mini|James Price mit Shona Heath beim London Film Festival 2023 James Price ist ein britischer Szenenbildner und Künstlerischer Leiter. Er gewann 2024 einen Oscar für das Beste Szenenbild für den Film Poor Things.

Karriere Price wuchs auf einem kleinen Bauernhof in North Hertfordshire auf. Er studierte von 1995 bis 1998 Kunstwissenschaft am Hereford College of Arts und zog dann nach London, wo er von 2000 bis 2001 an der Kingston University Szenenbild studierte. Er begann seine Filmkarriere als Szenenbildner mit dem Fernsehdrama Spooks. Darauf folgten Fernsehfilme und -serien, bei denen er meist die Künstlerische Leitung übernahm. Dabei sind zu nennen Miss Austen Regrets von 2007 oder Das Geheimnis des Edwin Drood von 2012. Im Jahr 2015 beteiligte er sich mit Kill Your Friends an einem Kinofilm. Darauf folgten ab 2017 Paddington 2, The Death and Life of John F. Donovan und Judy. Schließlich gründete er 2020 sein eigenes Produktionsunternehmen und leitete ab The Nest – Alles zu haben ist nie genug das Szenenbild.

Besonders erfolgreich war seine Arbeit an Poor Things von Giorgos Lanthimos aus dem Jahr 2023. Zusammen mit Shona Heath und Zsuzsa Mihalek gewann er zahlreiche Preise und wurde vielfach in der Kategorie Bestes Szenenbild nominiert. Darunter waren der Gewinn des BAFTA und des Oscar. Price gab in einem Interview an, dass das Szenenbild verschiedene Stile darstelle, die ähnlich wie vom Filmcharakter diffus zusammengestellt wirken sollen. Das Baxter-Haus in England sei an die Villa des Sammlers John Soane angelehnt und soll an ein Kuriositätenkabinett erinnern. Das grundsätzliche Design ist dem Viktorianischen Zeitalter entlehnt, was etwa durch das markante Willow Pattern an den Wänden gezeigt wird. Außerdem sei das Gemälde Der Garten der Lüste von Hieronymus Bosch eine große Inspiration gewesen.

Danach produzierte er noch das Szenenbild von The Iron Claw im Jahr 2023 und von Speak No Evil im Jahr 2024.

Filmografie (Auswahl) Künstlerischer Leiter 2003: Home (Fernsehfilm) 2004: Bullet Boy 2004: Agatha Christie – Mein Leben in Bildern (Fernsehfilm) 2005: The Giblet Boys (Fernsehserie, 7 Folgen) 2007: Rush Hour (Fernsehserie, 6 Folgen) 2007: Grow Your Own 2007: Miss Austen Regrets (Fernsehfilm) 2007: Consenting Adults (Fernsehfilm) 2007: Learners (Fernsehfilm) 2007: Katy Brand’s Big Ass Show (Fernsehserie, 2 Folgen) 2008: Dustbin Baby (Fernsehfilm) 2011: Fast Freddie, the Widow and Me (Fernsehfilm) 2012: Das Geheimnis des Edwin Drood (Fernsehfilm) 2012: Space Dive (Fernsehfilm) 2012: Been Here for Days (Kurzfilm) 2013: Southcliff (Miniserie, 4 Folgen) 2013: The Date (Kurzfilm) 2014: Uncle (Fernsehserie, 5 Folgen) 2015: Kill Your Friends 2016: Undercover (Miniserie) 2017: Paddington 2 2018: Trust (Fernsehserie, 4 Folgen) 2018: The Death and Life of John F. Donovan 2019: Judy 2021: Ein Junge namens Weihnacht

Szenenbildner 2020: The Nest – Alles zu haben ist nie genug (The Nest) 2022: Die Ipcress-Datei (Miniserie, 6 Folgen) 2023: Poor Things 2023: The Iron Claw 2024: Speak No Evil

Auszeichnungen (Auswahl) Price wurde für das Szenenbild von Poor Things mit 10 Preisen und 26 Nominierungen ausgezeichnet.

2024: Music City Film Critics’ Association Award in der Kategorie Bestes Szenenbild für Poor Things 2024: British Film Designers Guild Award in der Kategorie Bestes Szenenbild für Poor Things 2024: CinEuphoria Award in der Kategorie Bestes Szenenbild für Poor Things 2024: Set Decorators Society of America in der Kategorie Bestes Szenenbild für Poor Things 2024: Art Directors Guild in der Kategorie Fantasyfilm für Poor Things 2024: BAFTA in der Kategorie Bestes Szenenbild für Poor Things 2024: Oscar in der Kategorie Bestes Szenenbild für Poor Things

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