Adolf Sylvius von Ohlen und Adlerscron (geb. 31. Juli 1727 in Boguslawitz bei Groß Wartenberg, Standesherrschaft Militsch; gest. 14. August 1800 in Baumgarten) war ein preußischer Landrat.Alexander Freiherr von Dachenhausen: Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1894. Jahrgang 19, Druck und Verlag von Friedrich Irrgang, Brünn / München Oktober 1894, S. 361.
Leben mini|130px|Wappen derer von Ohlen und Adlerskron Adolf Sylvius von Ohlen und Adlerscron war Angehöriger der schlesischen Adelsfamilie Ohlen und Adlerskron. Er war der Sohn von Joachim Sylvius Wilhelm von Ohlen und Adlerscron, seit 1727 Erbherr auf Boguslawitz, seit 1740 auch auf Nieder-Eisdorf, sowie zwischen 1742 und 1764 preußischer Forstkommissar. Die Mutter Eleonore Sophie (1702–1752), eine Tochter des Hans George von Dresky aus dem Hause Eisdorf, hatte er am 29. Oktober 1727 geheiratet.Bitte um Beihilfe: v. Dresky. In: L. Clericus: Der Deutsche Herold. Zeitschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie. VII. Jahrgang, Nr. 10./11, Hrsg.: Herold (Verein), Berlin November 1876, S. 126. Adolf Sylvius erhielt zunächst auf dem Gut Nieder-Eisdorf seines Vaters eine Ausbildung in Ökonomie, bevor er im Jahr 1754 das Gut Baumgarten erwarb. Während des Siebenjährigen Kriegs war er zeitweise in der Servicekommission sowie nachmalig in der Kriegs- und Domänenkammer zu Breslau tätig. Später amtierte er zunächst als Kreisdeputierter in Kreuzburg, bevor er sich im Februar 1771 um die Adjunktion auf das Landratsamt im Kreis Kreuzburg O.S. bewarb und es dabei nicht unterließ auf seine bestehende Armut hinzuweisen. Über das Gesuch unterrichtete Minister Karl Georg von Hoym am 13. März 1771 Friedrich II., der darauf am 17. März antwortete:
Adolf Sylvius von Ohlen und Adlerscron konnte die Stände dann offensichtlich von sich überzeugen, gewann die Wahl und wurde noch 1771 zum neuen Landrat des Kreis Kreuzburg O.S. ernannt. Er trat damit die Nachfolge von Sylvius Adolph von Kittlitz und Ottendorf an, der im Mai 1771 verstorben war. Das Amt als Landrat übte er bis zum Jahr 1800 aus, Nachfolger wurde Ernst Gottlieb von Taubadel.
Familie Adolf Sylvius von Ohlen und Adlerscron war seit März 1764 mit Elisabeth Charlotte Marie (1734–1811), einer Tochter des Hans Ernst von Seidlitz und Gohlau, verheiratet. (Abweichend davon ist auch der Name Marie Helene Charlotte (1740–1811), geb. von Seidlitz-Ludwigsdorf nachweisbar.)
Persönliches Adolf Sylvius von Ohlen und Adlerscron wurde 1761 mit dem Titel preußischer Kammerherr ausgezeichnet. Von 1762 bis 1787 war er Erbherr auf Wilsdorf, im Jahr 1800 starb er auf seinem Gut Baumgarten.
Literatur Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin (Hrsg.): Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 489. Hans Jessen: Jahrbuch der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau. Band XVIII-Universität Breslau, In: Göttinger Arbeitskreis (Hrsg.): Veröffentlichung. Nr. 141, Duncker & Humblot, Berlin 1973, ISBN 3-428-03053-2, S. 111.
Einzelnachweise
Kategorie:Kammerherr (Preußen) Kategorie:Adliger Kategorie:Landrat (Regierungsbezirk Oppeln) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1727 Kategorie:Gestorben 1800 Kategorie:Mann