Die Sickinger Würfel sind die Reste eines römischen Grabmals in der Kleinstadt Landstuhl. Sie stehen unter Denkmalschutz.

Lage Die Würfel beziehungsweise Steine des Grabmals befinden sich am westlichen Rand der Straße Am alten Markt im Stadtpark. Unmittelbar westlich verläuft die Ludwigstraße; auf der gegenüberliegenden Seite steht die Villa Benzino.

Beschaffenheit Die Sickinger Würfel sind aufeinandergesetzte Rotsandsteinblöcke eines Grabmals aus der Zeit der Römer. Die nur noch schwer erkennbaren Reliefbilder auf den Steinen stellen zwei Soldaten in Kampfstellung mit vorgesetztem Bein und erhobenem Arm dar. Die Inschrift im obersten Stein wurde 1905 entschlüsselt und so gut wie möglich übersetzt. Demnach ist das Denkmal einem römischen Soldaten namens Titus gewidmet. Vor den drei aufeinandergestapelten Steinen liegt ein vierter. Er ist oben ausgehöhlt wie die Aschenkisten in römischen Brandgräbern; der Deckel fehlt jedoch.

Geschichte Das Grabmal wurde um 1800 rund 25 Meter nördlich der örtlichen Kaiserstraße entdeckt. Der Besitzer des Grundstücks ließ die Steine 1864 entfernen und verlegte sie zunächst unmittelbar an die Kaiserstraße. Da in den folgenden Jahrzehnten vorbeifahrende Fuhrwerke das Fundament beschädigten, auf dem die Steine lagen, wurden die Fundstücke 1902 an dem gegenwärtigen Standort aufgestellt.Römisches Grabmal „Sickinger Würfel“ in Landstuhl

In der Folge entstand die Sage, der mit der Stadt verbundene Franz von Sickingen habe die Sandsteine von der Burg Nanstein auf den alten Markt geworfen.Erste historisch-kulinarische Stadtführung in LandstuhlSickingens Würfel – eine Sage um Franz von Sickingen

Literatur Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Kaiserslautern (PDF; 5,6 MB). Mainz 2023.

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Einzelnachweise

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