mini|Straßenbrücke in Brückenname: Ellerntorsbrückeverbindet als Überquerung des Herrengrabenfleetsdie beiden Hamburger Stadtteile Hamburg-Altstadt und Neustadt mini|Straßenbrücke in Brückenname: Floridsdorfer Brückeverbindet als Überquerung der Donaudie beiden Wiener GemeindebezirkeBrigittenau und Floridsdorf mini|Straßenbrücke in der Brückenname: Guggersbachbrüggverbindet als Überquerung der Sensedie beiden Ortschaften Zumholz im Kanton Freiburg und Guggisberg im Kanton Bern mini|Autobahnbrücke in Brückenname:Europabrücke (Frankfurt am Main)verbindet als Überquerung vom Main die Frankfurter Stadtteile Griesheim und Schwanheim mini|Autobahnbrücke in Brückenname:Europabrücke (Brenner Autobahn)verbindet als Überquerung vom Wipptal die Gemeinden Patsch und Schönberg mini|Straßenbrücke in der Brückenname:Europabrücke (Zürich)verbindet als Überquerung der Limmat, Autobahn A1H, Bahnstrecke Zürich–Baden und Hohlstrasse das Quartier Höngg mit dem Quartier Altstetten Brückennamen sind Eigennamen bestimmter Brücken als Kunstbauwerke und gehören wie Straßennamen zu den Bauwerksnamen wie auch zu den Namen von Verkehrswegen. Im Gegensatz zu Straßen werden nicht alle Brückenbauwerke mit einem offiziellen Namen benannt, sondern eher nur relativ wenige.Es sind kaum Statistiken über Anzahl benannter Brücken zu finden. In Hamburg waren 2007 von rund 2500 Brücken knapp 400 benannt. Brücken tragen in diesem Fall ausschließlich eine oder mehrere inoffizielle Bezeichnungen oder sind, wie generell z. B. bei Rohrleitungsbrücken üblich, namenlos. Ein Teil offizieller Brückennamen erscheinen in Namen von Straßen und Haltestellen, welche nach den Namen von Brückenbauwerken benannt sind.

Geschichte In der Schweizer Stadt Luzern, welche als erste Stadt in Europa schon um 1480 die vier Brücken Reussbrücke, Hofbrücke, Kapellbrücke und Spreuerbrücke besaß, wurde im 13. Jh. mit der Benennung von Brücken begonnen.Angelo Garovi: Die Örtlichkeitsnamen der Stadt Luzern im Mittelalter, Hrsg. Stadt Luzern, Luzern 1975. Im Mittelalter existierten nur wenige Brücken und es genügte daher auch, sie nur z. B. als Brücke oder Brugg zu bezeichnen, später auch zusammengesetzt mit Gewässernamen, welche sie überqueren z. B. Glattbrugg in der Schweizer Gemeinde Opfikon. Aus Brückennamen wurden z. T. auch Siedlungs- und Flurnamen abgeleitet. Die Siedlung Glattbrugg in Opfikon hat z. B. den Brückennamen Glattbrugg übernommen. Es existieren z. B. auch in nahe an Brücken gelegene Flurnamen, welche die Bezeichnung Brücke resp. mundartliche Formen übernommen haben.Flurname Brücke in der Gemeinde Lütisburg ()Flurname Bei’r Brücke in der Gemeinde Schangnau ()Flurname Bruggholz in der Gemeinde Wangen (SZ) ()

Geografische Namen, zu denen auch Brückennamen gehören, weisen gemäß Ständigem Ausschuss für geographische Namen (StAGN) auf das Bewusstsein eines sprachlichen und kulturellen Erbes hin, erwecken Erwartungen und vermitteln Ansehen und sind entscheidend für das Herausbilden einer Identität. Für die Namenforschung, in welcher die Brückennamen wie Straßen und Gassen zu den Namen von Verkehrswegen gehören, sind Namen vor allem von historischen Brücken von großem Interesse. Die Namenforschung ermöglicht nicht nur die direkte, sondern auch die indirekte Deutung von Brückennamen, indem sie die Herkunft von Siedlungs- und Flurnamen deutet, von denen Brückennamen abgeleitet wurden. Herkunft und Bedeutung von geografischen Namen sind teilweise in Namenbüchern oder in kommunalen Chroniken zu finden.Plattform der Namenforschung in der Schweiz Beispiele der Deutung von Brückennamen: Ellerntorsbrücke () in der Stadt Hamburg: geht auf das historische Ellerntor zurück, das an dieser Stelle bis zum 17. Jahrhundert den westlichen Zugang zur Stadt bildete. Floridsdorfer Brücke () in der Stadt Wien: geht auf eine Siedlung aus dem Jahre 1786 zurück, die nach Propst Floridus Leeb vom Stift Klosterneuburg benannt war. St.-Karli-Brücke () in der Stadt Luzern: geht auf den Quartiernamen Sankt Karli und dieser auf die dem heiligen Karl Borromäus (1538–1584) gewidmete Barockkapelle zurück.Auskunft durch Forschungsstelle Namenbuch Kanton Luzern

