mini|Friedhof Ümmingen, Zustand 2005 mini|hochkant|Grabstein 1623

Der Evangelische Friedhof Ümmingen ist ein Friedhof in Ümmingen, Bochum. Er ist wegen seiner alten Grabstelen aus dem 17. und 18. Jahrhundert sehenswert. Er befindet sich an der Alten Ümminger Straße gegenüber dem Ümminger See.

Geschichte

Ursprünglich befand sich hier eine mittelalterliche Kirche, die erstmals 1310 urkundlich erwähnt wurde. Die Herren von Haus Laer hatten das Recht, bei der Besetzung der Predigerstelle mitzubestimmen, und fanden in der Kirche ihr Erdbegräbnis. Zum Kirchspiel zählte auch Querenburg. Die Kirche wurde 1895 wegen Baufälligkeit abgerissen. Der 1886 gegründete Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark in Witten übernahm 1895 die spätmittelalterlichen Skulpturen für sein Museum.

Die neue Ümminger Kirche (sie stand nicht auf dem Alten Ümminger Friedhof) wurde 1975 abgerissen. Die Glocken befinden sich heute in der 1968 errichteten evangelischen Michaelkirche in Langendreer.

Beschreibung

Der älteste Stein stammt von 1623. Die alten Grabsteine aus Ruhrsandstein sind mit verschiedenen Motiven verziert. Totenschädel und Knochen erinnern an die Vergänglichkeit, Engelsköpfe, Weintrauben, Bibelverse und fromme Sprüche an die Auferstehung. Es handelt sich um 76 alte Steindenkmäler aus dem 17. und 18. Jahrhundert aus Ruhrsandstein im Stil der Renaissance und des Barock.Route der Industriekultur: Friedhof Ümmingen.

Auf einem weiteren Friedhofsteil finden seit 1871 bis heute regelmäßig Bestattungen statt. Hier gibt es unter anderem die Familiengruften alteingesessener Bauernfamilien aus der Umgebung mit beeindruckenden Grabmalen.K. D. Wupper: Friedhof Ümmingen.

Der Friedhof wurde um 2020 umfassend saniert.

Siehe auch Liste von Friedhöfen in Bochum

Literatur Beitrag zu den alten Dorfkirchhöfen in Bochum in:

Weblinks Ümminger Friedhof, Beschreibung (Ev. Kirchengemeinde Querenburg)

Einzelnachweise

Ummingen Kategorie:Baudenkmal in Bochum Kategorie:Evangelischer Friedhof