Mittelpöllitz (oberfränkisch: MiddlbölledsE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach. S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „middlbölleds“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Marktschorgast im Landkreis Kulmbach (Regierungsbezirk Oberfranken, Bayern). Mittelpöllitz liegt in der Gemarkung Pulst.

Lage Der Weiler liegt am Laubenbach, einem rechten Zufluss des Weißen Mains. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße KU 1 (0,3 km nordwestlich) bzw. nach Unterpöllitz (0,2 km südwestlich).

Geschichte Der Ort wurde 1317 als „Bolenz“ erstmals urkundlich erwähnt. Dem Ortsnamen liegt das slawische Wort „polje“ zugrunde, das Feld bedeutet. 1348 erscheint die Form „Politz“, 1663 ist erstmals von einem „Mitlern Pölnitz“ die Rede.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 128f.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Mittelpöllitz aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Marktschorgast aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Berneck. Das brandenburg-bayreuthische Stiftskastenamt Himmelkron war Grundherr des Hofes.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Mittelpöllitz dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Marktschorgast und der 1812 gebildeten Ruralgemeinde Pöllitz zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde diese nach Ziegenburg eingemeindet.R. Barth: Kulmbach, S. 777f. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Mittelpöllitz am 1. April 1971 im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Marktschorgast eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1809 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 36 32 34 59 26 26 26 27 19 15 10HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 8 3 4 3 4 3 3Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis. S. 727.

Religion Mittelpöllitz ist seit der Reformation gemischt konfessionell. Die Protestanten sind bis heute nach St. Johannis (Wirsberg) gepfarrt, die Katholiken sind nach St. Jakobus der Ältere (Marktschorgast) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Marktschorgast) Kategorie:Weiler im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1317 Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft