Wolfgang Fröde (* 19. Februar 1952 in Bensberg; † 22. November 2009 in Erkelenz) war ein deutscher Maler.
mini|350px|Drei der sechs von Fröbe gestalteten Fenster der Hetzerather St.-Josef-Kirche:• Links: Landschaft mit Madonnenstatue und Braunkohlebagger im Hintergrund.• Mitte: Jesus Christus.• Rechts: Dörfliche Idylle im Gegensatz zur Anonymität der modernen Trabantenstadt.
Leben Ausbildung und Privatleben Er kam 1952 in der damals noch selbständigen Stadt Bensberg im Bergischen Land zur Welt. An der Fachhochschule Köln studierte Fröde Kunst und Design und anschließend war er Meisterschüler von Dieter Kraemer. Zunächst lebte er in Köln, dann in Aachen und schließlich seit Ende der 1980er Jahre im Erkelenzer Dorf Hetzerath.„Trauer um Wolfgang Fröde“. Am 23. November 2009 auf rp-online.de (Tageszeitung Rheinische Post). Abgerufen am 26. Dezember 2024. Dort starb er im November 2009 im Alter von nur 57 Jahren.
Künstlerische Karriere Fröde betätigte sich seit 1973 als freischaffender Maler und gehörte in jenem Jahr in Köln zusammen mit unter anderem Wolfgang Niedecken und Heinz Zolper zu den Gründern der Produzentengemeinschaft „ARS“.Wolfgang Niedecken; Oliver Kobold: Für ’ne Moment. Autobiographie. Hoffmann und Campe, 2011, ISBN 978-3-455-30699-6. Mehrfach war er ab 1976 auf internationalen Kunstmessen in Düsseldorf, Köln, Paris, Basel und Brüssel vertreten und präsentierte darüber hinaus Gemälde in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen.„‚Mich reizt das Spiel mit dem Zufall‘ – Wolfgang Fröde lebt als erfolgreicher Künstler von der Malerei“. In: Rheinische Post, 17. Juli 1985.„Wolfgang Fröde zeigt seine Arbeiten im Haus Spiess“. In: Heinsberger Zeitung / Erkelenzer Volkszeitung, 1. Dezember 2004. Seine Werke – die er selbst dem magischen Realismus zuordnete – befinden sich im Besitz beispielsweise der Neuen Pinakothek in München, des Emslandmuseums in Sögel sowie des Ludwig-Forums für Internationale Kunst in Aachen. Zwischen 1993 und 1995 gestaltete er sechs neue Bleiglasfenster für den älteren Abschnitt der römisch-katholischen St.-Josef-Kirche in Hetzerath.Informationen zu den Bleiglasfenstern der Hetzerather St.-Josef-Kirche. Abgerufen auf glasmalerei-ev-web.de (Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e. V.) am 26. Dezember 2024.
Ab 1977 setzte sich Fröde auch mit Fotografie als Kunstform auseinander. Außerdem hegte er eine große Faszination für Windmühlen. So ist nicht nur auf einem der Kirchenfenster eine Bockwindmühle abgebildet, sondern er realisierte in den 1980er Jahren auch einen Fernsehfilm und mehrere Printpublikationen zu diesem Thema.Johannes Mager; Günter Meißner; Wolfgang Orf: Die Kulturgeschichte der Mühlen. Ernst Wasmuth Verlag, Tübingen 1989, ISBN 978-3-8030-1806-9, S. 256.
Auszeichnungen 1975: Förderpreis der Stadt Aachen
Publikationen (Auswahl) Edelgard Fröde; Wolfgang Fröde: Windmühlen in Deutschland, Holland, Belgien. Energiespender und ästhetische Architektur. DuMont Buchverlag, 1981, ISBN 978-3-7701-1222-7, 239 Seiten. Wolfgang Fröde: Windmühlen. Ellert & Richter Verlag, 1987, ISBN 3-89234-024-2, 56 Seiten. Wolfgang Fröde; Susanne Bartsch; Josef Bieker: Windmühlen. Im Wandel der Jahrhunderte. Mercator-Verlag, 1989, ISBN 978-3-87463-153-2, 84 Seiten.
Einzelnachweise
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