Johannes Baumgärtner (* 1. August 1948 in Aue) ist ein deutscher Bildhauer und Medailleur und war Hochschullehrer.
Leben und Werk Baumgärtner absolvierte von 1965 bis 1967 eine Lehre als Tischler. Er studierte dann bis 1970 Holzgestaltung an der Fachschule für Angewandte Kunst Schneeberg und bis 1975 Plastik bei Gerhard Lichtenfeld an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein. Von 1975 bis 1977 hatte er dort eine Aspirantur. Bis 1983 war er im Grundlagenstudium Assistent und bis 1987 Oberassistent. 1976 wurde Baumgärtner mit dem Gustav-Weidanz-Preis für Plastik geehrt.
Von 1993 bis zum Ausscheiden aus dem aktiven Hochschuldienst 2014 hatte er an der Burg eine Professur für Bildnerische Grundlagen/Plastik. Von 2002 bis 2010 war er Prodekan des Fachbereichs Kunst.
Baumgärtner wohnt in der Wassermühle Müllerdorf in Zappendorf-Müllerdorf und arbeitet freischaffend als Bildhauer und in der Nachfolge von Gustav Weidanz als Medaillen-, Plaketten- und Münzgestalter.
Mitgliedschaften
bis 1990: Verband Bildender Künstler der DDR ab 1990: Berufsverband Bildender Künstler Sachsen-Anhalt e. V.
Werkbeispiele
Plastiken
Fünf Fassadenfiguren am Ratshof Halle (1976/1977; Repliken der 1928/1929 von Gustav Weidanz geschaffenen und im Zweiten Weltkrieg zerstörten Plastiken; Höhe 2,20 m) Torso (1974, Gips)Abbildung in Bildende Kunst, Berlin, 4/1979, S, 178 Christoph (1975, Porträtbüste, Bronze; auf der VIII. Kunstausstellung der DDR)Abbildung in Bildende Kunst, Berlin, 9/1977, S. 451 Christina (1978, Porträtbüste, Bronze; auf der IX. Kunstausstellung der DDR)
Medaillen
500 Jahre Grundsteinlegung der Moritzburg Halle (1984, Bronze; auf der X. Kunstausstellung der DDR) 100 Jahre Staatliche Galerie Moritzburg Halle (1985; Bronze; auf der X. Kunstausstellung der DDR) Dank der Burg Giebichenstein für Willi Sitte (1986; Bronze; auf der X. Kunstausstellung der DDR)Abbildung in: Angela Dolgner (Hrsg.): Burg Giebichenstein. Die hallesche Kunstschule von den Anfängen bis zur Gegenwart. Halle/Saale, 1993, S. 318 Max Reger (1987; Bronze; auf der X. Kunstausstellung der DDR) Schloss Friedenstein (1992, Kupfer, geprägt)
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen
1976/1977: Halle 1980: Ahrenshoop 1983: Schneeberg 1984: Halle-Neustadt 1984: Johanngeorgenstadt
Teilnahme an Gruppenausstellungen
1976: Berlin, Ausstellungszentrum am Fernsehturm, und Rostock, Kunsthalle Rostock („Junge Künstler der DDR“) 1977 bis 1988: Dresden, VIII. bis X. Kunstausstellung der DDR 1978 und 1980: Frankfurt („Junge Künstler der DDR“) 1979: Halle, Bezirkskunstausstellung 1979: Halle, Ausstellungshallen auf der Peißnitz („Bildende und angewandte Kunst im Bezirk Halle“) 1979/1980: Dresden, Albertinum („Junge Bildhauerkunst der DDR“) 1986: Bad Kösen, Kunsthalle („Gerhard Lichtenfeld und Schüler. Plastik und Zeichnungen“) 1987: Dresden, Galerie Rähnitzgasse („Wirklichkeit und Bildhauerzeichnung“) 1989: Halle, Galerie Marktschlösschen, Staatliche Galerie Moritzburg und Galerie Roter Turm („Bildhauer aus Halle: Marianne Traub, Bernd Göbel, Klaus Messerschmidt, Wolfgang Dreysse, Johannes Baumgärtner, Christoph Reichenbach“) 1993: Halle, Staatliche Galerie Moritzburg, und Karlsruhe, Badisches Landesmuseum („Burg Giebichenstein. Die hallesche Kunstschule von den Anfängen bis zur Gegenwart“)
Literatur
Saur. Allgemeines Künstlerlexikon. Band 7, 1993, S. 603
Weblinks
Kurzbiografie und Foto von Johannes Baumgärtner auf der Website der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (DDR) Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Medailleur Kategorie:Hochschullehrer (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1948 Kategorie:Mann