns, David Guetta, Timofey Reznikov; M: Serban Ghenea) Rush von Troye Sivan (P: Styalz Fuego, Novodor, Zhone; M: Alex Ghenea) 125px|Kylie Minogue 2024 2025 2. Februar 2025 Von Dutch von Charli XCX Finn Keane (P), Tom Norris (M) Make You Mine von Madison Beer (P: Madison Beer, Leroy Clampitt; M: Mitch McCarthy) L’amour de ma vie (Over Now Extended Edit) von Billie Eilish (P: Billie Eilish, Finneas; M: Jon Castelli, Aron Forbes) Yes, And? von Ariana Grande (P: Ariana Grande, Ilya, Max Martin; M: Serban Ghenea) Got Me Started von Troye Sivan (P: Ian Kirkpatrick; M: Alex Ghenea) 125px|Charli XCX 2022 2026 1. Februar 2026 Abracadabra von Lady Gaga Cirkut, Lady Gaga, Andrew Watt (P), Serban Ghenea (M) Bluest Flame von Selena Gomez & Benny Blanco (P: Benny Blanco, Dylan Brady, Cashmere Cat; M: Benny Blanco, Cashmere Cat) Midnight Sun von Zara Larsson (P: Margo XS, MNEK; M: Tom Norris) Just Keep Watching (from F1® the Movie) von Tate McRae (P: Tyler Spry, Ryan Tedder; M: Manny Marroquin) Illegal von PinkPantheress (P: Aksel Arvid, PinkPantheress; M: Nickie Jon Pabon) 125px|Lady Gaga 2023
Quellen
Weblinks Offizielle Website der Grammy Awards – Recording Academy, Los Angeles (englisch) The Grammys’ New Pop Dance Category Functioned Pretty Much Perfectly at the 2024 Awards, Billboard (englisch)
Kategorie:Grammy Awards Kategorie:Erstverleihung 2024