Sebastian Windprecht, Übername der blinde Basti (* 1767 in Augsburg; † 28. Juni 1837 ebenda), war ein Antiquar.

Leben Sebastian Windprecht war der Sohn eines Webers und nach seiner Geburt erblindet. Er besuchte dennoch die Schule und erlernte das Weberhandwerk, daneben fertigte er kunstvolle Papparbeiten. 1794 begründete er im Weberhaus ein Antiquariat, das er trotz seiner Sehbehinderung mit großem Erfolg leitete. Seine Kunden erkannte er an ihrer Stimme. Er beherrschte mehrere Musikinstrumente und wirkte gelegentlich bei den Hofkonzerten von Fürstbischof Clemens Wenzeslaus von Sachsen mit. Zu seinen prominenten Kunden zählten unter anderen Hanibal della Ganga, der spätere Papst Leo XII., der englische Staatsmann Robert Peel und Giacomo Casanova. Nach seinem Tod führten seine zweite Ehefrau und der Sohn Joseph († 1892) das Antiquariat weiter, dieser zog 1855 in das Anwesen in der Annastraße.Stadtlexikon Augsburg wissner.com Der Neffe August Vetter (1862–1923) war neben dem Antiquariat als Privatgelehrter und Heimatforscher tätig.

Resümee Auszug aus der Allgemeinen Deutschen Biographie, von Ludwig von Hörmann (1898):

Literatur

Augsburger Rundschau. 1, 1918/1919, S. 509–511. Stadtanzeiger, Wochenbeilage der Augsburger Allgemeinen vom 20. Juni 1967.

Einzelnachweise

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