mini|St. Michael in Degerndorf Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Michael in Degerndorf, einem Gemeindeteil von Münsing im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, besteht aus einem barocken Saalbau mit leicht eingezogenem Chor und nördlichem Turm. Das Bauwerk ist beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in der Liste der Baudenkmäler in Münsing unter der Nr. D-1-73-137-38 eingetragen. Die Kirche gehört zum Erzbistum München und Freising.
Beschreibung St. Michael wurde von 1619 bis 1634 wohl unter Einbeziehung eines mittelalterlichen Kerns im Auftrag des Propstes des Klosters Beuerberg erbaut. In den Jahren 1702 und 1726 wurde sie barockisiert.
Die Saalkirche besteht aus einem Langhaus, einem dreiseitig geschlossenen Chor im Osten und einem Chorflankenturm auf quadratischem Grundriss an der Nordwand des Chors, in dessen Erdgeschoss sich eine Sakristei und ein Oratorium befinden.
Die Kirche wurde im 19. Jahrhundert mit einem achteckigen Turm, der die Turmuhr und den Glockenstuhl beherbergt, aufgestockt und mit einem spitzen Helm bedeckt.
Die Seitenaltäre flankieren den Chorbogen. Der Innenraum des Langhauses ist mit einer Flachdecke überspannt. Der Hochaltar im Chor wurde entfernt.
Gedenktafeln mini|hochkant|Gedenktafel für die Opfer der Sendlinger Mordweihnacht An der Außenwand der Kirche wird an die acht Degerndorfer Opfer der Sendlinger Mordweihnacht 1705 erinnert.
Auch wird Opfern des Naziregimes gedacht: Die Route eines Todesmarsches vom KZ Dachau nach Waakirchen führte über Degerndorf.Todesmarsch-Strecke Dachau – Waakirchen, Friedrich Schreiber, Lochham, abgerufen am 31. Dezember 2024
Einzelnachweise
Literatur
Weblinks
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