mini|hochkant|Pablo de Céspedes mini|hochkant|Pablo de Céspedes Pablo de Céspedes, auch Paolo Cedaspe, (* 1538 in Córdoba; † 26. Juli 1608 ebenda) war ein spanischer Architekt, Bildhauer, Maler und Schriftsteller.
Leben De Céspedes entstammte einer vornehmen Familie, so dass er eine gelehrte Erziehung im Lesen und Schreiben, in Grammatik und Philosophie erhielt. Er wurde im Haus des Kanonikers der Kathedrale von Córdoba Francisco López Aponte geboren, dem Onkel seines Vaters Alonso de Céspedes (1518 – 25. Juli 1569) mütterlicherseits. Pedro de Céspedes, der Bruder seines Vaters, wurde später ebenfalls Kanoniker derselben Kathedrale. Seine Mutter hieß Olaya Arroyo und war eine Tochter von Cipriar de Arroyo und Pasquala Martínez, die in Alcalca de Torote in der Provinz Guadalajara lebten. Die komplette Familie lebte im Haus von Francisco López Aponte, das sich vermutlich in einer Straße direkt neben der Kathedrale befand. Teilweise wurde vermutet, dass er erst 1548 geboren wurde.Ramón Cobo Sampedro: Pablo de Céspedes. Libería y litografía de El Diario, Córdoba 1881, S. 8–9 (bibliotecadigitaldeandalucia.es PDF).
Er studierte seit 1556 an der Universität von Alcalá de Henares Theologie sowie altklassische und orientalische Sprachen. 1565 begab er sich zur Vollendung seiner künstlerischen Ausbildung nach Rom. Er lebte dort sieben Jahre lang in enger Verbindung zu Cesar de Arbasia (1547–1607) und unternahm Studienreisen nach Florenz und Neapel. Céspedes kam als Freund Bartolomé de Carranzas, des von der Inquisition verfolgten Erzbischofs von Toledo erneut nach Rom, wo er ein Schüler und Freund von Federico Zuccaro wurde, unter dessen Leitung er vor allem die Werke von Michelangelo und Raffael studierte und dem er bei den Arbeiten an den Fresken in Trinitä dei Monti und Santa Maria in Aracoeli zur Hand ging und über dem Grabmal des Marchese di Saluzzo ein Puttenfresko anfertigte, das später übermalt wurde. Seine lebhaften Fresken ähnlent in Farbe und Komposition den Werken Raffaels.
Am 7. September 1577 wurde ihm die Stelle eines Chorherrn an der dortigen Kathedrale von Córdoba übertragen, die er noch im selben Jahr antrat. Ausgestattet mit einer reichen Pfründe, die er von seinem Onkel Pedro geerbt hatte, verbrachte er den Rest seines Lebens überwiegend in seiner Vaterstadt. In den Jahren 1583 bis 1585 hielt er sich im Auftrag des Domkapitels nochmals kurzzeitig in Rom auf und fertigte vermutlich 1585 und 1587 Fresken für das Gewölbe des Kapitelsaales der Kathedrale in Sevilla an, die Bartolomé Esteban Murillo später retuschierte. 1603 unternahm er eine letzte Reise dorthin.
Céspedes stiftete in Córdoba eine Kunstschule und war auch als Architekt, Bildhauer und Schriftsteller tätig. In Andalusien finden sich zahlreiche Gemälde von ihm, die den Einfluss der römischen Manieristen verraten, und die gut koloriert und mit Sorgfalt ausgeführt sind. Zu seinen Schüler gehörten unter anderem Antonio de Contreras, Antonio Mohedano, Juan de Peñalosa, Cristobal de Vera, Vincente Viktoria und Juan Luis Zambrano.
Céspedes verfasste Kunstschriften und Dichtungen, von denen nur Fragmente erhalten blieben, darunter Bruchstücke eines von Lehrgedichts über die Malerei, die sein Freund Francisco Pacheco in der Arte de la pintura (1649) überliefert hat. Außerdem teilt Juan Agustín Ceán Bermúdez im Anhang zum fünften Band seines Diccionario histórico de los más illustres profesores de las bellas artes en España (Madrid 1800) von Céspedes noch eine Erörterung über alte und neue Malerei mit.
Die Jahrhundertwende brachte ihm sehr viel Kummer. Am Ende des 16. Jahrhunderts starben seine engsten Freunde Ambrosio de Morales (1591), Benedictus Arias Montanus (1598) und Pedro de Villegas Marmolejo (1591) und sein Onkel und Gönner Pedro de Céspedes starb 1601. Er versuchte sich vergeblich durch die Überarbeitung früherer Werke zu trösten und setzte die Arbeiten an seinne Poema sobre el cerco de Zamora fort. Nach seinem Tod wurde er in der Kathedrale beigestzt. Die Inschrift auf seinem Grabstein lautet:Ramón Cobo Sampedro: Pablo de Céspedes. Libería y litografía de El Diario, Córdoba 1881, S. 47 (bibliotecadigitaldeandalucia.es PDF).
Werke (Auswahl) Fresken Geburt Christi, Anbetung der 3 Könige und Beschneidung in S. Trinitä dei Monti Vier allegorische Figuren der Tugenden und vier Kartuschen mit Kinderbildern im Dom zu Sevilla la cena del Señor con los apostóles (Das letzte Abendmahl), Santa Ana, la Virgen y el Niño und S. Juan Bautista y S. Andrés in der Domkirche von Córdoba La asunción de nuestra Señora con los apóstoles Jesucristo en el desierto servido de ángeles después de la tentación del demonio und S. Hermenegildo de medio cuerpo für ein Jesuitenkloster El entierro de santa Catalina La sierpe de metal El sacrificio de Abralian La degollación de santa Catalina Crucifixo con la Virgen y S.Juan Ecce-homo
Schriften Discurso dirigido á Pedro de Valencia. In: Cean Bermúdez: Diccionario de Artistas de España. Discursos obre el templo de Salomón. (Fragment). Carta dirigida á Pacheco sobre los diferentes modos de pintar. Mit Ambrosio de Morales: Cuaderno para e' rezo de los Santos Mártires de Córdoba. Discurso sobre la Catedral de Córdoba., Discurso sobre el Monte Taura. Cartas sobre las antigüedades andaluzas y sobre las antigüedades de Córdoba Poema de la Pintura. Poema sobre el cerco de Zamora.
Literatur
Ramón Cobo Sampedro: Pablo de Céspedes. Libería y litografía de El Diario, Córdoba 1881 (bibliotecadigitaldeandalucia.es PDF).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Spanien) Kategorie:Spanier Kategorie:Geboren 1538 Kategorie:Gestorben 1608 Kategorie:Mann