mini|220px| (1896)

, CBE MB ChB BSc, ab 1928 , (* 17. Februar 1873 in , Region , Neuseeland; † 13. Juni 1968 in , Region , Neuseeland) war eine neuseeländische Ärztin, Anästhesistin und Superintendentin des in . Sie war die erste Ärztin in Neuseeland.

Frühes Leben wurde am 17. Februar 1873 als Tochter und drittes Kind der Eheleute und dem deutschen Architekten Franz David Siedeberg in der Region geboren. Ihre Mutter war eine irische Quäkerin und ihr Vater ein deutscher Architekt, der 1861 durch das Gold angelockt nach Neuseeland ausgewandert und im Bergbau tätig war. 1876 ließ sich die Familie in nieder, wo ihr Vater ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. besuchte in die und anschließend die .

Zulassung zum Studium Mit einem Stipendium versehen akzeptierte des Vaters Wille Ärztin zu werden und kümmerten sich Ende 1890 gemeinsam um alle Formalitäten, die zu erfüllen waren, um an der studieren zu können. Der Rat der Universität hatte bereits beschlossen, dass auch Frauen an der Universität studieren durften, doch einige Behörden der Stadt waren dagegen und einige Persönlichkeiten traten lautstark auf, um ihre Abneigung dazu kundzutun, Frauen studieren zu lassen. Auch der Dekan der Universität, Dr. beugte sich nur widerwillig und das medizinische Personal des Krankenhauses der Stadt entschied sich zunächst mit sechs von neun Stimmen gegen ihre Aufnahme. Doch nach weiteren Gesprächen kam man zu dem Schluss, dass man sich einer Entscheidung der Universität nicht entgegenstellen könne.

Im April 1891 wurde mit strengen Auflagen des Dekans zum Medizinstudium zugelassen und 1896 die erste Frau in Neuseeland, die einen medizinischen Abschluss von einer Universität vorweisen konnte.

Karriere als Ärztin arbeitete einen Monat lang als Assistenzärztin im , das sich in einem kleinen Ort nördlich von befand. Sie war damit auch die erste praktizierende Ärztin Neuseelands. Während ihres Praktikums im traf sie auf , der ihr vorschlug ein Aufbaustudium im in zu absolvieren. Sie nahm seinen Vorschlag an und reiste nach Irland, wo sie sich in für ein Studium der Geburtshilfe einschrieb. Anschließend ging sie nach Berlin, um dort Postgraduiertenkurse in Gynäkologie sowie Kinder- und Hautkrankheiten zu absolvieren.

Ende 1897 kehrte nach zurück, wo sie mit finanzieller Unterstützung ihres Vaters im Februar 1898 eine eigene Praxis einrichten konnte. Ihre Schwester zog zu ihr und half mit bei der Organisation ihrer Praxis und den Alltags. führte ihre Praxis über dreißig Jahre und war in den ersten zwanzig Jahren die einzige Ärztin in der Stadt. Zu Anfang waren ihre Patienten vornehmlich weiblich und Kinder gehörten dazu. Von 1905 übernahm sie bis 1938 die Stelle der ersten medizinischen Leiterin (später Oberärztin) des in und ging zwischendurch im Jahr 1912 für ein weiteres Aufbaustudium nach , das sie mit einem abschloss. Von 1907 bis 1930 übernahm sie zusätzlich die Tätigkeit einer Schulärztin an der und war von 1921 bis 1931 Anästhesistin an der der Stadt.

spielte eine aktive Rolle bei der Ausbildung von Hebammen und eröffnete 1918 die erste Klinik für Schwangere in Neuseeland. Auch arbeitete sie eng mit der zusammen. Doch ihr soziales und gesellschaftliches Engagement ging weit über das der Aufgaben einer Ärztin hinaus. So war sie unter anderem:

Gründungsmitglied von: 1899 – -Zweig der , 1914 – (OUWA), 1921 – , 1921 – und deren erste Präsidentin, 1938 – .

und war: 1918 – An der Gründung des -Zweigs des beteiligt, 1928 – Delegierte zu der , 1933–1948 – Präsidentin des -Zweigs der .

und wurde 1949 – zur Ehrenpräsidentin auf Lebenszeit der -Zweigs der ernannt.

Des Weiteren war sie in den 1930er Jahren Inspiration für die Arbeit der und nach der Gründung deren erste Präsidentin.

Mit Hilfe dieser Organisationen kämpfte gegen das Unrecht, das Frauen widerfuhr. Sie forderte Chancengleichheit von Frauen in der Hochschulbildung und im Beruf, war für die Anhebung des Schutzalters, setzte sich für strenge Maßnahmen zur Verhütung von Geschlechtskrankheiten ein sowie für die Abschaffung des Gesetzes über ansteckende Krankheiten (). Auch forderte sie die Ernennung von weiblichen Polizei-, Krankenhaus- und Fabrikinspektoren. Sie verurteilte die Prostitution, bot aber den Frauen Unterstützung an.

In Familienfragen war sie für die häusliche Ausbildung für alle Mädchen, um sie für die Ehe und Mutterschaft vorzubereiten, war überzeugte Eugenikerin und glaubte an Rechtmäßigkeit einer Todesstrafe.

Ehe Am 8. Oktober 1928 heiratete den pensionierten Bankier in und veränderte ihren Nachnamen auf . Auch ist in der Literatur zu finden. Ihr Mann verstarb 1949.

ging zurück nach Neuseeland und verstarb dort am 13. Juni 1968 im Haus der in .

Ehrungen 1929 – Lebenslange Mitgliedschaft in der neuseeländischen Abteilung der 1935 – 1939 – Lebenslange Mitgliedschaft in der 1949 – (CBE)

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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