Marie Smolka (* 1984Wilhelm Kosch (Hrsg.): Deutsches Theater-Lexikon. Nachtragsband 6. Schae – Sr. Seite 365. De Gruyter, Berlin [u. a.] November 2017. ISBN 978-3-11-044283-0 (abgerufen über De Gruyter Online). in Ostrava) ist eine tschechische Opern- und Konzertsängerin (Sopran).

Leben Marie Smolka begann ihre musikalische Ausbildung mit dem Klavierspiel.Kerstin Joost-Schäfer: Ein Musik-Erlebnis führte zur Berufung. In: Saarbrücker Zeitung vom 17. Oktober 2019. Abgerufen am 4. Januar 2025 Sie kam als Kind nach Deutschland, wo sie anfangs mehrere Monate in einem Auffanglager lebte und sehr schnell Deutsch lernte. Die Familie ließ sich anschließend in Darmstadt nieder.MARIE SMOLKA. Biografie. Abgerufen am 4. Januar 2025. Sie besuchte das Justus-Liebig-Gymnasium, sang dort im Schulchor und von 1999 bis 2003 im Extra-Chor des Hessischen Staatstheaters Darmstadt. Nach ihrem Abitur studierte sie zunächst Pharmakologie, entschied sich dann jedoch für eine künstlerische Laufbahn und begann zum Wintersemester 2003/04Marie Smolka Vita. Konzertprogramm (2008) ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, wo Hedwig Fassbender und Rudolf Piernay ihre Lehrer waren. Meisterklassen absolvierte sie bei Helen Donath, Klesie Kelly-Moog und Ingeborg Danz. Während ihres Studiums war sie bereits Gast an der Oper Frankfurt, am Staatstheater Darmstadt, am Stadttheater Gießen, am Theater Vorpommern und am Theater Heidelberg.

Von 2010 bis 2013 war Marie Smolka fest am Landestheater Coburg engagiert, wo sie Partien wie Norina in Don Pasquale, Ännchen in Der Freischütz und Zerlina in Don Giovanni sang.Marie Smolka. Vita. Offizielle Internetpräsenz des 18. Festival Primeurs. Abgerufen am 4. Januar 2025. Anschließend war sie freischaffend tätig und gastierte u. a. an der Staatsoper Berlin, an der Staatsoper Hannover, am Staatstheater Cottbus, am Opernhaus Dortmund, am Landestheater Linz und am Teatro Massimo in Palermo.Marie Smolka. Vita. Offizielle Internetpräsenz Hamburgische Staatsoper. Abgerufen am 4. Januar 2025.

In der Spielzeit 2013/14 sang sie am Stadttheater Klagenfurt die Komtesse Stasi in der Operette Die Csárdásfürstin in einer Inszenierung von Tobias Kratzer.Die Csárdásfürstin. Produktionsdetails und Besetzung. Abgerufen am 4. Januar 2025. In der Spielzeit 2014/15 folgte dort die Ottilie in Ralph Benatzkys Singspiel Im weißen Rößl.Im weißen Rößl. Produktionsdetails und Besetzung. Abgerufen am 4. Januar 2025.

Ab der Spielzeit 2018/19 war sie am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken engagiert, wo sie u. a. als Musetta in der Wiederaufnahme von La Bohème, als Susanna in Die Hochzeit des Figaro und als Valencienne in Die lustige Witwe auftrat.

Anschließend war sie von 2021 bis 2023 für zwei Spielzeiten am Theater Bremen verpflichtet. Sie debütierte dort als Nedda in Der Bajazzo, wo sie „mit ihrer silbrigen, sehr kultiviert geführten Stimme gefiel“,M. Wilks: BREMEN: I Pagliacci. Aufführungskritik. In: Opernglas. Ausgabe Nr. 12 / Dezember 2023. Seite 37/38. und war dort auch als Pamina (Die Zauberflöte) sowie als Poppea (L’incoronazione di Poppea) zu hören.Neu am Theater: Marie Smolka. In: Weserkurier vom 22. September 2021. Abgerufen am 4. Januar 2025Neu im Ensemble #7: Marie Smolka. Interview. Offizielle Internetpräsenz Theater Bremen. Abgerufen am 4. Januar 2025.Wo sich Amor in Bremen den Strick nimmt. Aufführungskritik. In: Weserkurier vom 19. Juni 2023. Abgerufen am 8. Januar 2025.Poppea-Material. Aufführungskritik. In: Die Deutsche Bühne vom 19. Juni 2023. Abgerufen am 4. Januar 2025. Von der Zeitschrift Opernwelt wurde sie für ihre Interpretation der Nedda als „Nachwuchskünstlerin des Jahres 2022“ nominiert.Marie Smolka. Vita. Offizielle Internetpräsenz des St. Wenceslas Music Festival. Abgerufen am 4. Januar 2025.

