mini|hochkant|Wappen derer von Loën im Wappenbuch des Westfälischen Adels Loën (auch Loen o. ä.) ist der Name eines aus der Grafschaft Mark stammenden westfälischen Adelsgeschlechts.

Die Familie ist zu unterscheiden von den Edelherren von Lohn und dem niederländisch-westfälischen Adelsgeschlecht Loën.

Geschichte Das Geschlecht hatte seinen namensgebenden Stammsitz in Iserlohn.Spießen (1901–1903), S. 83. Darüber hinaus hatte die Familie folgenden Besitz Westfalen und am Niederrhein: Ahr (ehemals Kreis Uckerath), Borg Enschede (Nije Borch),Nach der Burg wurde in Enschede die Straße Van Loenshof benannt.Het Loenshof van de familie Roessingh (1856-1912) (niederländisch) auf derkjordaan.com, abgerufen am 15. Januar 2025. Schloss Herzford bei Lingen, Hüls (alle drei urkundlich 1650), Lohn (Soest), Burgmannlehen zu Menden (1556–1615), Olpe (Eslohe) (1644), Rath (1712), Burgmannlehen zu Burg Rüthen (1240–1512), Schweppenburg, Uffeln (heute Ostuffeln) bei Werl (1600–1702).Ledebur (1856), S. 46.

Erstmals tritt das Geschlecht mit Henrich de Lon, Miles, Nobilis Vir im Jahr 1220 auf. Zum Geschlecht gehörten ferner ein Godescalcus de Lon, 1295 Burgmann zu Rüthen, ein Gert von Lon (1316), ein Hermann von Lon (1320) sowie die 1371 erscheinenden Brüder Hermann und Johann von Loen, die 40 Morgen zu Hiddingchusen als Lehen erhielten. Weitere Familienmitglieder waren Bele von Loen (1373) und Godefrid/Göddert von Lon, 1466–1470 Burgmann zu Rüthen, Angela von Holzhausen, seine Frau. 1506 wurden Goddert Wrede und Gert von Loin, Bürgermeister von Rüthen, als Gefangene nach Soest gebracht, aber sofort freigelassen. 1581 erscheint Johann von Loen als kürzlich verstorbener Bürgermeister von Rüthen. Helmich von Lohen war 1581–1590 Bürgermeister von Rüthen, Tonnis von Loen 1611. 1628 erscheint Hunold von Loen, 1668 Johann, Hunold und Caspar von Loen, Erben der Familie von Bruerdinghausen.Fahne (1858), S. 284.

Der Burgmannsitz zu Menden kam durch die Heirat der Erbtochter Gertrud von Thulen zu Wicheln mit Johann von Loen Mitte des 16. Jahrhunderts in die Familie. Ein Sohn der Eheleute, Caspar von Loen, heiratete Margarethe von Scheven, wodurch Burg Enschede als Erbe an die Familie fiel.Fahne (1858), S. 285.

Stammfolge Die Frühe Stammfolge stellt sich wie folgt dar:

Stammfolge der Nachkommen des Johan von Loen aus seinen Ehen mit N. von Grafen und Gertrud von Thülen:

Stammfolge der Nachkommen von Christoph von Loen und Catharina von Benditt:

Persönlichkeiten Johann Bernhard von Loen (1700–1766), preußischer Generalmajor, Chef des Infanterieregiments S 56 und Ritter des Pour le Mérite sowie Erbherr von Gotterwick bei Wesel

Wappen Blasonierung des Stammwappens: In Gold ein springendes schwarzen Einhorn. Auf dem schwarz-golden bewulsteten Helm mit schwarz-goldenen Helmdecken das Einhorn wachsend zwischen zwei goldenen Flügeln. Blasonierung des vermehrten Wappens: Geviert. Felder 1 und 4 in Schwarz drei goldene Sparren übereinander; Felder 2 und 3 das Stammwappen. Auf dem schwarz-golden bewulsteten Helm mit schwarz-goldenen Decken das Einhorn wachsend.Siebmacher (1806), Tfl. 25.

Literatur Anton Fahne: Geschichte der Westphälischen Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preußen, Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien, Heberle, Köln 1858, S. 284 f. (mit Stammfolge) (Google Bücher). Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 5: Kalb–Loewenthal, Leipzig 1864, S. 611 (Google Bücher). Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2: L–S, Berlin 1856, S. 48 (digitale-sammlungen.de). Herbert M. Schleicher: Die genealogisch-heraldische Sammlung des Kanonikus Joh. Gabriel von der Ketten in Köln, Band III (I–Mo) (= Veröffentlichungen der Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde, Neue Folge Nr. 27), Köln 1985, S. 451–455. Johann Siebmacher: Johann Siebmachers allgemeines großes und vollständiges Wappenbuch, 12tes Supplement, Nürnberg 1806, Tfl. 25 (uni-goettingen.de). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 83 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 202 (uni-duesseldorf.de). Johann Dietrich von Steinen: Westphälische Geschichte mit vielen Kupfern, 1ster Teil. Meyer, Lemgo 1755, S. 1001–1008 (Google Bücher).

Einzelnachweise

Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht