Erhard Alwin Bastek (* 29. August 1943 in Beuthen O.S., Deutschland; † 17. Januar 2017 in Bytom, Polen) war ein polnischer Politiker deutscher Abstammung. Er gehörte von 1991 bis 1993 dem Sejm in dessen I. Wahlperiode für das Wahlkomitee Deutsche Minderheit an.

Leben und Beruf

Erhard Bastek, dessen Heimatstadt nach dem Zweiten Weltkrieg polnisch wurde, schloss 1975 ein Studium der Germanistik an der Jagiellonen-Universität in Krakau ab und war danach als Übersetzer für Deutsch, Englisch und Französisch tätig. Bastek war Vorsitzender der 1994 gegründeten „Gesellschaft Deutscher Autoren in Polen“ mit Sitz in Bytom.„Niemcy“ auf www.wspolnota-polska.org.pl, abgerufen am 15. Dezember 2024. Eigene Werke veröffentlichte er vorwiegend auf Deutsch.

Politik Bei der ersten freien Parlamentswahl 1991 wurde Bastek auf der Liste des Wahlkomitees Deutsche Minderheit in den Sejm gewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 498. In der Sejm-Debatte über die Verschärfung der Bedingungen für die Zulässigkeit eines Schwangerschaftsabbruchs (sogenannter Abtreibungskompromiss) sprach er sich dafür aus, diese durch ein Parlamentsgesetz zu beschließen, da „die ewigen Fragen von Ethik und Moral“ keinem Referendum überlassen werden dürften.Julia Pałejko, Conny Roggeband: „Beyond backsliding: tracing the roots of Polish gender troubles with democracy in transition-era reproductive policies“, In: International Feminist Journal of Politics, 28:3, S. 610–632. Bei der Parlamentswahl 1993 kandidierten im Wahlkreis Kattowitz zwei konkurrierende Listen der Deutschen Minderheit, von denen keine ein Mandat gewinnen konnte.Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 659. So schied Bastek aus dem Sejm aus. Bei den Parlamentswahlen 1997Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 16. Dezember 2024. und 2001Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. Dezember 2024. kandidierte er erfolglos für dasselbe Wahlkomitee. Bei den Selbstverwaltungswahlen 2002 kandidierte er als Vertreter der deutschen Minderheit auf der Liste der Bewegung für die Autonomie Schlesiens zum Woiwodschaftssejmik der Woiwodschaft Schlesien, konnte aber ebenfalls kein Mandat gewinnen.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. Dezember 2024.

Weblinks Biogram auf der Seite des Sejm

Einzelnachweise

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