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In der Liste der Kulturdenkmale in Mühlacker sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Mühlacker im Enzkreis in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende

Kulturdenkmale nach Ortsteilen

Enzberg

Großglattbach

Lienzingen Lienzingen befindet sich auf einem flachen Rücken im spitzen Winkel zwischen dem Scherbentalbach und der Schmie am südwestlichen Rand des Strom- und Heuchelberges. Der 766 erstmals erwähnte Ort dürfte spätestens in der frühen Merowingerzeit entstanden sein. Bis um 1110 war der Ort über das Kloster Lorsch und die Kraichgaugrafen an das Kloster Sinsheim gelangt. Im Verlauf des 14. hatte das das Kloster Maulbronn durch Aufkäufe die gesamte Dorfherrschaft zu errungen. Seit dem das Kloster 1504 seine Eigenständigkeit verloren hatte, war die Lienzingen in Württembergischer Hand. Seit 1806 zum Oberamt Maulbronn gehörig wurde der Ort 1938 dem Landkreis Vaihingen zugeschlagen. Mit seinem ovalen und scharfen Umriss präsentiert sich Lienzingen als geschlossenes Haufendorf mit einer rechtwinklig abkickenden, alten Verbindungsstraße als Leitlinie. Der fast quadratische Bereich nordöstlich der 1186 erstmals belegten Kirche wird als hochmittelalterlicher Siedlungskern gesehen. Um das 13./14. Jahrhundert, wohl unter Leitung des Klosters Maulbronn, wurde der Ort erweitert und ein Befestigungssystem mit drei Toren und Dorfgraben angelegt. Obwohl 1692 31 Häuser abgebrannt waren, konnte der Ort sein Marktrecht bis ins 18. Jahrhundert behaupten. Um den noch heute von der Landwirtschaft geprägten Ort waren erst nach 1945 einige vom Altort ab gesetzte Neubaugebiete entstanden. Der ins Tal gut eingebettete Ort besitzt eine weitgehend erhaltene Ortsumgrenzung mit Gräben und Etterwegen. Überliefert sind zudem die Kleingartenareale jenseits und die Scheunenreihen diesseits des Grabens als Übergangszonen. Im Innern bestimmen geradlinige und spätestens beim Ausbau zum Marktort angelegte Straßen den Grundriss, zu denen sich die meist zweigeschossigen Fachwerkhäuser dicht und giebelständig ausrichten. Außergewöhnlich hoch ist die Anzahl der noch aus der Zeit vor 1600 stammenden Anwesen, die oft in ihrem hohen Sockelgeschoß einen durch Rundbogen-Kellertore erschlossenen Gewölbekeller besitzen und ein lebhaftes Straßenbild durch ihr Zierfachwerk mit den zahlreichen Vorstößen erzeugen. Ansonsten dominieren Anwesen des 18. Jahrhunderts mit profilierten Schwellen und gelegentlichen Klebdächern. Auffällig regelhaft ist Anlage der Zwei- und Dreiseithöfe im mittelalterlichen Erweiterungsgebiet. Beherrscht wird das Ortsbild von dem gedrungenen Turm der St. Peters-Kirche, die innerhalb einer nach 1692 teilweise wieder aufgebauten Kirchburganlage steht. Lienzingen gehört mit seinen ungewöhnlich alten Höfen und der Kirchenburg mit Gaden und Wehrmauer zu den am besten erhaltenen Orten im Enzkreis.

Lomersheim

Mühlacker

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