mini|Portrait von Louise Bachofen-Burckhardt. Von Ernst Stückelberg, 1865 Louise Elisabeth Bachofen-Burckhardt (* 8. Oktober 1845 in Basel; † 21. Februar 1920 ebenda) war eine Schweizer Kunstsammlerin und Mäzenin. Anfang des 20. Jahrhunderts vermachte sie dem Kunstmuseum Basel mehr als 300 Werke Alter Meister.

Leben Im Jahr 1845 kommt Louise Elisabeth Burckhardt als Tochter des Ehepaars Gustav Burckhardt und Louise Wick in Basel zur Welt; die Familie war dem Milieu des Basler «Daig», also der bürgerlichen Oberschicht, zugehörig. Der Familiensitz lag am Ackermannshof.Artikel Die visionäre Sammlerin Louise Bachofen-Burckhardt von Matthias Balzer, erschienen am 24. Oktober 2019 in der Thurgauer Zeitung, abgerufen am 20. Dezember 2024. Louise galt als sehr musikalisch und hatte zeitlebens eine Vorliebe für Kunst. Im Alter von 25 Jahren heiratete sie Johann Jakob Bachofen, welcher zu dem Zeitpunkt 30 Jahre älter war. mini|Johann Jakob Bachofen, Ehemann von Louise Elisabeth Bachofen-Burhkardt Ihr testamentarischer Wunsch war es, dass nach ihrem Tode keine Nachrufe erscheinen sollten. Sie wollte ihr Werk dem Andenken an ihren Mann widmen und ihrer «geliebten Vaterstadt noch manch' schoenes Stück»Brief an Wilhelm von Bode, Januar 1916. Quelle: Ausstellungsseite Kunstmuseum Basel. – gemeint waren die Kunstwerke – Kunstmuseum Basel: Bilderlust. Louise Bachofen-Burckhardt. Sammeln und Stiften für Basel., abgerufen am 20. Dezember 2024. hinterlassen.

Wirken Nach dem Tod ihres Ehemannes widmete sie sich der Sammlung von Kunstwerken. Dabei trug sie über 300 GemäldeIn diesem Detail liegt ein kleiner Widerspruch: Das Kunstmuseum Basel schreibt von 305, die Thurgauer Zeitung von 303 Stücken. Kompromiss: über 300. aus der Zeit vom Spätmittelalter bis zum 20. Jahrhundert zusammen, Unterstützung erhielt sie dabei etwa vom Berliner Kunsthistoriker Wilhelm von Bode. Begonnen hatte ihre Sammlung mit den Kunstwerken, welche von ihrem Ehegatten Johann Jakob Bachofen mit in die Ehe gebracht wurden. Sie konnte diesen Bestand nach seinem Tode enorm erweitern.

Im Jahr 1904 vermachte sie die Gemälde der nach ihrem Mann benannten Johann Jakob Bachofen-Burckhardt-Stiftung. Nach ihrem Tod wurden die Bilder von ihrem Wohnsitz am Münsterplatz in den 1936 fertiggestellten Neubau des Kunstmuseums Basel gebracht. Die Gemälde sind seit 100 Jahren ein wichtiger Bestandteil der dortigen Sammlung.

In der Zeit um die Jahrhundertwende waren Frauen auf dem Kunstmarkt noch wenig aktiv, womit sich Louise Bachofen-Burckhardt mit ihrer Pioniertätigkeit besonders hervorhebt.

mini|Schrifttafel am Familiengrab Bachofen auf dem Friedhof Wolfgottesacker in Basel

Ausstellung Das Kunstmuseum Basel widmete ihr vom 26. Oktober 2019 bis zum 13. April 2020 eine Ausstellung mit dem Namen Bilderlust, in welcher ein Grossteil der Sammlung gezeigt wurde.

Literatur Kunstmuseum Basel: Bilderlust. Louise Bachofen-Burckhardt. Sammeln und Stiften für Basel., abgerufen am 20. Dezember 2024. Rudolf F. Burckhardt 1907: Katalog der Gemäldesammlung von Frau Prof. J. J. Bachofen-Burckhardt. Aus dem Internet Archive.

Weblinks Louise Elisabeth Bachofen-Burckhardt in E-manuscripta

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