mini|Schloss Arnsdorf Schloss Arnsdorf () befindet sich in Miłkow im Powiat Karkonoski der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.
Geschichte Möglicherweise gab es hier schon vor 1355 einen Adelssitz, der vermutlich durch die Hussiten zerstört wurde. Graf Carl Heinrich von Zierotin ließ ab 1677 das heutige Schloss errichten. Der barocke Umbau geht auf Graf Johann Nepomuk zu Lodron-Laterano zurück. 1792 heiratete die Erbfrau der Herrschaft Arnsdorf, Therese Reichsgräfin Lodron-Laterno-Gmünd (1772–1836) den kgl. preuß. Justizrat und späteren Landesältesten des Kreises Hirschberg Bernhard Graf von Matuschka (1768–1820). Erbe wurde der EnkelGothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser auf das Jahr 1866. Neununddreißigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1865, S. 556. Benno Graf von Matuschka (1827–1875).Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. 1922. Fünfundneunzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1921, S. 604.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Schloss in Teilen neobarock umgebaut. Theodor Fontane hielt sich viele Sommer in Arnsdorf auf, das im Roman Die Poggenpuhls als Schloss Adamsdorf erscheint.Christian Grawe, Helmuth Nürnberger (Hrsg.): Fontane-Handbuch: Verlag Kröner, Stuttgart 2000, ISBN 3-520-83201-1, S. 652.
Bis 1930 blieb Arnsdorf der Stammsitz des Adelsgeschlechts Matuschka, letzter Graf war Theodor von Matuschka (1885–1930), verheiratet mit Ferdinande Reichsgräfin von Schmettau. Die Witwe und Erbin, dass Ehepaar Matuschka hatte keine Kinder, heiratete 1937 Theodor Freiherr von Fries-Tersch.Hans Friedrich von Ehrenkrook, Carola von Ehrenkrook, Jürgen von Flotow, Johann Georg von Rappard, u. a.: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser. B (Briefadel). 1953. Band I, Band 6 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Glücksburg/Ostsee 1953, S. 281, S. 421. Der Gutsbesitz der Ferdinande Gräfin Matuschka betrug 1937 rund 635 ha, betitelt als Herrschaft Arnsdorf, bestehend aus den Rittergütern Arnsdorf und Steinseissen.Schlesisches Güter-Adreßbuch. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter sowie der größeren Landgüter der Provinzen Nieder-Und Oberschlesien. . 15. Ausgabe, Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1937, S. 436. Nr. 2710. In den 1940er Jahren lebte im Schloss der Bruder des vormaligen Besitzers, Bernhard Graf Matuschka, mit seiner Ehefrau Maria Gräfin Strachwitz von Groß Zauche und Camminetz.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil B (Briefadel). 1941. Jg. 114, Justus Perthes, Gotha 1940, S. 310.
Nach dem Übergang an Polen infolge des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss als Erholungsheim genutzt. 1978 wurde es durch den regionalen Verband für Landwirtschaftstechnik und Landwirtschaftsindustrie renoviert.
Bauwerk Das Schloss ist eine Dreiflügelanlage um einem kleinen Ehrenhof mit zwei Geschossen und Mansarddach.
Literatur Arne Franke, Katrin Schulze: Das schlesische Elysium. Burgen, Schlösser, Herrenhäuser und Parks im Hirschberger Tal. 3. Auflage, In: Potsdamer Bibliothek Östliches Europa Kulturreisen, Hrsg. Deutsches Kulturforum östliches Europa e.V., Potsdam 2008, ISBN 978-3-936168-54-9, S. 23–25.
Weblinks
Astrid von Friesen. 23. Februar 2023: Schloss Arnsdorf (Pałac Miłków) Schlosshotel und Brauerei
Einzelnachweise
Kategorie:Schloss in der Woiwodschaft Schlesien Kategorie:Kulturdenkmal in der Woiwodschaft Schlesien Kategorie:Schloss in Schlesien Kategorie:Gmina Podgórzyn Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in der Woiwodschaft Schlesien Kategorie:Barockbauwerk in Polen Kategorie:Erbaut in den 1670er Jahren Kategorie:Schloss in Europa