Lengenfeld bei Groschlattengrün ist ein Gemeindeteil der Stadt Waldershof im Landkreis Tirschenreuth (Oberpfalz, Bayern). Die Gemarkung Lengenfeld hat eine Fläche von 7,985 km² und ist in 862 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9263,92 m² haben.
Geographie Das Kirchdorf liegt auf freier Flur am Rohrbach, einem rechten Zufluss der Kössein. Unmittelbar östlich wird die Flur von der Bahnstrecke Weiden–Oberkotzau durchschnitten. Die Staatsstraße 2170 führt zur Staatsstraße 2121 bei Pfaffenreuth (1,7 km westlich) bzw. zur Staatsstraße 2169 (1,1 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Manzenberg (0,9 km nordwestlich).
Geschichte Lengenfeld wurde im Jahr 1339 erstmals urkundlich erwähnt. Das Kloster Waldsassen hatte zu diesem Zeitpunkt grundherrliche Ansprüche.D. Herrmann, H. Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 383. 1359 kaufte das Kloster von Wolfart Pernauer „Lengenfeldt mit dem halsgericht und andern gerichten“. Ende des 18. Jahrhunderts bestand Lengenfeld aus 17 Anwesen (4 je , 2 je , 9 je zu , 2 je Hoffuß). Alleiniger Grundherr war das Kloster Waldsassen. Das Hirtenhäusel war in Gemeindebesitz. Das Hochgericht übte das kurbayerische Amt Waldsassen aus.H. Sturm: Tirschenreuth, S. 295.
Mit dem Gemeindeedikt wurde Lengenfeld dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Dörflas zugewiesen. 1819 entstand das Steuerdistrikt Lengenfeld. Zu diesem gehörten Manzenberg, Pfaffenreuth und Reutlas. Die im gleichen Jahr gebildete Ruralgemeinde Lengenfeld war deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Waldsassen und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Waldsassen (1919 in Finanzamt Waldsassen umbenannt).H. Sturm: Tirschenreuth, S. 377f. Ab 1862 gehörte Lengenfeld zum Bezirksamt Tirschenreuth (1939 in Landkreis Tirschenreuth umbenannt) und weiterhin zum Landgericht Waldsassen (1879 in das Amtsgericht Waldsassen umgewandelt). 1952 wurde die Gemeinde nach Lengenfeld b.Groschlattengrün umbenannt. 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 17,160 km². Am 30. Juni 1976 wurde Lengenfeld im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst: Lengenfeld wurde nach Waldershof eingemeindet, Manzenberg, Pfaffenreuth und Reutlas nach Marktredwitz.
Baudenkmäler In Lengenfeld gibt es ein Baudenkmal: Haus Nr. 25: Katholische Pfarrkirche St. Michael
Bodendenkmäler In der Gemarkung Lengenfeld gibt es zwei Bodendenkmäler.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Lengenfeld Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 419 500 492 476 502 507 493 521 771 504 453 539 529 519 560 471 474 499 472 713 769 695 602 42HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 64 70 73 73 74 83 89 100 Quelle
Ort Lengenfeld Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 138 140 135 129 145 135 311 96 134 125Häuser 19 19 19 23 30 33 32 Quelle
Religion Lengenfeld ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Sebastian (Waldershof) gepfarrt. Die Protestanten sind nach St. Bartholomäus (Marktredwitz) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Waldershof) Kategorie:Ort im Landkreis Tirschenreuth Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Tirschenreuth) Kategorie:Ersterwähnung 1339 Kategorie:Gemeindegründung 1819 Kategorie:Gemeindeauflösung 1976 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Tirschenreuth Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)