Benennung Benannte Brücken dienen zur Unterscheidung von anderen Brücken, zur Verständigung über bestimmte Brücken sowie zur Orientierung im Gelände. Dazu würden sich am besten offizielle, prägnante und möglichst kurze Namen eignen, die jedoch je nach Gebiet in vielen Fällen fehlen. Beispielsweise die Stadt Hamburg, welche als eine der brückenreichsten Städte in Europa gilt, besaß 2007 etwa 2500 Brücken, von denen jedoch nur knapp 400 benannt waren.

Brückennamen sind vielfach nur innerhalb einer Gemeinde oder Stadt einmalig. Um sie national und international eindeutig zu bezeichnen, werden dem offiziellen Namen Zusätze wie Name der Gemeinde, Stadt oder Siedlung beigefügt. Beispiele:

Europabrücke (Bamberg), Europabrücke (Frankfurt am Main), Europabrücke (Hamburg), Europabrücke (Kehl), Europabrücke Kelheim, Europabrücke (Koblenz), Europabrücke (Brenner Autobahn), Europabrücke (Zürich), Europabrücke (Randa) Alte Brücke (Bratislava), Alte Brücke (Frankfurt am Main), Alte Brücke (Heidelberg), Alte Brücke (Rorbas-Freienstein), Alte Brücke (Saarbrücken) Rathausbrücke (Berlin), Rathausbrücke (Zürich)

Brücken sind Kunstbauwerke, die am Schnittpunkt der über sie führendem Verkehrsweg (z. B. Straßen, Wege, Autobahnen, Eisenbahnen) oder Transportanlage (z. B. Rohrleitung) und dem überquerten Hindernis (z. B. Gewässer, Verkehrsweg) liegen. Damit stehen die Namen dieser Brückenbauwerke im Kontext mit der Art und allenfalls mit dem Namen des betreffenden Verkehrsweges oder Transportanlage wie auch mit dem Namen des überquerenden Hindernisses. Eine Brücke kann grundsätzlich als Kombination der Art oder Namen des überquerenden Verkehrsweges, des überquerten Hindernisses sowie mit dem Namen der Örtlichkeit des Standortes oder einer oder mehreren naheliegenden Örtlichkeiten bezeichnet werden, welche die Zuordnung ihrer Lage ermöglichen. Es entstehen dabei jedoch verschiedene Varianten von z. T. längeren inoffiziellen Bezeichnungen. Dieser Umstand kann sich für Nachschlagewerke negativ auswirken, wo einerseits Unsicherheiten bei der Bezeichnung wie auch Probleme beim Suchen auftreten.

Auch wenn Brücken vielfach eine große Bedeutung aufweisen, sind deren Namen meist weniger wichtig als die im erwähnten Kontext stehenden anderen Namen. Die wichtige Funktion einer Brücke bleibt bestehen, auch wenn sie namenlos ist. Diese Eigenheit, verbunden mit dem Umstand, dass es nicht immer einfach ist, geeignete, prägnante und nicht zu lange Brückennamen zu finden, reduzieren den nötigen Druck zur offiziellen Benennung von Brücken und erklären, warum Brücken nur bei Bedarf offiziell benannt werden.

Die für den Brückenunterhalt zuständigen Behörden registrieren Brücken in ihren Inventaren nebst den offiziellen Namen meist auch mit einer internen Objektnummer als Bezeichnung. Die Georeferenzierung von Brücken spielt eine wichtige Rolle.

Brücken können in der Phase eines Bauprojektes einen provisorischen Namen aufweisen und werden erst später (oder auch gar nie) mit einem offiziellen Namen benannt. Beim Abbruch und Erneuerung von Brücken werden die Namen meist beibehalten.

Brückennamen als Haltestellen- und Straßennamen Brückennamen sind selber nicht nur Ableitungen aus anderen geografischen Namen, sondern bilden auch Quellen zur Ableitung von neuen geografischen Namen wie z. B. Namen von Haltestellen und Straßen, die von Brückennamen abgeleitet wurden. Damit werden Brückennamen bekannter und gewinnen an Bedeutung.

