Taurocholsäure ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Gallensäuren. Sie ist ein Aminosäurekonjugat der Cholsäure mit Taurin. Ihre Salze heißen Taurocholate. In Form des Natriumsalzes ist sie Hauptbestandteil der Galle fleischfressender Tiere und an der Fettverdauung beteiligt.Taurocholic Acid. In: The Merck Index: An Encyclopedia of Chemicals, Drugs, and Biologicals. 14. Auflage. Merck & Co., Whitehouse Station NJ 2006, ISBN 0-911910-00-X.
Taurocholsäure wurde 1838 von dem französischen Chemiker Demarçay beschrieben, die Darstellung erfolgte 1904 durch den schwedischen Biochemiker Hammarsten.Toŝhiyuki Tanaka: Über Taurocholsäure. In: Hoppe-Seyler’s Zeitschrift für physiologische Chemie. 1933, Band 220, Nummer 1–2, S. 39–42. doi:10.1515/bchm2.1933.220.1-2.39. Diese Darstellung wurde durch eine 1906 veröffentlichte Synthese bestätigt.S. Bondi, Ernst Müller: Synthese der Glykocholsäure und Taurocholsäure. In: Hoppe-Seyler’s Zeitschrift für physiologische Chemie. 1906, Band 47, Nummer 4–6, S. 499–506. doi:10.1515/bchm2.1906.47.4-6.499. Ein weiterer Syntheseweg, bei dem das Natriumtaurocholat entsteht, wurde 1937 publiziert.Frank Cortese, Joseph T. Bashour: A Synthesis of Conjugated Bile Acids. In: Journal of Biological Chemistry. 1937, Band 119, Nummer 1, S. 177–183. doi:10.1016/S0021-9258(18)74443-8. Taurocholsäure ist leicht löslich in Wasser, löslich in Ethanol und nahezu unlöslich in Diethylether.
Das Natriumsalz und Hydrat der Taurocholsäure ist Hauptbestandteil der Galle fleischfressender Tiere und an der Fettverdauung beteiligt.Taurocholic Acid. In: The Merck Index: An Encyclopedia of Chemicals, Drugs, and Biologicals. Merck & Co., Whitehouse Station NJ 2006, ISBN 0-911910-00-X. In der Industrie wird Natriumtaurocholat-Hydrat als natürliches Tensid zur Lösung von Proteinen und bei der Herstellung von Verdauungsenzymen als Emulgator verwendet.
Einzelnachweise
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