Der Einsiedl ist ein Einödhof in der Gemeinde Palling im Landkreis Traunstein und hat etwa 6 Einwohner. Der Gemeindeteil Einsiedl liegt in der Gemarkung Palling.

In Historischen Karten auch Einsiedel bzw. Einsiedeln benannt.

Der Hof liegt im Rupertiwinkel, dessen Grenze ca. 250 m südlich beim Grenzstein verläuft.

Geschichte Ersterwähnung 1310 In der Kartenbeilage Amt Palling des Pflegegerichtes Tittmoning zur Geschichte der Pfarrei Palling wird die Ersterwähnung von Einsiedl mit 1310 angegeben.Kartenbeilage Amt Palling des Pflegegerichtes Tittmoning

Grenzstein zwischen dem Land Salzburg und Bayern (1275–1803) mini|Grenzstein und Hinweistafel Chiemgau-Rupertiwinkel bei Einsiedl mini|Bayern Uraufnahme (1808–1864) Ca. 250 m südlich der Einöde, am Rand der Straße von Brünning nach Unterweißenkirchen steht ein Flurdenkmal. Das errichtete Holzkreuz wird umrahmt von einer gepflanzten Eiche im Hintergrund sowie einer Ruhebank davor. Die Hinweistafel am Kreuz weist auf den im Jahr 1658 eingelassenen Grenzstein hin. Er markiert die historische Grenze zwischen dem Erzstift Salzburg und dem Königreich Bayern.

Im Jahr 2016 errichtete die Gemeinde Palling zusätzlich an dieser Stelle eine Erinnerungstafel an die historische Grenze mit folgendem Text.

Vogtbauern des Klosters Frauenchiemsee In den Steuerunterlagen des Pfleggericht Tittmoning wird für die Jahre 1592 und 1779 in Einsiedl ein Anwesen in der Größe 1 ¼ Sölden, als Vogtbauern der Benediktinerinnen Abtei Frauenchiemsee, geführt.Hans Gschirr: Haus- und Hofgeschichte der Häuser und Anwesen im Außenbereich der ursprünglichen Gemeinde Palling mit den Ortschaften Weißenkirchen und Kirchberg. Eigenverlag, Palling-Lampertsham 2013, S. 110.

Marterl der Emerenzia Kasperlschuster-Bäuerin (1800) mini|Marterl der Emerenzia Kasperlschuster-Bäuerin Von plündernden Französischen Soldaten wurde um 1800 die Emerenzia Kasperlschusterin, Bäuerin vom Einsiedlgut, erschossen. Ein Marterl an der Straße erinnert daran.

Ausführlich und widersprüchlich in Bezug auf das Datum und die Uhrzeit der Beschriftung des Martels, steht in der Geschichte der Pfarrei Palling:

Geologie Die Einöde liegt am westlichen Rand des würmzeitlichen Salzachgletscher zwischen wallförmigen Seitenmoränen, auf von Schmelzwässern abgelagerten, spätwürmzeitlichem Flussschotter.BayernAtlas Topo-KarteGanss, O. & Jerz, H. (1983, 1990–1991): Geologische Karte von Bayern 1:25.000, Blatt 8041 TraunreutJerz, H. et al. (2022): Geologische Karte von Bayern 1:25.000, Digitale Erläuterungen zum Blatt 8041 TraunreutUmweltAtlas Bayern - Geologische Karte

Literatur Heinrich Held: Geschichte der Pfarrei Palling, Selbstverlag, Berg a. Laim, 1909 (Reprint). Hans Gschirr: Haus- und Hofgeschichte der Häuser und Anwesen im Außenbereich der ursprünglichen Gemeinde Palling mit den Ortschaften Weißenkirchen und Kirchberg. Eigenverlag, Palling-Lampertsham 2013, S. 110–113.

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Einzelnachweise

Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Traunstein Kategorie:Geographie (Palling) Kategorie:Ersterwähnung 1310 Kategorie:Geschichte des Landes Salzburg Kategorie:Ort im Rupertiwinkel