alternativtext=Bild einer Plauderbank in Oldenburg am Julius-Mosen-Platz|mini|Plauderbank in Oldenburg am Julius-Mosen-Platz Die Plauderbank (regional unterschiedlich auch Fillebank, Quassel-Bank, Ratschbankerl, Schwätzbänkle) ist ein soziales Projekt, um die Einsamkeit und soziale Isolation von Menschen durch ungezwungene Gespräche zu mindern. Das Konzept basiert auf speziell gekennzeichneten Parkbänken, die Menschen einladen, sich zu setzen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Geschichte Die Idee der Plauderbänke entstand, initiiert durch den Polizisten Ashley Jones, erstmals 2018 in England unter dem Namen „Chat Bench“. Das erste Exemplar wurde in Burnham-on-Sea aufgestellt. In London gibt es drei solcher Bänke; in England sind es Hunderte.Wie ein einfaches Schild ein Gespräch auslösen kann srf.ch

Das Konzept verbreitete sich schnell international, unter anderem in Europa und Amerika. Mittlerweile gibt es solche Bänke nicht nur in Großbritannien und in Deutschland, sondern auch in Polen,Poland’s first “happy to chat” bench opens to tackle loneliness after pandemic auf notesfreompoland.com, 23. September 2021 Spanien, den USA,I spent a week at a chat bench. Here’s what I learned. washingtonpost.com Kanada und Australien.

In Deutschland wurde die Idee an verschiedenen Orten umgesetzt, wie beispielsweise in Rostock,Plauderbänke laden Rostocker zum Verweilen ein ostsee-zeitung.de Landau,Regenbogen-Plauderbänke in Landau: Ort der Begegnung und Zeichen für Vielfalt swr.de Berlin11 Uhr auf der Plauderbank taz.de und anderen Städten. In Oldenburg gibt es Plauderbänke an verschiedenen Orten wie dem Eversten Holz, der Innenstadt und dem Schlossgarten. Die Initiative wird vom Unternehmertreff Oldenburg (UTO). getragen und von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann unterstützt.

Konzept und Funktionsweise Plauderbänke sind herkömmliche Parkbänke, die mit Schildern oder Markierungen versehen sind, um ihre spezielle Funktion zu kennzeichnen. Die Schilder enthalten meist Botschaften wie „Setz dich, sprich mit mir!“ oder ähnliche Aufforderungen, die zum Gespräch ermutigen sollen.

Um den Gesprächseinstieg zu erleichtern, werden an einigen Orten zusätzlich sogenannte „Deeper Connection Cards“ angeboten. Diese Karten enthalten Fragen oder Themenvorschläge, die zu offenen und ehrlichen Gesprächen anregen sollen.

Ziele Das Hauptziel des Projekts ist es, soziale Isolation zu reduzieren und spontane Gespräche zwischen Menschen zu fördern. Plauderbänke richten sich an alle Altersgruppen und sollen den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.

Kritik Anwohner kritisieren die markierten Bänke wegen der Kosten (pro angebrachtem Schild mit Pfosten in Wermelskirchen ca. 730 Euro) und dass ruhebedürftige Personen Hemmungen hätten, die Bänke nun zu nutzen.

Auszeichnungen

2024: Das Projekt Plauderbank der Freiwilligenagentur in Regensburg erhielt einen von 20 Preisen der Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern. 2026: Der Arbeiterwohlfahrt (AWO)-Kreisverband Nürnberg wurde im Januar mit dem Lotte-Lemke-Engagementpreis, einem seit 2019 vergebenen Preis des Bundesverbands der AWO, für das Projekt Plauderbank ausgezeichnet.

Weblinks

Rostocker Plauderbänke 'Happy to Chat' benches: The woman getting strangers to talk (Fernsehbeitrag der BBC, 19. Oktober 2019)

Einzelnachweise

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