Roland Helmus (* 1952 in Darmstadt) ist ein deutscher Maler und Zeichner.

Leben Roland Helmus wurde im Jahre 1952 in Darmstadt geboren. Von 1971 bis 1978 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Rudolf Hausner, Günther Cordes und Almir Mavignier. 1974 erfolgte ein Studienaufenthalt an der Akademie der Bildenden Künste in Wien in der Meisterklasse von Rudolf Hausner. Helmus besuchte in dieser Zeit auch Vorlesungen und zeichnerische Studien am Anatomischen Institut in Wien. Die künstlerischen Studien setzte er 1975 am Anatomischen Institut der Universitätsklinik Hamburg fort.Liebe; Dokumente aus unserer Zeit, Kunstverein Darmstadt, Darmstadt 1980, S. 100f. 1982 erschien eine Besprechung seiner Arbeiten in der Zeitschrift art – Das Kunstmagazin.Entdeckt: Roland Helmus, Art – Das Kunstmagazin, 02.1982, Verlag Gruner und Jahr, Hamburg.

Zwischen 1994 und 2014 war Helmus mehrfach Lehrbeauftragter bzw. Gastprofessor am Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Hamburg.Uwe Haupenthal: Roland Helmus, Orte und Echos. Verlag der Kunst, 2008. (pdf). Seine Arbeiten charakterisiert Inga Harenborg, Kuratorin der Stiftung Haus Kränholm, Bremen, mit den Worten Gegenständliches wird in Licht und Farbe aufgelöst und weiter Bei seiner Schichten-Malerei, geht es um das Licht. Es gibt durchscheinende Flächen.Imke Molkewehrum: Kunst für Entdecker. Weser Kurier, 25.11.2019. Der Kunsthistoriker Werner Hofmann beschreibt die Malerei von Roland Helmus 2013 wie folgt: Helmus spielt auf einer farbigen Skala, die sich schwer festlegen läßt, denn sie betont einmal die Geschlossenheit körperhafter Bezüge, zum anderen enthebt sie diese der materiellen Konsistenz (...) Er erfindet rissige doch kostbare Gewebe, die sich ent- oder verflechten. Dabei ist jedoch keine Stofflichkeit im Spiel. Wie überhaupt die Verdichtung der Farblagen als ein Prozeß anzusehen ist, der keine MATERIALITÄT anstrebt: Wir sehen Membrane, die vor Durchsichtigkeit vibrieren, zugleich aber die sprühenden, porösen Strukturen an einer Rauheit und Dinglichkeit teilnehmen lassen, die das Gegenteil von Glätte ist.

Ausstellungen (Auswahl) Nachfolgend findet sich eine Auswahl von Einzel- und Gruppenausstellungen, an welchen Helmus teilgenommen hat.Uwe Haupenthal: Roland Helmus, Orte und Echos. Verlag der Kunst, 2008. (pdf).

Einzelausstellungen 1984: Kunstverein Wolfenbüttel 1986: Galerie am Chamissoplatz, Berlinhttps://berlin.museum-digital.de/object/43414 1991: Galerie Lilian Andrée, Basel 1998: Galerie Bernhard Schindler, Bern 2002: Kunstverein Offenburg-Mittelbaden 2005: Kunstverein Lüneburg 2006: Museumsverbund Nordfriesland, Schloss vor Husum, Husum 2016: Kunstverein Husum / Ausstellung im Husumer Rathaushttps://www.kunstverein-husum.de/index.php?q=ausstellungen/rueckblick/ 2022: Galerie Ohnesorge, Bremen

Gruppenausstellungen 1977: 20 junge Hamburger, Kunsthaus Hamburg 1980/81: Liebe-Dokumente aus unserer Zeit, Kunstverein DarmstadtLiebe; Dokumente aus unserer Zeit, Kunstverein Darmstadt, Darmstadt 1980, S. 100. 1983: Studiengäste der Villa Massimo, Badischer Kunstverein, Karlsruhe 1990: Flucht - Problemkreis seit Menschengedenken, Kunsthalle Darmstadt 1994: Farbe im Quadrat, Kunsthaus Hamburg 1999: Intotwothousend, Vorpal Gallery, New York 2009: Papirial, Galerie der Kritiker, Prag 2020: Blau, Galerie Ohse, Bremen

Auszeichnungen 1977: Förderpreis der Erdwin-Amsinck-Stiftung, Hamburg 1979: Villa-Massimo-Preis (Rom) 1981/82: Stipendium (Rom)

Werke (Auswahl) 1975: Leichnam (Acryl/Öl/Holz) 1979: Schlafwandler (Acryl/Öl/Holz) 1985: Serie Bestandteile, (Öl/Leinwand) 1992: Serie Torso, (Ölkreide/Papier) 1996: Serie Kopfspiegel, (Öl/Leinwand) 2005: Serie Baum (Öl/Leinwand) 2016: Serie Limbus (Öl/Leinwand) 2019: Serie Tektonische Notizen (Farbstift/Papier) 2024: Serie Lontano (Öl/Leinwand)

Literatur (Auswahl) Uwe Haupenthal: Roland Helmus, Orte und Echos. Verlag der Kunst, 2008. (pdf) ISBN 978-3-86530-106-2 Roland Helmus: Roland Helmus Bilder 1979-89. Verlag Frankfurt/M. Galerie Gering-Kulenkampff, 1989 Ausstellungskatalog, Roland Helmus, Bodo Kraft. Kunsthalle Darmstadt, 14.03-25.04.1982.https://portal.dnb.de/opac/showFullRecord?currentResultId=betRef%3D118548964%26any&currentPosition=3 Schnittstelle Malerei, Katalog, Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg, 2001. ISBN 978-3-9807637-0-7 Roland Helmus - Malerei und Zeichnung, painting and drawing, Ausstellungskatalog, 2002. ISBN 978-3-00-008979-4 Lichte Wege: Malerei / Roland Helmus. Edition Galerie Ohse, 2017. ISBN 978-3-00-057010-0

Einzelnachweise

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