Die John Hick-Klasse war eine Baureihe von zehn Dreizylinder-Verbundlokomotiven, die von Francis William Webb für die London and North Western Railway (LNWR) entworfen und zwischen 1894 und 1898 in den bahneigenen Werkstätten in Crewe hergestellt wurden.

Geschichte mini|Nr. 20 John Hick beim Wasserfassen während der Fahrt, 1895 Diese Baureihe war eine Weiterentwicklung der von Webb 1891 konstruierten Greater Britain. Die erste der zehn Lokomotiven wurde im Februar 1894 in den bahneigenen Werkstätten in Crewe gebaut, die neun weiteren Exemplare entstanden 1898. Der wesentliche Unterschied waren die deutlich kleineren Lauf- und Treibräder, wodurch die Zugkraft bedeutend gesteigert wurde und die Lokomotiven fähig gemacht werden sollten, auch die ungünstige Strecke zwischen Crewe und Carlisle auf der West Coast Main Line zu befahren. Die Ergebnisse waren jedoch nicht so befriedigend wie erhofft und die Maschinen wurden vor Schnellzügen auf anderen Strecken eingesetzt.

Es war die letzte von Webb entwickelte Verbundlokomotiv-Baureihe mit ungekuppelten Treibradsätzen. Die Lokomotiven blieben bis zu Webbs Ruhestand im Dienst. Sein Nachfolger George Whale bevorzugte jedoch einfache Heißdampflokomotiven und ließ die Maschinen zwischen 1907 und 1912 abstellen und verschrotten.

Nummerierung Alle Lokomotiven wurden nach berühmten Ingenieuren benannt, deren Vor- und Nachnamen auf zwei Typenschilder verteilt waren, eines auf jedem Treibradsatz.

Nummer Name Werksnummer Baujahr Verschrottet Anmerkungen 20 John Hick 3505 1894 1910 1505 Richard Arkwright 3858 1898 1912 1512 Henry Cort 3859 1898 1907 1534 William Froude 3860 1898 1909 1535 Henry Maudsley 3861 1898 1910 Name war falsch geschrieben 1536 Hugh Myddleton 3862 1898 1909 1548 John Penn 3863 1898 1909 1549 John Rennie 3864 1898 1909 1557 Thomas Savery 3865 1898 1909 1559 William Siemens 3866 1898 1910

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Schienenfahrzeug (Crewe Works) Johnhick Kategorie:Dampflokomotive Achsfolge 1AA1