How To Make a Killing (Originaltitel Un ours dans le Jura [Ein Bär im Jura]) ist ein französischer Spielfilm aus dem Jahr 2024 von und mit Franck Dubosc.

Handlung Eine Gruppe von Männern läuft durch einen verschneiten Winterwald, vermutlich Flüchtlinge, die von einem Schleuser geführt werden. Sie sollen an einer einsamen Straße mitten im Wald ihre Kontaktperson treffen: einen Mann, der mit deutschem Kennzeichen unterwegs ist und von einer eleganten Escortdame begleitet wird. Doch als ein Bär auftaucht, rennen alle planlos durcheinandeer, und der Schleuser stürzt eine Schlucht hinunter (Drehort: Cascade de la Billaude) in den Tod.

Michel, ein Weihnachtsbaumzüchter und Förster, ist auf einer Nebenstraße unterwegs, als er den Bären vor sich auf der Straße sieht. Beim Versuch, ihm auszuweichen, verliert er die Kontrolle über sein Fahrzeug und knallt direkt in das Auto des Kontaktmanns, welches sich auf die dahinter befindliche Escortdame schiebt und tötet. Der Kontaktmann selbst taucht in diesem Moment aus dem Wald wieder auf, ist erschrocken, stürzt einen Abhang hinab und wird von einem Ast tödlich aufgespießt. Michel ist schockiert und begeht Fahrerflucht; zu Hause angekommen weiht er seine Frau Cathy ein, die im Gegensatz zu ihm die Nerven behält.

Auf der nahen Gendarmeriestation hat man bereits einige der Flüchtlinge aufgegriffen, findet aber keine gemeinsame Sprache. Die Männer müssen alle dringend auf die Toilette und geben dabei viele Drogen frei, welche sie in ihren Körpern schmuggeln mussten. Roland, der Chef der Einheit und guter Bekannter von Michel und Cathy, hat derweil keine Nerven für all das, da Weihnachten direkt vor der Tür steht, und er hofft, Weihnachten nicht nur mit seiner Tochter Blanche, sondern auch mit seiner Ex-Frau und deren jetzigem Mann verbringen zu können, um so die Illusion einer heilen Familie zu beahlten. Blanche hält ihn für naiv und glaubt schon lange nicht mehr an das Ideal der heilen Familie. Als Roland dann bei Michel und Cathy auftaucht, um seinen Weihnachtsbaum abzuholen, müssen die Folgen von Michels Unfall hastig verborgen werden.

Cathy fährt mit ihrem Mann zum Unfallort und sammelt die Leichen ein, um sie „verschwinden“ zu lassen. Im Kofferraum des Unfallwagens liegt eine Tasche voll Geld, zwei Millionen insgesamt, und in einer Handtasche eine Pistole, mit der Michel versehentlich ein Loch in die Wand der Wohnung schießt.

Cathy meint, es wäre eine gute Idee, die Toten in der Schlucht an der Billaude-Cascade abzuladen und mit Honig einzuschmieren, damit der Bär angelockt würde und sie einfach verspeisen solle. In der Nacht hat Blanche im leeren Unfallauto, dessen Herkunft sich keiner erklären kann, Sex mit einem jungen Mann und verliert dabei ihre Haarspange.

Tags darauf kehren Michel und Cathy in die Schlucht zurück und stellen fest, dass der Plan wohl nicht klappt; der Bär will einfach nicht kommen. Michel findet nun noch eine dritte Leiche. Sie nehmen alle Leichen mit und legen sie in das Unfallauto. Dort tritt nun auch die Gendarmerie in Aktion und wundert sich, da man das Auto zuvor ja als „leer“ gemeldet hatte. Die Spurensicherung entdeckt dabei auch die Haarspange von Blanche und Roland ist schockiert. Blanche muss also zur Zeugenaussage erscheinen und gibt an, im damals noch leeren Fahrzeug Sex gehabt zu haben, während ihr sichtlich pikierter Vater zuhören muss.

