mini|Kloster Magdenau, 2023 Anna Schenk von Landegg (* vor 1460; † 26. Juli 1506 in Kloster Magdenau) war eine Schweizer Äbtissin aus dem sankt-gallischen Ministerialengeschlecht der Schenk von Landegg. Sie gilt als «umsichtige Klosterverwalterin», die Verwaltungsreformen weiterführte und einen «ansehnlichen» Konvent mit geordneter Verwaltung hinterliess.
Leben Anna Schenk von Landegg wurde am 27. Mai 1482 erstmals als Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters Magdenau in der Grafschaft Toggenburg erwähnt. Sie folgte Ursula Blarer.Magdenau/Äbtissinnen. In: zisterzienserlexikon.de. 23. September 2021. Sie liess ein Kopialbuch anlegen und trat regelmässig bei Lehenvergabungen des Klosters auf, da die Klostergüter verliehen wurden. Mit der Gemeinde Flawil bereinigte sie 1487 das Holznutzungsrecht in den Klosterwaldungen und liess 1490 die Wälder mit neuen Marken versehen. Die Rechte des Klosters musste die Äbtissin mehrfach vor Gericht verteidigen. Sie setzte sich für den Leutpriester der Kirche St. Verena sowie für die Kirche in Oberglatt ein.
Der Frühhumanist Albrecht von Bonstetten widmete ihr 1486 die deutsche Fassung der Legende der heiligen Ida von Toggenburg. Er hatte sie erfunden, um das Kloster Fischingen im Thurgau für Pilger attraktiver zu machen.Dominik Landwehr: Geburt einer Legende Im Blog des Schweizerischen Nationalmuseum vom 3. Dezember 2021; abgerufen am 7. Januar 2025.
Magdenauer Äbtissinnen aus der Familie Schenk von Landegg: Elisabeth Schenk von Landegg, 1464–1468 Verena Schenk von Landegg, 1468–1480 Anna Schenk von Landegg, 1482–1506 Afra Schenk von Landegg-Castel, 1532–1536
Einzelnachweise
Kategorie:Äbtissin Kategorie:Zisterzienserin Kategorie:Degersheim SG Kategorie:Person des Christentums (Kanton St. Gallen) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1506 Kategorie:Frau