right|100px Das Missionskreuz Eilendorf befindet sich im Aachener Stadtteil Eilendorf an der äußeren Chorwand der Pfarrkirche St. Severin. Errichtet wurde es im Anschluss an die erste Volksmission, die vom 31. Oktober bis 11. November 1869 abgehalten wurde.

Geschichte In der Pfarrchronik berichtet Pfarrer Theodor Stapper (1831–1895):

Theodor Stapper war von 1866 bis 1888 als Pfarrer an St. Severin tätig. Der Gemeinderat in Eilendorf beschloss am 27. April 1900, die heutige Stapperstraße nach ihm zu benennen, die zu diesem Zeitpunkt neu angelegt wurde.

Die letzte Volksmission vor dem Zweiten Weltkrieg begann am 14. Februar 1932.

Aufbau Das Kreuz steht auf einem 85 cm hohen Steinsockel, welcher aus „Schevenhüttener Schiefer“ besteht. Das Kreuz selbst aus einem Eichenbalken mit den Maßen 20 × 15 cm.

Die Höhe des Kreuzes beträgt etwa 4,60 m und in der Breite 1,90 m. Der Corpus ist aus Holz gearbeitet und ca. 1,60 m hoch und 1,50 m breit. Das Kreuz ist an der Chorwand verankert und mit einem Dach bestehend aus Holz und Kupferblech abgedeckt.

Am Kreuz selbst ist eine Holztafel in der Größe von 60 × 24 cm angebracht, welche die Jahresdaten der stattgefundenen Volksmissionen nennt. (Volksmissionen: 1893, 1912, 1922, 1932, 1951). Die ursprünglich im Holz vertiefte Inschrift lautet: MISSIO 1869. Oben am Kreuz angebracht ist eine Plakette mit der Inschrift „INRI“.

Siehe auch Liste der Wegekreuze und Bildstöcke in Aachen-Eilendorf

Literatur Hubert Beckers: Eilendorfer Flurdenkmäler – Beiträge zur Geschichte Eilendorfs; Bd. 2, Hahnengress (Hrsg.), Eilendorf 1981. Heimatverein Eilendorf 1983 e. V.: 700 Jahre St. Severin 1293–1993; Bd. 4, Schriftenreihe, Hahnengress (Hrsg.), Eilendorf 1993. ISSN 0933-1638

Kategorie:Eilendorf Kategorie:Erbaut in den 1860er Jahren Kategorie:Erbaut im 19. Jahrhundert Kategorie:Katholische Mission Kategorie:Flurkreuz in Aachen