Michel und Cathy lassen sich für die Tatzeit ein falsches Alibi aus dem örtlichen Swingerclub geben, dessen Chefin eine Schulfreundin von Michel ist. Allerdings fühlen sich beide in dieser Umgebung unwohl. Da das einsame Haus der beiden nahe der Fundstelle der Toten liegt, erfolgt seitens Roland und dessen Kollegin Florence eine Befragung, bei der diese sich auf den Swingerclub berufen. Florence sagt ihrem Chef aber direkt danach, es wäre gelogen gewesen, da sie selbst zu fraglicher Zeit sich als Gast im Swingerclub aufgehalten habe und die beiden nicht dort gewesen wären. Roland ist überrascht, über die sexuellen Vorlieben seiner Kollegin Dinge zu erfahren, die er nie habe wissen wollen.

Die Polizei entsendet Sonderermittler kurz vor Weihnachten, welche sich der Sache annehmen sollen. Diese werden aber auf dem Weg zum Tatort an einer Tankstelle von einem jungen Mann mit Irokesenschnitt abgepasst. Er erschießt sie, nimmt ihre Polizeiausweise an sich und stellt sich selbst als der angekündigte Sonderermittler vor. Er ist unterwegs im Auftrag der Verbrecherbande, um deren Geld und Drogen es hier geht. Roland allerdings wimmelt ihn ab, es wäre der 24. Dezember, alle wollten zu ihren Familien und er möge doch morgen wieder kommen.

Michel bekommt kalte Füße und beichtet alles dem Dorfpfarrer. Dieser bietet sich an, das Geld sicher zu verwahren. Michel händigt es ihm ohne das Wissen von Cathy aus. Roland ahnt mittlerweile, dass Michel mehr wissen muss, und stellt ihn zur Rede, woraufhin Michel ihm die Wahrheit gesteht. Er weist ihn an, morgen auf die Wache zu kommen, um eine offizielle Aussage zu machen, lässt ihn aber die Nacht zum 25. Dezember als „letzte Nacht in Freiheit“ im Kreise seiner Familie verbringen. Michel lässt ihn ebenso wissen, dass sich das Geld beim Pfarrer befindet und alle suchen ihn gemeinsam auf. Roland verlangt die Herausgabe des Geldes, der Pfarrer zeigt es ihm, dabei fällt auf, dass es deutlich weniger ist. Der Pfarrer meint, er habe nicht anders können, er habe allen Bedürftigen seiner Gemeinde ein wenig davon ausgehändigt. Den Rest gibt er in der Originaltasche Roland, der sie auf die Wache bringt. Dabei wird er von „Irokesen“ beobachtet, welcher die Tasche erkennt und nun weiß, wo er zu suchen hat. Er führt ein Gespräch mit seinem großen Boss in Mexiko und lässt ihn wissen, alles unter Kontrolle zu haben und bald „Ergebnisse“ zu liefern.

Als der „Irokese“ in die Wache eindringt, will er Roland erschießen, um das Geld an sich zu nehmen. Florence kommt ihm aber zuvor und erschießt ihn selbst und rettet Roland so sein Leben. Dieser sendet nun Michel eine Nachricht und meint, er möge doch nicht morgen alles gestehen, er möge zu Hause bleiben, er würde es schon „irgendwie regeln“.

Eine nette Kommissarin der Polizei kommt nun, nimmt den ganzen Fall auf, erkennt hinter den Kulissen die Verwicklungen der Leute im Dorf und auch, dass sie durch Roland gedeckt werden. Da sie aber ahnt, dass diese in die Angelegenheit hineingeschlittert sind, lässt sie Gnade vor Recht ergehen. Roland „schenkt“ ihr dann noch eine großzügige Summe aus dem erbeuteten Geld „für private Notfälle“. Sie nimmt dankend an, warnt ihn aber, dass in solchen Fällen mit dem „Besuch“ von weiteren Gangstern zu rechnen sei und er möge sich vorsehen.