In der Spielzeit 2022/23 debütierte sie als Traviata in Marina Abramovićs 7 Deaths of Maria Callas am Koninklijkjes Theater in Amsterdam.

Seit der Spielzeit 2023/24 ist Marie Smolka festes Ensemblemitglied am Tiroler Landestheater in Innsbruck, wo sie bisher als Contessa in Die Hochzeit des Figaro, als Mimì in La Bohème (an der Seite von Attilio Glaser und Ilker Arcayürek) und als Simplicius Simplicissimus auftrat.Le nozze di Figaro. Produktionsdetails und Besetzung. Abgerufen am 4. Januar 2025.La Bohème. Produktionsdetails und Besetzung. Abgerufen am 4. Januar 2025.Des Simplicius Simplicissimus Jugend. Produktionsdetails und Besetzung. Abgerufen am 4. Januar 2025.Le nozze di Figaro. Aufführungskritik. Abgerufen am 4. Januar 2025.La Bohème. Aufführungskritik. Abgerufen am 4. Januar 2025. Die Zeitschrift Opernwelt bewertete Smolkas Interpretation des Simplicius als „Glücksfall“ und hob neben der gesanglichen Leistung ausdrücklich auch ihre schauspielerische Begabung hervor.Jürgen Otten: «Ich möchte berührt werden». In: Opernwelt, Ausgabe August 2024, Seit 68/69. In der Kritikerumfrage des Opernwelt-Jahrbuchs 2024 wurde Smolka außerdem als „Sängerin des Jahres“ nominiert.Marie Smolka. Vita. Offizielle Internetpräsenz Staatstheater Darmstadt. Abgerufen am 4. Januar 2025.

Im November 2024 gab Smolka mit der Figaro-Contessa ihr Hausdebüt an der Komischen Oper Berlin.Le nozze di Figaro. Besetzungsliste. Abgerufen am 8. Januar 2025. Im März 2025 folgte am Landestheater Innsbruck ihr Rollendebüt als Tatjana in Eugen Onegin.Eugen Onegin. Produktionsdetails und Besetzung. Abgerufen am 4. Januar 2025.INNSBRUCK/ Tiroler Landestheater: EUGEN ONEGIN – prachtvolle Ensembleleistung! Premiere. Aufführungskritik. Online Merker vom 24. März 2025. Abgerufen am 14. Juni 2025.

Marie Smolka arbeitete u. a. mit den Dirigenten und Dirigentinnen Marc Albrecht, Cornelius Meister, Constantin Trinks, Joana Mallwitz und Yoel Gamzou zusammen. Mehrfach konzertierte sie gemeinsam mit der Kammerakademie Potsdam. Sie gastierte u. a. beim Rheingau-Musik-Festival, beim Festival „Les voyages d’Orphée“ in Sarrebourg/Genf und beim Internationalen Barockfestival in Danzig, wo sie mit dem Goldberg Baroque Ensemble Werke von Du Grain, Johann Gottlieb Goldberg und Meder auf CD aufnahm.

Marie Smolka lebt in Berlin und Innsbruck.

Repertoire (Auswahl)

Literatur Wilhelm Kosch (Hrsg.): Deutsches Theater-Lexikon. Nachtragsband 6. Schae – Sr. Seite 365. De Gruyter, Berlin [u. a.] November 2017. ISBN 978-3-11-044283-0 (abgerufen über De Gruyter Online). Jürgen Otten: «Ich möchte berührt werden». In: Opernwelt, Ausgabe August 2024, Seite 68/69.

Weblinks

Marie Smolka – Internetpräsenz

Einzelnachweise

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