Die Bahnstrecke Székesfehérvár–Celldömölk ist eine elektrifizierte und überwiegend eingleisige Hauptbahn in Westungarn, die durch die Komitate Fejér, Veszprém und Vas führt.
Geschichte mini|links|Empfangsgebäude des Bahnhofes Székesfehérvár, Haupteingang (2022) Im Rahmen des Projekts für die Eisenbahnverbindung zwischen der Donau und der Mur wurde die Strecke von der Hauptstadt Budapest aus hinzugefügt. Hierzu verhandelte das ungarische Kommunikationsministerium mit zwei Bankhäusern. Im Dezember 1868 schloss das Ministerium den Konzessionsvertrag mit der Ungarischen Westbahn () ab, der im Gesetzartikel V vom Jahr 1869 geregelt wurde.J. Gonda: 1898, S. 395
Der erste Abschnitt der Bahnstrecke wurde am 9. August 1872 zwischen Székesfehérvár und Veszprém durch die Westbahn eröffnet, am 3. Oktober des gleichen Jahres die restliche Strecke bis zum Bahnhof Kis-Cell (ab 1903 Celldömölk). Dort bestand Anschluss an die bereits 1871 eröffnete Strecke von Győr, welche 1883 bis Graz verlängert wurde.
1889 wurde die Strecke verstaatlicht. Die Inbetriebnahme der Elektrifizierung erfolgte abschnittsweise zwischen 1997 und 2000. Das 150-jährige Streckenjubiläum im Jahr 2022 wurde durch die ungarische Staatsbahn MÁV mit mehreren Festveranstaltungen entlang der Strecke gewürdigt.
Streckenbeschreibung Die Strecke verläuft in Ost-West-Richtung von Székesfehérvár über Veszprém nach Celldömölk. Zwischen Csór-Nádasdladány und Ajka besitzt sie dabei eine recht bogenreiche Streckenführung. Die Streckenhöchstgeschwindigkeit beträgt zwischen 80 km/h und 100 km/h. Die gesamte Strecke ist mit dem Zugbeeinflussungssystem EVM ausgestattet; nur auf dem letzten Abschnitt zwischen Boba und Celldömölk ist sie zudem seit den 1980er Jahren zweigleisig ausgebaut. Als einziger Bahnhof der Strecke besitzt Hajmáskér noch Formhauptsignale.
Betrieb mini|links|Reisezug mit V43 bei der Einfahrt in den Bahnhof Hajmáskér (2023) Auf der Strecke verkehren stündlich die InterCity-Linien Bakony und Göcsej, die abwechselnd von Budapest nach Szombathely und Zalaegerszeg fahren; außerdem das Zugpaar Citadella Budapest–Ljubljana. Die InterCitys halten dabei an den meisten Unterwegsbahnhöfen. Kleinere Stationen werden nur in den Hauptverkehrszeiten durch zusätzliche Eilzüge bedient, teilweise jedoch ebenfalls mit Durchbindung von Budapest. Zudem verkehren auf einigen Abschnitten vereinzelte Personenzüge. Zum Einsatz kommen dabei an allen Zuggattungen ausschließlich Elektrolokomotiven der Reihe V43.
Im Sommerfahrplan 1943 verkehrten nur zwei Zugpaare auf der Gesamtstrecke, drei weitere verkehrten nur zwischen Székesfehérvár und Veszprém sowie eines zwischen Veszprém und Celldömölk. Hinzu kamen noch drei Zugpaare von Veszprém nach Hajmáskér und weiter nach Dombóvár.
Literatur
Weblinks
Fahrplan der Kursbuchstrecke 20 Székesfehérvár–Szombathely (gültig ab 10. Dezember 2024; PDF; 177 kB) Bilder der Betriebsstellen auf vasutallomasok.hu
Einzelnachweise
Kategorie:Bahnstrecke in Ungarn Bahnstrecke SzekesfehervarCelldomolk Bahnstrecke SzekesfehervarCelldomolk Bahnstrecke SzekesfehervarCelldomolk Bahnstrecke SzekesfehervarCelldomolk Bahnstrecke SzekesfehervarCelldomolk Bahnstrecke SzekesfehervarCelldomolk