Robert Steven „Adrian“ Belew (* 23. Dezember 1949 in Covington, Kentucky, USA) ist ein US-amerikanischer Gitarrist und Komponist.

Belew ist vor allem durch die Progressive-Rock-Band King Crimson bekannt, bei der er von 1981 bis 2013 Sänger und Gitarrist war. Vorher spielte Belew unter anderem bei Frank Zappa, Caifanes, den Talking Heads und David Bowie. Seit 1987 ist Belew festes Mitglied der Band The Bears. Der Song Oh Daddy, den er als Duett mit seiner Tochter Audie sang, gelangte 1989 in die US-Single-Charts. Belew arbeitete als Produzent oder Gastmusiker unter anderem mit Paul Simon, Mike Oldfield, Jean Michel Jarre, Nine Inch Nails, Laurie Anderson – deren handbemalte Gitarre er zuweilen spielte – und Porcupine Tree.

Musikkarriere Frank Zappa lud Belew 1977 während dessen Auftritt als Sänger und Gitarrist in einem Musikclub in Nashville zum Vorspielen ein. Belew begleitete Zappa bis zum Abschluss seiner USA-Tour 1978. Direkt im Anschluss wurde er von David Bowie, der Belew bei einem Konzert dieser Tour kennenlernte, für eine Konzerttournee und Studioaufnahmen engagiert. Belew spielt auf den Alben Stage und Lodger Gitarre. Über Robert Fripp lernte Belew den Produzenten Brian Eno kennen, der ihn engagierte, für das Album Remain in Light der Talking Heads Gitarre einzuspielen. Er ist auf mehreren Titeln dieses Albums bei Gitarrensolos zu hören und begleitete die Talking Heads auf ihrer Konzerttournee.

1981 wurde Belew von Robert Fripp angeboten, bei der Nachfolge von dessen Band King Crimson zweite Gitarre zu spielen. Obwohl Belew zur gleichen Zeit angeboten wurde, bei den bekannten und erfolgreichen Talking Heads die Lead-Gitarre zu übernehmen und damit Gründungsmitglied David Byrne zu ersetzen, entschied er sich für das neue Projekt, das letztlich weiter unter dem bekannten Namen King Crimson geführt wurde. Belew wurde im April 1981 Mitglied und blieb dies neben all seinen anderen musikalischen Projekten 32 Jahre lang, bis 2013.

2017 gründete Belew mit dem Level-42-Bassisten Mark King und dem Police-Schlagzeuger Stewart Copeland eine neue Band namens Gizmodrome.

Diskografie Alben 1982: Lone Rhino 1983: Twang Bar King 1986: Desire Caught by the Tail 1989: Mr. Music Head 1990: Young Lions 1992: Inner Revolution 1993: The Acoustic Adrian Belew 1994: Here 1995: Guitar as Orchestra (The Experimental Guitar Series – Volume 1) 1996: Op Zop Too Wah 1998: Belewprints: The Acoustic Adrian Belew Volume Two 1999: Salad Days 2003: Raven Songs 101 (mit Kevin Max) 2004: Side One 2005: Side Two 2005: Habitat (mit Man on Fire) 2006: Side Three 2008: Side Four (Live) 2009: E 2011: E for Orchestra 2015: Live at Rockpalast

Kompilationen 1991: Desire of the Rhino King 1999: Coming Attractions

Singles 1982: Big Electric Cat / The Lone Rhinoceros 1987: Joan Miro’s Procession Through the Insides of a Purple Antelope Across a Sea of Tuna Fish 1989: One Glance Is Holy (Mike Oldfield mit Adrian Belew) 1989: Oh Daddy 1990: Pretty Pink Rose (feat. David Bowie) 1990: Not Alone Anymore 1990: A Little Adrian 1994: Never Enough 1996: Op Zop Too Wah Radio Sampler (EP)

Quellen

Weblinks

Offizielle Internetpräsenz

Nick Deriso: Adrian Belew’s Mr. Music Head was more than ‘Oh Daddy’ : ‘Don’t think I’ve played it again’, somethingelsereviews.com, 28. April 2015. Über den Erfolg des MTV-Hits „Oh Daddy“. Abgerufen am 17. Oktober 2015.

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