Unter einer Oligoarthritis (von altgriechisch ὀλίγος oligos – „wenige“) versteht man eine Arthritis, die in den ersten sechs Monaten der Erkrankung zwei bis vier Gelenke betrifft (oligoartikulärHexal Lexikon Orthopädie – Rheumatologie. Verlag Urban & Schwarzenberg, München / Wien / Baltimore 1992, ISBN 3-541-16421-2, S. 226.). Nach anderen Definitionen handelt es sich einfach um eine Entzündung mehrerer GelenkePeter Reuter: Springer Klinisches Wörterbuch 2007/2008. Springer-Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-34601-2, S. 1327. oder um eine gleichzeitige Arthritis von zwei bis fünf Gelenken.Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 269. Auflage, Verlag Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2023, ISBN 978-3-11-078334-6, S. 1253.
Das Krankheitsbild ist abzugrenzen von der Monarthritis (nur ein Gelenk) und der Polyarthritis (viele Gelenke); bei der Oligoarthritis sind wenige Gelenke befallen.Duden: Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe. Dudenverlag, 10. Auflage, Berlin 2021, ISBN 978-3-411-04837-3, S. 575.
Typen Anhaltende (persistierende) Oligoarthritis: Betrifft im Krankheitsverlauf nicht mehr als vier Gelenke Erweiterte Oligoarthritis: Betroffenheit von insgesamt mehr als vier Gelenken nach den ersten sechs Monaten der ErkrankungConsilium Cedip. Practicum 2006, 28. Auflage, JMS Verlag, Dortmund 2005, ISBN 3-9810440-1-0, S. 1206.
Auftreten Eine Oligoarthritis findet man vor allem bei der reaktiven Arthritis und bei seronegativen Spondylarthritiden, aber auch als Unterform bei der systemischen juvenilen idiopathischen Arthritis. Außerdem bei Gelenkentzündungen mit positivem Rheumafaktor, bei familiärer Psoriasis vulgaris, bei familiären HLA-B27-assoziierten Erkrankungen und bei HLA-DR4 assoziierten Autoimmunerkrankungen wie der Polychondritis.
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Einzelnachweise
Kategorie:Krankheitsbild in Orthopädie und Unfallchirurgie