Am Silvesterabend erscheint überraschend der Chef aus Mexiko bei Michel und Cathy. Er lässt sie wissen, dass sie sein Geld hätten. Er würde es nicht persönlich nehmen, aber unter all den Toten wären auch sein Bruder und dies würde er sehr persönlich nehmen. Er foltert Michel und Cathy lockt ihn in letzter Not raus in den Wald, indem sie behauptet, dort wäre das gesuchte Geld. Mit Hilfe der Waldwerkzeuge kann sie seinen Beschützer ausschalten, ihn allerdings nicht. Nun tritt aber junge Sohn „Doudou“ von Michel und Cathy auf, welcher mit dem Traktor der Waldarbeiter den Boss überfährt und ihn über den Abhang schiebt.

Im Abspann erscheinen die Worte „manchmal gewinnt die Ameise gegen den Wal“ (im französischen Original: c’est parfois la fourmi qui mange la baleine), und man sieht, wie hungrige Schweine die beiden zuletzt Leichen „verschwinden“ lassen.

Synchronisation Die deutsche Synchronisation übernahm die TaunusFilm Synchron GmbH. Das Dialogbuch schrieb Beate Klöckner, die auch Dialogregie führte.

Rolle Darsteller Synchronsprecher Michel Franck Dubosc Bernd Vollbrecht Cathy Laure Calamy Anna Grisebach Anne-Marie Tania Garbarski Traudel Sperber Blanche Bodin Kim Higelin Clara Drews Bürgermeister Roland Bodin Benoît Poelvoorde Hanns-Jörg Krumpholz Florence Joséphine de Meaux Manja Doering Jean-Pierre Christophe Canard Sven Fechner L’Iroquois Louka Meliava Florian Clyde M. Vadé Jean-Louis Loca Carlos Lobo Mathieu Colbeau Benôit Tachoires Gerrit Hamann Polizeikommissarin Anne Le Ny Susanne von Medvey Sabine Emmanuelle Devos Maud Ackermann Samy Mehdi Meskar Nicolás Artajo Stéphanie Gautier Anne-Lise Heimburger Sarah Riedel

Produktion mini|Die Cascade de la Billaude Szenenbild: Sébastian Birchler Kostüme: Isabelle Mathieu Ton: Antoine Deflandre, Alexandre Fleurant und Fabien Devillers Vertrieb: Gaumont (France), Athena Films (Belgique), JMH Distributions (Suisse), TVA Films (Québec) Erscheinungsdatum: Frankreich: 10. November 2024; Kanada: 14. November 2024; Schweiz: 28. Januar 2025.

Der deutsche Kinostart war am 6. November 2025.

Gedreht wurde der Film Anfang Februar 2024 im hohen Jura, in den Orten Les Rousses, Bois d’Amont, Champagnole. Dubosc selbst wollte seinen Film an die Coen-Brüder (bekannt für ihre Western) anlehnen und suchte bewusst eine sehr ländliche Gegend mit den für solche Gebiete typischen Menschen und Charakteren für seine Handlung. Er meinte der Jura habe sich ihm quasi „aufgezwungen“.

Der französische Filmtitel lautet Un ours dans le Jura, auf Deutsch „Ein Bär im Juragebirge“; er bezieht sich auf die wiederholte Aussage im Film, dass es im Juragebirge eigentlich keine Bären gäbe.

Rezeption Dobrila Kontic vergab auf filmstarts.de drei von fünf Sternen. Der Film glänze mit einem stimmungsvoll düsteren Auftakt, lege dann aber den schwarzhumorigen Ton zugunsten einer zahmeren und festtagstauglicheren Lustigkeit ab. Dank der liebevoll-kauzigen Charaktere sei es dennoch ein amüsant-kurzweiliger Film im von Franck Dubosc gewohnt-warmherzigen Tonfall.

Oliver Armknecht bewertete die Produktion auf film-rezensionen.de mit sieben von zehn Punkten. Diese werde zwar nicht ganz so böse, wie man sich das erhoffen durfte. Spaß mache die Komödie aber, auch dank des tollen Settings und eines spielfreudigen Ensembles.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Französischer Film Kategorie:Filmtitel 2024 Kategorie:Schwarze Komödie Kategorie:Kriminalfilm Kategorie:Jura (Gebirge)