In Siedlungsgebieten, wo z. B. Brücken über größere Flüsse hinweg zwei Stadtquartiere oder auch Ortsteile in Gemeinden verbinden, werden Straßenabschnitte gebildet, welche nach dem Brückennamen benannt sind (vgl. z. B. im schweizerischen Geoportal geo.admin.ch in der Ebene Amtliches Strassenverzeichnis den Ausschnitt Kapellbrücke).Amtliches Strassenverzeichnis im Schweizerischen Geoportal map.geo.admin.ch In übrigen Gebieten werden über Brückenbauten sonst allgemein keine spezielle Straßenabschnitte mit Namen des Brückenbauwerks gebildet. Die Straßen sind dann über die Brücke hinweg mit einem durchgehenden Namen benannt oder wechseln z. T. in der Mitte der Brücke den Namen. In seltenen Fällen können auch Gebäude auf einer Brücke stehen und der Brückenname existiert dann auch als Bestandteil der Gebäudeadresse z. B. Rathausbrücke 1, 8801 Zürich ().

Brückennamen als Straßennamen werden meist wie gewöhnliche Straßennamen beschildert. Bei bedeutenden Brücken werden z. T. Infotafeln angebracht, die neben dem Brückennamen auch weitere Angaben wie Länge, Höhe, Jahr des Baus und Sanierung, Bauweise der Brücke enthalten können.

Namensformen und Benennungsmotive Brückennamen bestehen meist aus einer Wortkombination aus einem Grundwort und einem oder allenfalls mehreren Bestimmungswörtern. Typische Grundwörter in Brückennamen sind Gattungsnamen wie Brücke, Steg oder Viadukt, wobei in der Schweiz auch mundartliche Versionen wie Brugg, Brügg und Stäg vorkommen. Es existieren auch zusammengesetzte Grundwörter wie z. B. Hängebrücke, Lehnenbrücke, Lehnenviadukt, Panoramabrücke und Wildtierbrücke, welche den Gattungsnamen z. B. bezüglich Bauweise oder Funktion näher spezifizieren. Die verschiedenen Arten von Brückenbauwerken werden z. T. auch durch die Wahl des Grundworts charakterisiert: Straßenbrücke: Grundwort häufig Brücke Fußgängerbrücke: Grundwort häufig Steg Autobahnbrücke: Grundwort häufig Brücke oder Viadukt Eisenbahnbrücke: Grundwort häufig Brücke oder Viadukt (vielfach eher namenlos) Rohrleitungsbrücke: Grundwort häufig Rohrleitungsbrücke (meist namenlos und falls verwendet, Grundwort im Brückennamen vorangestellt)

Bestimmungswörter in einem Brückennamen charakterisieren, welche bestimmte Brücke mit dem betreffenden Eigennamen gemeint ist. Als Benennungsmotiv treten hauptsächlich Gewässer-, Siedlungs- und Flurnamen auf. Daneben kommen weitere Motive vor wie Alter der Brücke (z. B. Alte Brücke ), Sponsor der Brücke (z. B. Charles Kuonen Hängebrücke ) oder Name der Person, welcher die Brücke gewidmet ist (z. B. Rudolf-Brun-Brücke ). Bei Brückennamen werden ähnliche Bestimmungswörter wie bei Straßennamen verwendet, so existieren z. B. in der Stadt Luzern neben einer Geissmattstrasse eine Geismattbrücke () oder neben einer St.-Karli-Strasse eine St.-Karli-Brücke ().

Schreibweisen Bis zur Etablierung von Rechtsschreiberegeln im 19. Jh. war die Schreibweise von Brückennamen kaum gefestigt und auch Namen wurden im Gegensatz zu heute häufig geändert, da zentrale Einrichtungen zur Dokumentation von Brückennamen fehlten.

Heute gelten grundsätzlich offiziell festgelegte oder eingebürgerte Schreibweisen. Brückennamen unterliegen im Allgemeinen nicht Regeländerungen der Rechtschreibung. In der Duden-Rechtschreibung existieren Schreibregeln für geografische Namen, zu denen auch die Brückennamen gehören. Die Schreibregeln von geografischen Namen weichen in der Schweiz z. T. von der Duden-Rechtsschreibung ab (vgl. Besondere Schreibweisen in der deutschsprachigen Schweiz).

Brückennamen in der Schweiz mini|Haltestellenschild Zürich Flughafen mit Endhaltestelle Alte Brücke als Brückenname mini|Alte Brücke mini|Italienische Brücke in der Stadt Chur, 2020 benannt vom Stadtrat aus 850 Vorschlägen aus der Bevölkerung Kategorisierung und Zuständigkeiten Offizielle Brückennamen als Namen von topografischen Objekten: Brückennamen zählen in der Verordnung über die geografischen Namen (GeoNV) zu den Namen von topografischen Objekten (Lokalnamen) und sind neben Namen von Gewässern, Gletschern, Siedlungen, Gelände, Landschaften, kulturellen Objekten, öffentliche Bauten Namen der Gruppe besondere Objekte von Verkehrsverbindungen (GeoNV, Art. 3 Begriffe, Abschnitt h). Die Namen von topografischen Objekten teilen sich auf in: