mini|Frédéric Cuvier mini|Dictionnaire des sciences naturelles in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg Frédéric Georges Cuvier (* 28. Juni 1773 in Montbéliard; † 24. Juli 1838 in Straßburg) war ein französischer Zoologe und Paläontologe. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „“.

Leben und Wirken Frédéric Cuvier war der jüngste Sohn von Jean-Georges Cuvier (1715–1795), einem ehemaligen Leutnant eines Schweizerregiments, und dessen Frau Anne-Clémence Catherine Châtel (1736–1792). Sein älterer Bruder war der Naturforscher Georges Cuvier. Nachdem Cuvier wenig Interesse für die Schule gezeigt hatte, absolvierte er in Montbéliard eine Uhrmacherlehre. Einer Einladung seines Bruders folgend, zog er 1797 nach Paris um. Dort entdeckte Cuvier die Naturwissenschaften für sich und erforschte unter anderem mit Jean-Baptiste Biot die von Alessandro Volta entdeckte Galvanische Zelle.

Cuvier wurde 1804 Leiter der zoologischen Abteilung des Muséum national d’histoire naturelle in Paris. Ab 1804 war Cuvier Herausgeber des Dictionnaire des sciences naturelles. 1810 wurde er Inspektor der Pariser Académie des sciences. 1831 wurde er Generalinspektor der Universitäten, 1837 wurde am Nationalmuseum für ihn ein Lehrstuhl für vergleichende Physiologie geschaffen, und 1838 wurde Cuvier schließlich Leiter des Museums.

Sein wissenschaftliches Interesse galt vor allem dem tierischen Verhalten und der tierischen Intelligenz.

Ehrungen 1820 wurde Cuvier zum Mitglied der Wissenschaftsakademie Leopoldina gewählt. Am 4. Dezember 1826 wurde er als Mitglied der Sektion Anatomie und Zoologie in die Académie des sciences aufgenommen. Am 4. Juni 1835 wurde Cuvier als Auslandsmitglied (Foreign Member) in die Royal Society gewählt.

Die Cuviergazelle (Gazella cuvieri) wurde ihm zu Ehren benannt.Bo Beolens, Michael Watkins, Michael Grayson: The Eponym Dictionary of Mammals. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2009, ISBN 978-0-8018-9304-9, S. 94.

Schriften (Auswahl) Bücher Histoire naturelle des mammifères, avec des figures originales, coloriées, dessinées d’aprèsdes animaux vivans. 7 Bände, Chez A. Belin, Paris 1824–1842 (Digitalisate) – mit Étienne Geoffroy Saint-Hilaire. Des dents des mammifères, considerées comme caractères zoologiques. F. G. Levrault, Straßburg 1825 (Digitalisat). De l’Histoire naturelle des Cétacés. Roret, Paris 1836 (Digitalisat).

Als Herausgeber Dictionnaire des sciences naturelles dans lequel on traite méthodiquement des differents êtres de la nature. 6 Bände, Paris 1804–1806 (Band 1, Band 2, Band 3, Band 4). [2. Auflage,] 61 Bände, Straßburg / Paris 1816–1845 (Digitalisate).

Literatur Ranck Bourdier: Cuvier, Frédéric. In: Complete Dictionary of Scientific Biography. Band 3, Charles Scribner’s Sons, Detroit 2008. S. 520–521 (online).

Einzelnachweise

Weblinks

Kategorie:Zoologe Kategorie:Paläontologe Kategorie:Physiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Zoodirektor Kategorie:Hochschullehrer (Muséum national d’histoire naturelle) Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Académie des sciences Kategorie:Auswärtiges Mitglied der Royal Society Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1773 Kategorie:Gestorben 1838 Kategorie:Mann Kategorie:Georges Cuvier