mini|Löwentreppe am Weimarer Stadtschloss Die von Carl Gottlieb Weisser (1779–1815) 1806 geschaffenen überlebensgroßen liegenden Löwenplastiken an der Westseite des Weimarer Stadtschlosses gaben der Treppe, die sie flankieren, den inoffiziellen Namen Löwentreppe.Art. Löwentreppe: in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 284. Sonst gibt es die zutreffende Bezeichnung hierfür so gut wie nicht.

Geschichte Die Treppe war wohl bereits vorher da als die Löwenfiguren, denn es gab bereits seit 1803 den Westflügel, dessen Umbauten schon 1805 folgten.Über den Westflügel gibt es eine Monographie: Christian Hecht: Dichtergedächtnis und fürstliche Repräsentation. Der Westflügel des Weimarer Residenzschlosses – Architektur und Ausstattung, Ostfildern-Ruit. 2000 ISBN 3-7757-9011-X. Grundlegend zum Stadtschloss: Rolf Bothe: Dichter, Fürsten und Architekten. Das Weimarer Residenzschloß vom Mittelalter bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts, Ostfildern 2000. Allerdings gehen beide nicht auf die Löwentreppe selbst ein. Die beiden von Carl Gottlieb Weisser geschaffenen Löwen gibt es seit 1806,Rolf Haage: Weimar. Ein Führer durch die Klassiker-Stadt. Erfurt 2011, S. 43.Art. Weisser , Karl Gottlieb, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 488.Călin Alexandru Mihai: Johann Peter Kauffmann und die spätklassizistische Skulptur am Weimarer Hof : ein Beitrag zur regionalen Kunstgeschichte Thüringens, Cluj-Napoca 2004 (zug. Diss. Kassel 2003), S. 49 ff. noch bevor der Westflügel des Stadtschlosses nach 1818 nach einem Entwurf von Clemens Wenzeslaus Coudray abermals umgebaut wurde. Der zweigeschossige Westflügel aus dem 16. Jahrhundert war vom Schlossbrand 1774 weitgehend verschont geblieben und in den Bau des Westflügels unter Carl Friedrich Christian SteinerSteiner war hauptsächlich als Bauleiter am Wiederaufbau des Schlosses tätig. einbezogen worden.Rolf Bothe: Clemens Wenzeslaus Coudray: 1775–1845; ein deutscher Architekt des Klassizismus, Köln; Weimar; Wien: Böhlau, 2013, S. 385 f. ISBN 978-3-412-20871-4 Der Name wie auch die Löwen selbst an dieser Treppe fanden keine konkrete Erwähnung. Die Löwen sind aus Seeberger Sandstein ausgeführt. Die Podeste, auf denen die Löwen ruhen, sind aus Berkaer Sandstein gefertigt. Die Treppe selbst ist aus Granit, die auf ein Podest aus Travertin und Kalkstein aus der Cycloidesbank führt.Walter Steiner, Gerd Seidel: Baustein und Bauwerk in Weimar (= Ständige Kommissionen Kultur der Stadtverordnetenversammlung Weimar und des Kreistages Weimar-Land in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Weimar (Hrsg.): Tradition und Gegenwart.). Weimarer Schriften. Heft 32. Weimar 1988, ISBN 3-910053-08-4, S. 28 f. Über ein Portal, welches die Löwen symbolisch bewachen, gelangt man auch in den Schlossinnenhof.

Einzelnachweise

Kategorie:Bauwerk in Weimar Kategorie:Kulturdenkmal in Weimar Kategorie:Freitreppe in Deutschland